Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung und Krankenversicherung

Risikovoranfrage BU und Krankenversicherung

Vor dem Antrag: Risikovoranfrage richtig stellen

Wenn Vorerkrankungen, Diagnosen oder Hobbys eine BU- oder PKV-Annahme erschweren könnten, ist die Reihenfolge entscheidend: erst anonym vorprüfen lassen, dann gezielt beantragen. Auf dieser Seite finden Sie den kompletten Prozess — mit Online-Fragebogen, Abfragezeiträumen aller großen Versicherer, ICD-10-Leitfaden und allen nötigen Unterlagen.

Lesezeit ca. 15 Minuten Zielgruppe: Ingenieure, Ärzte, Lehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter Aachen und Umgebung

In 60 Sekunden: Was Sie wirklich brauchen

  • Entscheidung steht: Sie wollen BU oder PKV abschließen, sind aber unsicher wegen Arztakten, Diagnosen oder riskanter Hobbys.
  • Ziel: Erst eine anonyme Risikovoranfrage, dann erst den Antrag — um Ablehnungen, Ausschlüsse und eine „verbrannte Akte" zu vermeiden.
  • Schnellster Weg: Den Fragebogen direkt online ausfüllen (siehe Hinweis unten) — alternativ als PDF herunterladen.
  • Diagnosen klären: Arztberichte und Diagnoselisten besorgen, nach ICD-10-Codes sortieren und kurz erläutern.
  • Spezialfragebögen: Für bestimmte Erkrankungen oder Hobbys die passenden Bögen ergänzen.
  • Option: Wenn Sie möchten, gehe ich die Unterlagen mit Ihnen durch und steuere die Voranfragen gezielt auf passende Gesellschaften.
Direktantwort

Eine Risikovoranfrage ist sinnvoll, wenn Sie eine Berufsunfähigkeits- oder private Krankenversicherung abschließen möchten, aber Vorerkrankungen, Diagnosen, Behandlungen oder riskante Hobbys die Annahme erschweren könnten. Statt direkt einen Antrag zu stellen, werden Ihre Gesundheitsdaten strukturiert und pseudonymisiert bei ausgewählten Versicherern vorgeprüft. So erkennen Sie vorab, ob Normalannahme, Zuschlag, Ausschluss oder Ablehnung wahrscheinlich sind — ohne Eintrag im Hinweis- und Informationssystem (HIS) bei der Berufsunfähigkeitsversicherung und ohne Antragshistorie bei der privaten Krankenversicherung.

Grundprinzip

01Was eine Risikovoranfrage ist — und warum sie schützt

Eine Risikovoranfrage ist im Kern eine sauber aufbereitete Gesundheits- und Risikozusammenfassung, die an ausgewählte Versicherer geschickt wird — bevor ein offizieller Antrag gestellt wird. Die Anfrage erfolgt anonymisiert: Name, Anschrift und identifizierende Daten werden geschwärzt, sodass kein Eintrag im Hinweis- und Informationssystem (HIS) entsteht und keine Antragshistorie aufgebaut wird.

Wenn ein Antrag bereits abgelehnt wurde oder Sie zunächst Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen prüfen möchten, finden Sie die jeweiligen Alternativen am Ende des nächsten Abschnitts unter „Alternativen Berufsunfähigkeit".

Ohne Risikovoranfrage Mit Risikovoranfrage
Antrag wird direkt gestellt. Bei Problemen drohen Ablehnung, Ausschlüsse oder Zuschläge — mit Eintrag im HIS (bei BU). Versicherer können vorab einschätzen, ob sie Ihren Fall zeichnen — ohne Eintrag als abgelehnter Antrag.
Mehrere Ablehnungen verschlechtern die Chancen bei weiteren Gesellschaften deutlich. Nur bei akzeptablen Konditionen folgt ein Antrag. Unpassende Angebote werden vor Antragstellung aussortiert.
Sie erkennen oft erst spät, welche Diagnosen kritisch sind. Sie sehen früh, welche Themen (Psyche, Rücken, Hobbys) wie gewertet werden.

Gerade in den hier adressierten Berufsgruppen — Assistenzärzte, Lehrer und Referendare, Ingenieure sowie wissenschaftliche Mitarbeiter — kann eine unüberlegte Antragstellung dazu führen, dass Sie langfristig schlechtere Optionen haben. Eine saubere Voranfrage schützt davor.

Vorab-Filter

02Wann ergibt eine Risikovoranfrage erfahrungsgemäß keinen Sinn?

Eine Risikovoranfrage ist mächtig, aber kein Allheilmittel. In einigen Konstellationen führt sie vor allem zu Rückfragen, Rückstellungen oder weiteren Ablehnungen. Dann ist es besser, zuerst Alternativen zu prüfen — getrennt nach Berufsunfähigkeitsversicherung und privater Krankenversicherung, denn die beiden Sparten bewerten Risiken unterschiedlich.

