Altersvorsorge für Berufseinsteiger in Aachen – dein Leitfaden 2026
Du bist 25, hast deinen Master in der Tasche und startest mit rund 50.000 € brutto ins Berufsleben. Umzug, erste eigene Wohnung, vielleicht bald Kinder – und irgendwo im Hinterkopf die Frage: „Muss ich jetzt wirklich schon an Altersvorsorge denken?“ Die klare Antwort: Ja, gerade jetzt.
Dieser Leitfaden richtet sich an Berufseinsteiger:innen in Aachen und Umgebung mit sehr guten Karriereaussichten. Er zeigt dir Schritt für Schritt, wie du Altersvorsorge von Anfang an sauber aufsetzt – mit Fokus auf fondsgebundene Versicherungen (gerne mit ETF-Anlage) und sinnvollen Kombinationen aus Schicht 1 und Schicht 3. Reine ETF-Sparpläne nutzen wir eher als ergänzende Bausteine.
Wenn du bereits deutlich mehr verdienst (70.000–250.000 € brutto), findest du den ausführlichen Leitfaden für Top-Verdiener unter Altersvorsorge Aachen . Für Oberärzte und leitende Ärztinnen gibt es zusätzlich einen spezialisierten Artikel: Altersvorsorge für Oberärzte .
1. In 60 Sekunden: Was du als Berufseinsteiger wirklich wissen musst
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Zeit ist dein größter Verbündeter.
Der Zinseszinseffekt wirkt exponentiell. Mit 25 Jahren 150 € zu sparen ist effektiver, als mit 35 Jahren 300 € zu sparen. -
Plane für Flexibilität.
Als Berufseinsteiger brauchst du Verträge, die du pausieren kannst, bei denen du Beiträge erhöhen oder senken und später Kapital entnehmen kannst, ohne dass alles zusammenbricht. -
Du musst die Systeme verstehen – nicht jede Klausel.
Entscheidend ist, dass du weißt, wie gesetzliche Rente, betriebliche Vorsorge, private Fondspolicen und Depot zusammenspielen. Die Detailarbeit übernehme ich mit dir gemeinsam.
2. Warum Altersvorsorge für Berufseinsteiger so wichtig ist
Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland funktioniert im Umlageverfahren: Die heute Erwerbstätigen finanzieren die Renten der heutigen Ruheständler. Gleichzeitig wird unsere Gesellschaft immer älter, während dauerhaft weniger Kinder geboren werden. Das belastet das System – und betrifft dich direkt.
In den 1960er-Jahren lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Deutschland bei rund 2,3–2,5. Heute bewegt sie sich eher im Bereich 1,4–1,6 Kinder je Frau. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung weiter an und der Anteil der über 67-Jährigen nimmt deutlich zu.
Die Folge: Immer weniger Beitragszahler müssen die Renten für immer mehr Rentner finanzieren. Das gesetzliche Rentenniveau sinkt langfristig, während die Beitragsbelastung hoch bleibt.
Die Geburtenrate sank langfristig, während die Lebenserwartung steigt. Eine finanzielle Schieflage, die auf Kosten deiner gesetzlichen Rente geht. (Darstellung stark vereinfacht)
Für Berufseinsteiger heißt das: Du kannst dich später nicht darauf verlassen, dass die gesetzliche Rente oder ein Versorgungswerk deinen Lebensstandard sichert. Gerade in Aachen mit vielen gut bezahlten Jobs in Forschung, Industrie und Gesundheitswesen entsteht schnell eine deutliche Rentenlücke, weil Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von aktuell rund 101.400 € (2026, West, voraussichtlich) nicht mehr rentensteigernd wirken.
Der Vorteil für dich: Du hast Zeit. Zeit für Zinseszins, Zeit für planbare Gehaltssteigerungen und Zeit, Fehler zu vermeiden. Wenn du jetzt sauber startest, musst du später nicht mit extrem hohen Sparraten hinterherlaufen.
