Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit für Professoren in NRW berechnen
W-Besoldung, Versorgungsabschlag bei vorzeitiger Dienstunfähigkeit und PKV-Beitrag im Ruhestand entscheiden, wie groß die monatliche Lücke zu Ihrem heutigen Lebensstandard ist. Der Rechner liefert eine strukturierte Orientierung; die Einordnung kommt aus dem Gespräch.
Der Versorgungslücken-Rechner zeigt Professorinnen und Professoren in NRW, wie groß die monatliche Netto-Lücke bei vorzeitiger Dienstunfähigkeit voraussichtlich wäre.
Berücksichtigt werden W-Besoldung, ruhegehaltsfähige Dienstzeit, möglicher Versorgungsabschlag, PKV-Beitrag im Ruhestand und das heutige Haushaltseinkommen. Das Ergebnis ist keine Versorgungsauskunft, sondern die Grundlage für die Frage, welche DU-Rente sinnvoll und realistisch abgesichert werden sollte.
So nutzen Sie den Rechner unten
- Werte zusammentragen: Besoldungsmitteilung, ggf. Versorgungsauskunft, PKV-Beitrag, Nettohaushaltseinkommen.
- Eingaben sauber führen: W-Stufe und Dienstjahre sind die wichtigsten Hebel.
- Szenarien rechnen: Versorgungsabschlag 0 % / 5 % / 10,8 % gegenüberstellen.
- Ergebnis einordnen: Die Netto-Lücke ist die Grundlage für die DU-Versicherungssumme.
Für die Tarifauswahl, Vertragsbedingungen und Gesundheitsprüfung bleibt das persönliche Gespräch der entscheidende Schritt: Dienstunfähigkeitsversicherung für Professoren.
Versorgungslücke jetzt berechnen
Tragen Sie Ihre Werte ein. Die Einordnung folgt unterhalb des Rechners.
Versorgungslücken-Rechner (Professorinnen und Professoren NRW) – BU/DU-Bedarf
Ermittelt eine Netto-Versorgungslücke aus Beamtenversorgung (Ruhegehalt) + weiteren Einkommen – inklusive
PKV als dauerhafter Abzug, Nebeneinkünften und optionalem Versorgungsabschlag.
Hinweis: Vereinfachtes Modell zur Orientierung. Individuelle Versorgungsauskunft, Steuer und PKV-Konstellation können abweichen.
0) Werte finden (Bezügemitteilung / Bescheid / Versorgungsauskunft)
So finden Sie Ihre Werte (kurz & zuverlässig)
Viele Werte stehen nicht „im Kopf“, sondern in Dokumenten. Wenn Sie etwas nicht sicher wissen: lieber 0 eintragen und den Rechner als Orientierung nutzen.
Tipp: Mit einer Versorgungsauskunft können Sie den Rechner sehr präzise kalibrieren (ruhegehaltfähige Dienstbezüge, Ruhegehaltssatz, ggf. Abschlag).
1) Status & W-Besoldung
2) Versorgungsabschlag, Steuer & PKV
Erweiterte Annahmen (optional)
3) Haushalt & Nebeneinkünfte
Dieser Punkt ist häufig der „Lückentreiber“: Vieles ist nicht ruhegehaltfähig und fällt bei DU/BU oft weg oder reduziert sich stark.
Ergebnis
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Wichtig: Die Lücke wird häufig unterschätzt, wenn man nur das W-Grundgehalt betrachtet. Der größte „Blind Spot“ sind Nebeneinkünfte (Gutachten/Beratung/Autorentätigkeit) und nicht ruhegehaltfähige Leistungsbestandteile.
So funktioniert der Versorgungslücken-Rechner (Professorinnen und Professoren NRW)
Der Rechner ist ein Orientierungs-Tool: Er übersetzt die wichtigsten Bausteine der Beamtenversorgung in eine Netto-Versorgung und zeigt daraus eine monatliche Netto-Lücke, die im Leistungsfall durch eine BU/DU-Rente geschlossen werden müsste – besonders dann, wenn Nebeneinkünfte wegfallen.
Inhaltliche Grundlage (Hintergrund, Einordnung, Grenzen):
Dienstunfähigkeitsversicherung für Professorinnen und Professoren – Leitfaden & Logik hinter dem Rechner
1) Was der Rechner am Ende ausgibt
- Ruhegehalt (Brutto, berechnet) aus W-Grundgehalt + ruhegehaltfähigen Bestandteilen + Familienzuschlag Stufe 1.
- Versorgung (Netto) = (Bruttoversorgung − pauschale Steuer/Abgaben) − PKV-Eigenanteil im Ruhestand.
- Verbleibende Nebeneinkünfte (Netto) = Nebeneinkünfte × „weiterlaufender Anteil“.
- Gesamt-Netto verfügbar (ohne BU/DU) = Netto-Versorgung + verbleibende Nebeneinkünfte + sonstiges stabiles Netto (z. B. Partner).