BU + PKV Gilt für beide Sparten
  • Mehrere bereits abgelehnte Anträge in derselben Sparte — die Antragshistorie belastet; ein erneuter Versuch ohne Strategie verschlechtert die Lage weiter.
  • Hochrisiko-Hobby ohne Bereitschaft, es zu pausieren oder anzupassen (z. B. Fallschirmsport, Höhlentauchen, Motorradrennen). BU-relevanter, weil das Berufsunfähigkeitsrisiko direkt einfließt — für die PKV spielt es eine kleinere Rolle, aber nicht zu vernachlässigen.
BU Vor allem für die Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Akute psychische Behandlung läuft noch oder ist weniger als 12 Monate beendet (Depression, Angststörung, Burn-out, Anpassungsstörung). Für die PKV kann die Bewertung anders ausfallen; entscheidend sind Diagnose, Verlauf, Medikation und aktuelle Stabilität.
  • Schwere orthopädische Diagnosen mit offener Prognose (Wirbelsäule, große Gelenke, neurologische Ausstrahlung). Für die BU häufig sehr schwierig, solange Prognose, Beschwerden oder Behandlungsverlauf offen sind. Für die PKV oft nur mit Ausschluss machbar.
PKV Vor allem für die private Krankenvollversicherung
  • Chronische Erkrankung mit laufender Behandlung oder Dauermedikation (z. B. Morbus Crohn, Colitis, Rheuma, Schilddrüsen-Autoimmunerkrankungen, Schuppenflechte unter Biologika). Hier entstehen dauerhafte Kosten, die die PKV restriktiv bewertet. Für die BU oft kein Showstopper, sofern berufsfähig.
  • Ungeklärte Diagnose oder offene Abklärung mit empfohlener weiterer Diagnostik oder noch nicht abgeschlossener Therapie. Die PKV wartet häufig den Abschluss der Abklärung ab — eine Voranfrage zu früh führt oft zu Rückstellung, Nachforderung oder Ablehnung.

Schnellcheck: Im Online-Fragebogen sehen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Fall in eine dieser Kategorien fällt — und welche Alternative dann sinnvoller ist.

Hinweis für bestimmte Berufsgruppen: Für Rechtsanwälte und Notare existiert über die DKV ein Gruppenvertrag mit Annahmepflicht (AVB-G). Für Beamte greift bei der ersten Verbeamtung eine Öffnungsaktion mit begrenztem Risikozuschlag. Wenn das auf Sie zutreffen könnte, sprechen Sie mich bitte direkt an — diese Wege sind tarif- und gruppenspezifisch und individuell zu prüfen.

Ablauf

03Die Risikovoranfrage Schritt für Schritt

Damit Sie den Prozess realistisch einschätzen können, hier der typische Ablauf in sieben Schritten. Wichtig: Sobald Sie selbst mehrere Voranfragen oder Anträge stellen, verlieren Sie die Möglichkeit, gezielt zu steuern, welcher Versicherer Ihren Fall zuerst bewertet. Genau diese Steuerung ist in komplexeren Fällen oft der Unterschied zwischen Normalannahme, Zuschlag und Ausschluss.

1

Gesundheitsdaten sammeln

Leistungsübersichten / Patientenquittungen der Krankenkasse der letzten Jahre, Arzt- und Entlassungsberichte (Hausarzt, Fachärzte, Klinik, Reha), bereits vorhandene Befunde (z. B. MRT, CT, Röntgen, Labor).

2

Fragebogen ausfüllen — bevorzugt online

Der Online-Fragebogen ist der bevorzugte Weg: Plausibilitätsprüfung, automatische Aufteilung in zwei PDFs (Stammdaten und pseudonymisierter Gesundheitsteil), klare Struktur. Alternativ stehen die PDF-Bögen im Download-Bereich bereit.

3

Passende Spezialfragebögen auswählen

Wählen Sie nur die Bögen aus, die wirklich zu Ihrer Situation passen. Lieber wenige vollständig als zu viele halb ausgefüllt. Diagnosen, Zeiträume und Behandlungen müssen zu Ihren Arztunterlagen passen — siehe auch Gesundheitsfragen richtig ausfüllen.

4

Maklervertrag unterschreiben

Damit ich Ihre Unterlagen rechtssicher bei mehreren Versicherern einreichen und Rückfragen klären kann, wird der Maklervertrag mit Bestandsaufnahme benötigt.

5

Vollständigkeits-Check

  • Sind alle relevanten Arzt- und Entlassungsberichte beigefügt?
  • Sind die passenden Gesundheits-, Hobby- und Berufsfragebögen vollständig ausgefüllt?
  • Gibt es Widersprüche bei Daten, Diagnosen oder Zeiträumen?
6

Unterlagen bündeln und übergeben

Idealerweise fassen Sie alles in einem Paket zusammen, damit nichts verloren geht. Wir können die Unterlagen gemeinsam durchgehen, bevor etwas an Versicherer geschickt wird.