3. Wie groß deine Rentenlücke wird – Beispiel mit 50.000 € Startgehalt
Schau dir ein typisches Aachener Einstiegsprofil an: 25 Jahre, Masterabschluss, Einstieg mit 50.000 € brutto. Mit deinem Werdegang sind 80.000–120.000 € brutto in 10–15 Jahren realistisch. Relevant für die Altersvorsorge ist nicht nur dein Einstieg, sondern deine Einkommenskurve bis zur Rente.
3.1 Beispiel: Heute 50.000 € – in 15 Jahren 100.000 €
Stell dir vor, du steigst mit 50.000 € brutto ein und erreichst mit 40 Jahren ein Gehalt von 100.000 € brutto. Du passt deinen Lebensstandard an: größere Wohnung, vielleicht Haus, Kinder, zwei Autos, Urlaub.
Im Alter willst du ungefähr 80 % deines letzten Nettoeinkommens zur Verfügung haben. Nehmen wir an, dein Netto liegt mit 100.000 € brutto bei rund 4.800–5.200 € im Monat. Dein Ziel im Ruhestand wären dann etwa 3.800–4.200 € netto.
Selbst bei langjähriger Einzahlung wird die gesetzliche Rente (oder das Versorgungswerk) diese Summe nicht annähernd erreichen. Realistisch ist eher eine Rente im Bereich von 2.000–2.400 € netto (heutige Kaufkraft, stark vereinfacht). Die restlichen 1.800–2.200 € netto pro Monat musst du privat schließen – und genau darum kümmern wir uns.
3.2 Wie hoch sollte deine Sparrate als Berufseinsteiger sein?
Natürlich willst du nicht von Tag 1 an wie ein Top-Verdiener sparen. Aber du kannst dir früh einen Rahmen setzen und diesen an dein steigendes Gehalt anpassen. Die folgende Tabelle zeigt, welche monatliche Sparrate für die private Altersvorsorge (Schicht 3) nötig ist, um die Rentenlücke zu schließen.
| Alter beim Start | Jahresbrutto beim Start | Nötige Sparrate (pro Monat) |
|---|---|---|
| 25 Jahre | 50.000 € | 150–250 € |
| 25 Jahre | 80.000 € | 300–400 € |
| 30 Jahre | 70.000 € | 350–450 € |
| 30 Jahre | 100.000 € | 500–700 € |
| 35 Jahre | 100.000 € | 650–850 € |
Annahmen: Rendite von ca. 5 % p. a. nach Kosten, 2 % Inflation, Rentenbeginn mit 67, grob berücksichtigte Steuern und Krankenversicherung. Es geht hier nicht um den letzten Euro, sondern um Größenordnungen.
Entscheidend: Wenn du mit 25 oder 26 Jahren mit 150–250 € beginnst, reicht es später, die Sparrate moderat mit deinem Einkommen zu steigern. Wenn du erst mit 35 anfängst, musst du sofort 600–800 € aufbringen, um überhaupt ähnlich weit zu kommen.
4. Die drei Schichten der Altersvorsorge – und wie du sie kombinieren kannst
In Deutschland teilt das Alterseinkünftegesetz die Altersvorsorge in drei Schichten ein. Der Aufbau ist für Berufseinsteiger derselbe wie für Gutverdiener – du startest nur mit kleineren Beträgen und baust dir den Mix nach und nach auf.