- Netto-Lücke = Ziel-Netto − Gesamt-Netto verfügbar (mindestens 0). Das ist der rechnerische BU/DU-Bedarf pro Monat.
Wichtig: Der Rechner arbeitet bewusst haushaltsbezogen (Ziel-Netto), weil Professorinnen und Professoren-Haushalte häufig mehr als „nur“ das W-Grundgehalt leben – Nebeneinkünfte, Partnernetto, Mieteinnahmen etc.
2) Welche Eingaben Sie brauchen (und warum)
3) Rechenlogik (verständlich, ohne Juristendeutsch)
W-Grundgehalt + ruhegehaltfähige Bestandteile + Familienzuschlag Stufe 1.
Dienstjahre × jährlicher %-Satz, begrenzt durch den Höchstsatz. Ergebnis: ein %-Wert, der auf die ruhegehaltfähigen Bezüge wirkt.
Unter 5 Jahren Dienstzeit (ohne Dienstunfall) wird in der vereinfachten Logik i. d. R. keine Versorgung angesetzt. Bei erfüllter Wartezeit wird geprüft, ob eine Mindestversorgung greift.
Falls aktiviert, reduziert der Abschlag das Ruhegehalt zusätzlich (multiplikativ).
Bruttoversorgung wird pauschal um Steuer/Abgaben reduziert und anschließend wird der PKV-Eigenanteil abgezogen.
Nebeneinkünfte × Weiterlauf-% = verbleibender Anteil. Der wegfallende Anteil wird im Hinweistext sichtbar gemacht.
Ziel-Netto − (Nettoversorgung + verbleibende Nebeneinkünfte + sonstiges stabiles Netto) = Lücke (min. 0).
In der Praxis ist das Entscheidende selten der reine Ruhegehaltssatz, sondern die Frage: Was fällt im Alltag weg? Genau dafür sind Nebeneinkünfte, PKV-Abzug und Ziel-Netto im Rechner so prominent.
4) „Beratungstaugliche“ Funktionen
- Live-Berechnung: Änderungen wirken sofort – ideal, um Szenarien im Gespräch durchzuspielen.
- Reset: setzt alles auf Startwerte zurück (schneller Neustart im Termin).
- Drucken/PDF: Sie können das Ergebnis direkt als PDF speichern (Druckdialog → „Als PDF speichern“).
- Hinweistext: Der Rechner erklärt automatisch, wodurch die Lücke entsteht (z. B. Dienstzeit < 5 Jahre, Abschlag aktiv, wegfallende Nebeneinkünfte).
5) Grenzen & sinnvoller Umgang
Beamtenversorgung, Steuern und PKV sind in der Realität von Details abhängig (Besoldungsbestandteile, individuelle Steuerlast, Beihilfesituation, tatsächliche PKV-Beiträge im Alter, konkrete Regelaltersgrenze, individuelle Versorgungsauskunft etc.). Der Rechner ist deshalb keine Rechts- oder Steuerberechnung, sondern eine plausible Orientierung.
- Die sicherste Basis für eine Feinplanung ist eine aktuelle Versorgungsauskunft (LBV NRW).
- Für die Absicherung ist entscheidend, wie Sie „Dienstunfähigkeit“ vertraglich absichern (DU-Klausel, Definitionen, Nachweisketten, Leistungsdynamik).
- Wenn Nebeneinkünfte relevant sind, lohnt fast immer eine zweite Rechnung mit konservativem Weiterlauf-% (z. B. 0–20%).
Wenn Sie möchten, kann man den Rechner im Gespräch mit echten Werten aus Ihrer Situation „kalibrieren“ (Versorgungsauskunft, PKV, Nebeneinkünfte).
Makler-Einschätzung: Wann der Rechner an seine Grenze stösst
Der Rechner liefert eine strukturierte Annäherung an die Netto-Versorgungslücke – und ist in der Beratung oft der erste konkrete Aha-Moment für Professoren. Wo er an seine Grenze stößt: bei Mischlaufbahnen mit angerechneten Vorzeiten, bei nicht-ruhegehaltsfähigen Leistungsbezügen und bei der PKV-Beitragsdynamik im Ruhestand.
Mein praktischer Hinweis: Fordern Sie vor dem Berater-Termin eine Versorgungsauskunft beim LBV NRW an – daraus speist sich der Rechner mit belastbaren Werten. Wer das nicht hat, sollte mit Szenarien rechnen (Abschlag 0 % / 5 % / 10,8 %) und das Ergebnis als Orientierung, nicht als feststehende Prognose verstehen.
Entscheidend ist nicht nur die rechnerische Lücke. Entscheidend ist, welcher Teil dieser Lücke vertraglich sauber, gesundheitlich erreichbar und dauerhaft bezahlbar abgesichert werden kann. Genau dort beginnt die eigentliche Beratung: Höhe der DU-Rente, Laufzeit, Bedingungen, Gesundheitsprüfung.