| Schicht | Typische Produkte | Rolle für Berufseinsteiger |
|---|---|---|
| 1. Basisversorgung | Gesetzliche Rente, Versorgungswerke, Basisrente (Rürup) | Langfristiger Sockel. Rürup lohnt sich besonders, sobald du in Richtung 70.000–80.000 € brutto und mehr kommst. Beiträge sind 2026 voraussichtlich bis knapp über 30.000 € vollständig steuerlich absetzbar (Ledige). |
| 2. Zusatzversorgung | Betriebliche Altersvorsorge (bAV), Riester (für bestimmte Zielgruppen) | Gerade beim ersten Arbeitgeber wichtig: bAV mit Arbeitgeberzuschuss. Riester kann bei Beamten oder kinderreichen Familien sinnvoll sein. |
| 3. Private Vorsorge | Private Fondsrente (ETF-Police), ETF-Depot, Immobilien | Höchste Flexibilität. Du kannst jederzeit Zuzahlen, Pausieren und Kapital entnehmen. Fondspolicen mit ETF-Investments eignen sich für den langfristigen Aufbau der lebenslangen Rente, ETF-Depots als flexibler Puffer. |
Für viele Aachener Berufseinsteiger sieht ein pragmatischer Einstieg so aus:
- eine fondsgebundene Privatrente (Schicht 3) mit ETF-Investments als flexibler Kernbaustein,
- eine bAV mit attraktivem Arbeitgeberzuschuss, sobald sich die Rahmenbedingungen lohnen,
- ab höheren Einkommen zusätzlich eine Basisrente (Rürup) zur Optimierung der Steuerlast.
Damit verteilst du dein Risiko, nutzt Steuervorteile und bleibst trotzdem handlungsfähig, falls sich dein Lebensweg (Ausland, Selbständigkeit, Familienphase) noch ändert.
5. Anlagekonzepte im Überblick – was sich wirklich für die Altersvorsorge eignet
Als Berufseinsteiger hast du mehrere Jahrzehnte bis zur Rente. Der wichtigste Hebel ist deshalb die Rendite nach Kosten – also vor allem breit gestreute Aktien- und ETF-Investments. Trotzdem hat jede Anlageform ihren Platz.
5.1 Basisbausteine: Liquidität und Sicherheit
Bevor es an langfristige Investments geht, brauchst du einen soliden Grundstock:
- Tagesgeld/Festgeld für den Notgroschen (3–6 Monatsnettogehälter, bei Familien eher 6–9),
- Tilgung teurer Schulden (Dispo, Konsumkredite) vor oder parallel zur Vorsorge.
Diese Bausteine sind keine Altersvorsorge, aber die Grundlage dafür, dass du deine Vorsorgeverträge später nicht in einer Stresssituation kündigen musst.
5.2 ETF-Depot vs. ETF-Fondspolice (Privatrente)
Viele Berufseinsteiger hören: „Mach einfach einen ETF-Sparplan bei der Bank, das ist am günstigsten.“ Ein ETF-Depot ist tatsächlich kostengünstig und flexibel – löst aber das Langlebigkeitsrisiko nicht. Wenn du 95 oder 100 Jahre alt wirst, kann das Depot irgendwann leer sein.
Eine ETF-Fondspolice (private Rentenversicherung) kombiniert das ETF-Prinzip mit einer lebenslangen Rentenzahlung. Du investierst in ETFs, profitierst vom Zinseszinseffekt und wandelst das Kapital später in eine Rente um, die lebenslang läuft – egal, wie alt du wirst.
In der Praxis ist deshalb eine Kombination sinnvoll: Das Depot dient als flexibler „Puffer“, die ETF-Fondspolice als Baustein für die lebenslange Rente.
5.3 Immobilien, Crypto & Co. – nur ergänzend, nie als Basis
Immobilien sind ein hervorragender Baustein für die Vermögensbildung und die Altersvorsorge – aber erst, wenn die finanzielle Basis steht. Hochspekulative Anlagen wie Kryptowährungen oder Einzelaktien haben im Kern einer soliden Altersvorsorge nichts verloren. Wenn überhaupt, dann nur mit einem kleinen, klar begrenzten Spielgeld-Anteil.
5.4 Honorarberatung vs. klassische Maklerberatung – warum wir auf Provision setzen
In vielen Blogs liest du, dass Honorarberatung immer günstiger und „unabhängiger“ sei. Die Praxis ist deutlich nüchterner:
Bei Honorarberatung zahlst du die Beratung direkt aus eigener Tasche, oft mit vierstelligen Beträgen zu Beginn. Dazu kommt die Nettopolice mit sehr günstigen Tarifkosten. Rechnet man das Honorar und die entgangene Rendite über Jahrzehnte ein, liegen Honorar- und gute Provisionslösungen häufig erstaunlich nah beieinander – teilweise ist die Honorarvariante sogar teurer.
Hinzu kommt: Das Honorar ist für den Berater in der Regel „stornofrei“, egal wie sich dein Vertrag künftig entwickelt. In der Provisionsberatung trägt der Makler dagegen ein Risiko: Kündigst du früh oder reduzierst Beiträge deutlich, wird ein Teil der Provision zurückgefordert. Das sorgt dafür, dass dein Berater auch ein Interesse daran hat, dass der Vertrag langfristig zu dir passt.
Unser Ansatz: Wir arbeiten mit rabattierten, ETF-orientierten Fondspolicen im Provisionsmodell und legen die Kosten offen. So kombinierst du eine faire Gesamtkostenstruktur mit einem nachvollziehbaren Vergütungsmodell – ohne separate, hohe Honorare.
6. Kosten, Rentenfaktoren & Produktinfos richtig lesen
Bei allen Versicherungs- und Anlageprodukten ist entscheidend, wie viel von deiner Sparrate nach Kosten wirklich für dich arbeitet. Die Kosten findest du im Produktinformationsblatt (z. B. PRIIP- oder Basisinformationsblatt) und in den Versicherungsbedingungen.
6.1 Welche Kostenarten gibt es?
Typischerweise findest du bei Fondspolicen und Fondsprodukten folgende Kostenarten:
- Einmalige Kosten (Abschluss- und Vertriebskosten, Einstiegskosten)
- Laufende Produktkosten (Verwaltungskosten der Police)
- Fondskosten (TER) – Gebühren innerhalb der ETFs/Fonds
- Transaktionskosten – Kosten für Käufe/Verkäufe innerhalb des Fonds
Im Basisinformationsblatt werden diese Kosten meist sowohl in Euro pro Jahr als auch in Prozent angegeben. Zusätzlich findest du oft einen Effektivkosten- oder „Reduction in Yield“-Wert (RiY) – er zeigt dir, wie stark die Rendite durch alle Kosten reduziert wird.
6.2 Was sind gute Effektivkosten?
Gerade bei jungen Menschen mit sehr langen Laufzeiten sind die Effektivkosten wichtiger als alle anderen Parameter. Als Faustregel gilt:
- über 2,0 % Effektivkosten sind für moderne ETF-Fondspolicen in der Regel zu teuer,
- zwischen 0,6 und 0,9 % Effektivkosten gelten aktuell als sehr gut für hochwertige ETF-Tarife mit lebenslanger Rente.
Bei Sparzeiträumen von 30–40 Jahren macht der Unterschied zwischen 0,8 % und 1,8 % Effektivkosten schnell einen fünfstelligen Betrag aus.
6.3 Rentenfaktoren – wie viel Rente bekommst du aus 100.000 € Kapital?
Der Rentenfaktor gibt an, wie hoch die lebenslange Rente pro 10.000 € Vertragsguthaben ausfällt. Beispiel:
Ein garantierter Rentenfaktor von 30 bedeutet: Pro 10.000 € Vertragsguthaben erhältst du mindestens 30 € monatliche Rente – lebenslang. Bei 300.000 € wären das mindestens 900 € monatlich, zuzüglich möglicher Überschüsse.
Gute Fondspolicen kombinieren hohe garantierte Rentenfaktoren mit niedrigen Kosten. In Vergleichsrechnungen achte ich deshalb besonders auf diese Kombination und darauf, wie die Gesellschaften mit zukünftigen Anpassungen umgehen.