Häufige Fragen zum Versorgungslücken-Rechner
Was berechnet der Rechner genau?
Er ermittelt die monatliche Netto-Versorgungslücke bei vorzeitiger Dienstunfähigkeit als Differenz zwischen Ihrem heutigen Nettohaushaltseinkommen und dem prognostizierten Netto-Ruhegehalt nach W-Besoldung, Ruhegehaltssatz, Versorgungsabschlag, Steuer und PKV-Beitrag.
Welche Werte brauche ich für eine belastbare Berechnung?
Aktuelle Besoldungsstufe (W1/W2/W3), Anzahl ruhegehaltsfähiger Dienstjahre, ruhegehaltsfähige Bestandteile (Familienzuschlag Stufe 1, ggf. ruhegehaltsfähige Leistungsbezüge), erwarteter Versorgungsabschlag bei vorzeitigem Ruhestand, voraussichtlicher PKV-Eigenanteil im Ruhestand und Ihr Nettohaushaltseinkommen.
Was ist ein Versorgungsabschlag und wie hoch ist er?
Der Versorgungsabschlag kann das Ruhegehalt reduzieren, wenn ein Beamter vor der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand tritt – auch bei Dienstunfähigkeit. Pro Jahr vorzeitigem Ruhestand wirken in der Regel 3,6 %, gedeckelt auf maximal 10,8 %. Wann und in welcher Höhe der Abschlag konkret greift, hängt von Altersgrenze, Dienstzeit, Sonderregelungen für besondere Dienstgruppen und Einzelfall-Konstellationen ab – daher Versorgungsauskunft anfordern.
Werden Forschungs- und Leistungsbezüge im Rechner berücksichtigt?
Nur soweit sie ruhegehaltsfähig sind. Forschungszulagen und reine Lehrzulagen sind meist nicht ruhegehaltsfähig. Berufungs- und Funktionsleistungsbezüge nur teilweise. Im Rechner gibt es dafür das Feld „ruhegehaltsfähige Bestandteile“ – nur diesen Anteil eintragen.
Wie präzise ist der Rechner?
Mit einer belastbaren Versorgungsauskunft vom LBV NRW liegt das Ergebnis nahe an der individuellen Prognose. Ohne Versorgungsauskunft ist es eine Orientierung mit größerer Spannbreite. Wichtig: Der Rechner ist ein Bedarfsrechner, kein Tarifrechner – konkrete DU-Versicherungsprämien ergeben sich erst aus Tarifauswahl und Gesundheitsprüfung.
Ersetzt der Rechner eine Versorgungsauskunft beim LBV?
Nein. Der Rechner strukturiert eine Bedarfsschätzung auf Basis Ihrer Eingaben. Eine Versorgungsauskunft des LBV NRW ist eine fiktive Berechnung auf Basis Ihrer persönlichen Versorgungsdaten und damit der belastbare Referenzwert. Beides ergänzt sich: Versorgungsauskunft liefert die Zahlen, der Rechner zeigt die Brutto-Netto-Lücke und den Bedarf für die DU-Versicherung.
Wo bekomme ich eine Versorgungsauskunft?
Beim Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW (LBV NRW). Eine Versorgungsauskunft ist eine fiktive Berechnung der voraussichtlichen Versorgungsbezüge zu einem definierten Stichtag. Sie wird auf Antrag erstellt und ist die belastbarste Grundlage für die Vorsorgeplanung.
Wie hängt das Ergebnis mit der DU-Versicherungssumme zusammen?
Die monatliche Netto-Lücke ist die untere Orientierungsgrenze für die DU-Rente. Wer Inflation und ungeplante Mehrausgaben (PKV-Beitragssteigerungen, häusliche Pflege) einrechnen will, sollte die Lücke um einen Puffer von 10 bis 20 % erhöhen. Details: Dienstunfähigkeitsversicherung für Professoren.
Was passiert mit der Pension bei Dienstunfall vs. Dienstunfähigkeit?
Bei Dienstunfähigkeit aus krankheitsbedingten Gründen greifen der reduzierte Ruhegehaltssatz und ggf. der Versorgungsabschlag. Bei einem anerkannten Dienstunfall (Unfall im Dienst) gelten besondere Regelungen, die in vielen Fällen höhere Ansprüche vorsehen. Die genaue Ausgestaltung hängt von Anerkennung, Mitverschulden und Bundes-/Landesrecht ab. Der Rechner hat dafür ein eigenes Feld – eine private DU bleibt aber unabhängig vom Dienstunfall-Schutz oft sinnvoll.
Rechner-Ergebnis und realer Versorgungspfad
Wenn der Rechner Ihnen eine vierstellige monatliche Lücke zeigt, ist das selten ein Tarif-Problem – sondern eine Strategie-Frage. Im Gespräch ordnen wir Versorgungsauskunft, Abschlag-Szenarien und DU-Bedarf gemeinsam ein.
Versorgungslücke gemeinsam einordnen