7. Früher in Rente? So planst du Brücke und Flexibilität
Auch wenn es für dich weit weg klingt: Viele meiner Kunden wollen später nicht bis 67 voll durcharbeiten, sondern eher mit 60 oder 63 aussteigen oder deutlich reduzieren. Je früher du damit planst, desto leichter wird es.
7.1 Grundprinzip: Police für die lebenslange Rente, Depot für die Brücke
In der Praxis hat sich folgendes Modell bewährt:
- ETF-Fondspolice (Schicht 3 oder Rürup) mit Rentenbeginn 67 als Kernbaustein deiner lebenslangen Rente,
- separates ETF-Depot als „Brücken-Depot“ für die Jahre zwischen 60/63 und 67,
- bei Bedarf Teilkapitalisierung der Privatrente (z. B. 25–50 % als Einmalbetrag, Rest verrenten).
So vermeidest du, dass du deine lebenslange Rente künstlich nach vorne ziehst und dadurch dauerhaft schlechtere Rentenfaktoren („Schimmel-Faktoren“) in Kauf nehmen musst. Die Rente ab 67 bleibt maximal hoch, und dein Depot federt die Zeit davor ab.
8. Typische Fragen von Berufseinsteigern – Praxis-FAQ
Nein. Das Warten ist der teuerste Fehler. Du kannst später immer noch mit höheren Beiträgen aufholen, aber du verlierst die wertvollen Anfangsjahre, in denen der Zinseszinseffekt am stärksten wirkt. Lieber jetzt mit 150 € starten und in drei Jahren auf 250 € erhöhen, als in drei Jahren mit kleineren Beiträgen. Wichtig ist, dass du den Zinsvorteil langer Laufzeiten nicht komplett verschenkst, weil du „auf später“ verschiebst.
Langfristig sind 10–15 % deines Nettoeinkommens eine solide Größe für Altersvorsorge. Am Anfang reichen oft 150–250 € im Monat. Steigt dein Einkommen, erhöhen wir die Sparrate Schritt für Schritt, statt sie von Anfang an maximal anzusetzen.
Viele meiner Mandanten wechseln später in die Schweiz, nach Skandinavien oder in die Benelux-Staaten. Gute Verträge sind so gestaltet, dass sie weltweit weitergeführt werden können. Wir achten bei der Produktauswahl darauf, dass es keine problematischen Wohnsitzklauseln gibt. Im Erstgespräch klären wir, welche Länder für dich realistisch sind.
Eine selbstgenutzte Immobilie kann später ein guter Baustein sein, aber sie ersetzt keine liquide Altersvorsorge. Du kannst sie nicht einfach „in Rente umwandeln“, solange du darin wohnst. Außerdem ist das Klumpenrisiko hoch. Sinnvoller ist ein paralleler Aufbau: zuerst Grundstock Altersvorsorge und Notgroschen, dann Immobilienthema sauber planen.
Nein. Alle Eier in einen Korb ist selten eine gute Idee. Eine gute Strategie nutzt die Vorteile verschiedener Schichten (z. B. bAV, Rürup, private Fondspolice) und Produkte, um Steuervorteile zu optimieren und gleichzeitig die Flexibilität zu erhalten.
9. Nächste Schritte – was wir im Ersttermin konkret tun
Im ersten, unverbindlichen Gespräch analysieren wir deine individuelle Situation. Der Ablauf sieht typischerweise so aus:
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Analyse deiner aktuellen Situation:
Wir schauen uns dein aktuelles Gehalt, deinen Lebensstandard und deine Ziele (Immobilie, früherer Ausstieg, Ausland) an. -
Berechnung deiner Rentenlücke:
Mit realistischen Annahmen zu deiner Karriereentwicklung rechnen wir dir aus, welche monatliche Rentenlücke du voraussichtlich schließen musst. -
Strategie-Entwicklung:
Wir entscheiden gemeinsam, wie stark du jetzt schon auf Schicht 1 (Rürup), Schicht 2 (bAV) und Schicht 3 (Privatrente/Depot) setzt und was besser noch wartet, bis dein Einkommen höher ist. -
Produktvorschläge & Kostenvergleich:
Ich zeige dir transparente Vergleichsrechnungen, Effektivkosten und Rentenfaktoren verschiedener ETF-Fondspolicen und erkläre die Unterschiede so, dass du sie nachvollziehen kannst. -
Umsetzung in deinem Tempo:
Du entscheidest, ob wir mit einem Baustein starten (z. B. Privatrente) oder direkt einen mehrstufigen Plan umsetzen. Anpassungen sind jederzeit möglich.
Einen Termin vereinbarst du am einfachsten über die Kontakt-Seite – persönlich in Aachen oder per Video-Call.
Rentenlückenrechner
Berechne deine Rentenlücke, deinen Kapitalbedarf und die notwendige Sparrate – alle Werte in heutiger Kaufkraft.
Ergebnisse der Analyse
So funktioniert dieser Rentenlückenrechner
Der Rechner arbeitet durchgängig in heutiger Kaufkraft. Das heißt: Alle Eurobeträge sind so zu verstehen, als würden sie heute ausgegeben werden. Dadurch kannst du deine spätere Rente direkt mit deinem heutigen Lebensstandard vergleichen.
1. Schritt: Ziel-Netto-Rente bestimmen
- Heutiges Netto-Haushaltseinkommen: Du gibst an, was dir heute monatlich netto zur Verfügung steht.
- Versorgungsquote: Typisch sind z. B. 70–80 % des heutigen Nettos. Daraus berechnet der Rechner deine Wunsch-Netto-Rente.
- Alternativ: Du kannst deine Wunsch-Netto-Rente auch direkt eingeben. Dann wird die Quote ignoriert.
Ergebnis dieses Schritts ist eine Ziel-Netto-Rente in heutiger Kaufkraft, also der Betrag, mit dem du deinen Lebensstandard im Alter halten möchtest.
2. Schritt: Gesicherte Alterseinkünfte ermitteln
- Du trägst deine erwarteten Alterseinkünfte ein (gesetzliche Rente, Pension, Versorgungswerk, bAV, private Renten, Mieteinnahmen usw.).
- Idealerweise gibst du diese Beträge bereits als Schätzung in heutiger Kaufkraft an. Viele Rentenbescheide nennen nominale Euro in einem zukünftigen Jahr – diese sind nicht inflationsbereinigt.
- Mit dem Schieberegler „Steuern und Abgaben“ wird pauschal berücksichtigt, dass im Alter Einkommensteuer sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig werden.
Aus allen eingegebenen Brutto-Beträgen und der gewählten Steuer-/Abgabenquote berechnet der Rechner deine gesicherten Netto-Alterseinkünfte in heutiger Kaufkraft.
3. Schritt: Monatliche Rentenlücke
Die Rentenlücke ergibt sich dann ganz schlicht als:
Rentenlücke = Ziel-Netto-Rente – gesicherte Netto-Alterseinkünfte
- Ist das Ergebnis negativ, wird die Lücke auf 0 € gesetzt – dann bist du nach diesem Modell rechnerisch überversorgt.
- Die Lücke wird in Euro pro Monat und zusätzlich in Euro pro Jahr ausgewiesen.
4. Schritt: Realzins – Arbeiten mit heutiger Kaufkraft
Der Rechner trennt klar zwischen:
- Nominalrendite deiner Anlagen (z. B. 6 % p.a. in der Ansparphase, 4 % p.a. in der Rentenphase)
- Inflation (z. B. 2 % p.a. bis zur Rente und in der Rentenphase)
Daraus wird für beide Phasen jeweils ein Realzins berechnet:
(1 + Nominalrendite) / (1 + Inflation) – 1
Dieser Realzins sagt aus, wie stark dein Vermögen nach Abzug der Kaufkraftverluste tatsächlich wächst. Genau deshalb können alle Ergebnisse in heutigen Euro dargestellt werden, ohne dass du selbst Inflationsrechnungen anstellen musst.
5. Schritt: Kapitalbedarf mit Kapitalverzehr
Um die Lücke zu schließen, wird zunächst der Kapitalbedarf berechnet, wenn das Vermögen über die Rentenzeit systematisch aufgezehrt wird:
- Die Lücke pro Jahr wird mit der angenommenen Restlebensdauer (z. B. Rente + 20 oder +25 Jahre) und dem Realzins der Rentenphase verrechnet.
- Mathematisch ist das der Barwert einer nachschüssigen Rente in Realwerten.
- Liegt der Realzins in der Rentenphase nahe 0 %, wird der Kapitalbedarf vereinfacht als „Jahreslücke × Anzahl Jahre“ gerechnet.
6. Schritt: Kapitalbedarf für eine „ewige Rente“
Zusätzlich zeigt der Rechner den Kapitalbedarf, der notwendig wäre, um die Rentenlücke als ewige Rente zu decken – also ohne, dass das Kapital real aufgezehrt wird.
- Das ist nur sinnvoll, wenn der Realzins in der Rentenphase deutlich über 0 % liegt.
- Formel: Kapitalbedarf = Jahreslücke / Realzins in der Rentenphase.
- Ist der Realzins kleiner oder gleich 0 %, wird darauf hingewiesen, dass eine ewige Rente mathematisch nicht darstellbar ist.
Diese Darstellung ist bewusst als Theorie-Szenario gedacht, um Größenordnungen einzuordnen – nicht als Standardplan für die Praxis.
7. Schritt: Erforderliche Sparrate bis zur Rente
Aus dem Kapitalbedarf mit Kapitalverzehr wird die monatliche Sparrate in der Ansparphase berechnet:
- Es wird der Realzins der Ansparphase verwendet, um eine monatliche Realrendite abzuleiten.
- Mit dieser wird die Sparrate berechnet, die nötig ist, um bis zum Rentenbeginn das erforderliche Kapital aufzubauen (Annuitätenformel).
- Liegt der Realzins nahe 0 %, wird wieder vereinfacht gerechnet: Kapitalbedarf geteilt durch die Anzahl der Sparmonate.
- Die Sparrate wird zusätzlich in Prozent deines heutigen Nettoeinkommens dargestellt – sofern ein Netto-Einkommen eingegeben wurde.
Gibt es keine Rentenlücke oder keine Ansparzeit mehr (z. B. Rentenbeginn erreicht), wird das im Hinweistext klar angezeigt.
Warum der Rechner genau so aufgebaut ist
- Heutige Kaufkraft: Du denkst in heutigen Preisen, nicht in zukünftigen Nominalbeträgen. Darum rechnet der Rechner konsequent inflationsbereinigt.
- Realzinse statt Mischkalkulation: Indem Nominalrendite und Inflation getrennt erfasst werden, wird die Berechnung robuster und transparenter als bei „Pi-mal-Daumen“-Nettozinsannahmen.
- Pauschale Steuer-/Abgabenschätzung: Das Steuer- und Sozialversicherungsrecht ist komplex. Für eine Planung auf Haushaltsebene ist eine realistische Pauschale oft sinnvoller als eine Scheingenauigkeit.
- Typisierte Lebenserwartung: Die Annahmen „Rente + 20 Jahre“ bzw. „Rente + 25 Jahre“ sind typische Planungsgrößen – keine individuelle Prognose. Du kannst das Zielalter aber jederzeit anpassen.
Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung und keine steuerliche Beratung. Er hilft dir dabei, die Größenordnung deiner Rentenlücke, deines Kapitalbedarfs und deiner erforderlichen Sparrate in klaren, heutigen Euro-Beträgen zu verstehen – die Feinarbeit erfolgt danach in der persönlichen Beratung.