7

Rückmeldungen bewerten

Die Versicherer geben Voten ab (z. B. Normalannahme, Zuschlag, Ausschluss einzelner Risiken). Diese Ergebnisse vergleichen wir und entscheiden, wo sich ein Antrag lohnt. Wie Sie das Votum einordnen, erklären BU-Angebote richtig verstehen und PKV-Angebote richtig verstehen.

Datengrundlage

04Gesundheitsdaten, Diagnosen und HIS

Welche Unterlagen Sie brauchen

  • Übersicht der behandelnden Ärzte (Hausarzt, Fachärzte, ggf. Psychotherapie).
  • Wichtige Arztbriefe und Entlassungsberichte der letzten Jahre.
  • Medikationsliste, falls dauerhaft Medikamente eingenommen werden.
  • Kurze Angaben zu Krankschreibungen, Reha, stationären Aufenthalten.

ICD-10-Diagnosen verstehen

Versicherer arbeiten häufig mit ICD-10-Codes. Viele Arztbriefe enthalten diese Codes bereits. Falls nicht, lassen sie sich zuordnen über die offizielle Diagnoseliste: ICD-10-GM beim BfArM (offizielle Klassifikation). Für die Risikovoranfrage reicht es meist, wenn wir Diagnose, ICD-Code, Zeitraum und aktuellen Status in einer kurzen Tabelle aufbereiten.

HIS — das Hinweis- und Informationssystem

Das HIS ist eine zentrale Datenbank der Versicherungswirtschaft (Sparte Leben/BU). Wird ein BU-Antrag mit Erschwernis angenommen oder abgelehnt, kann der Versicherer einen Eintrag vornehmen — ohne Gesundheitsdetails, aber mit dem Hinweis, dass keine Normalzeichnung erfolgte. Andere Versicherer können diesen Eintrag bei späteren Anträgen abfragen.

Außerdem müssen Sie im späteren Antrag wahrheitsgemäß angeben, ob ein früherer Antrag jemals abgelehnt wurde. Eine anonyme Risikovoranfrage schützt genau davor: Sie führt zu keinem Antragseintrag und erzeugt keine Angabepflicht.

Wichtig für die PKV: Das HIS gilt für die private Krankenversicherung nicht. PKV-Versicherer sind grundsätzlich nicht an das HIS angeschlossen. Die Risikovoranfrage schützt bei PKV-Anträgen vor allem davor, im späteren Antrag eine frühere Ablehnung angeben zu müssen.

Mehr Hintergrund: HIS beim GDV.

Rechner

05BMI und Risikoprüfung

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein typischer Parameter in der Risikoprüfung — insbesondere bei BU und PKV. Er ist kein alleiniger Entscheidungsfaktor, wird aber häufig als erster Indikator genutzt. Muskelmasse, Begleiterkrankungen, Laborwerte, Blutdruck oder Stoffwechselparameter können das Bild deutlich verändern. Ein erhöhter BMI führt nicht automatisch zu einer Ablehnung — er kann aber Rückfragen, Zuschläge oder Zusatzunterlagen auslösen.

Ihr BMI im Überblick

Berechnen Sie Ihren Wert und sehen Sie direkt, in welche Risiko-Spanne er fällt.

Ergebnis
Untergewicht
Normal
Übergewicht
Adipositas
< 18,5 18,5 – 24,9 25,0 – 29,9 ≥ 30,0
Klassifikation BMI Bedeutung für die Risikoprüfung
Untergewicht < 18,5 Kann auf Vorerkrankungen oder Mangelzustände hindeuten und zu Rückfragen führen.
Normalgewicht 18,5 – 24,9 Meist unkritisch, sofern keine weiteren Auffälligkeiten bestehen.
Übergewicht 25,0 – 29,9 Je nach Anbieter Nachfragen oder leichte Zuschläge möglich.
Adipositas Grad I–III ≥ 30,0 Erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen; Zuschläge, ärztliche Unterlagen oder Ablehnung möglich.
Quickcheck

06Vorab-Quickcheck mit Quickrisk

Für die Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es mit Quickrisk ein Tool, mit dem bestimmte Krankheitsbilder vorab grob eingeschätzt werden können. Es ersetzt weder eine individuelle Risikovoranfrage noch eine spätere Gesundheitsprüfung — gibt aber ein erstes Gefühl, ob Vorerkrankungen eher unkritisch oder sensibel sind. Für eine belastbare Einschätzung bleibt die strukturierte Voranfrage über mich der bessere Weg. Fachbegriffe rund um die BU-Prüfung erklärt das BU-Glossar.

Logik der Versicherer

07Wie Risikoprüfer „ticken" — und warum Unschärfe teuer ist

Risikoprüfer beim Versicherer arbeiten nicht „wohlwollend interpretierend", sondern regelbasiert. Ihr Job ist Risikoselektion und Kalkulation.

Prinzip Was das für Sie bedeutet
Nur Fakten, keine Interpretation Subjektive Einschätzungen wie „eigentlich harmlos" helfen dem Prüfer nicht — und können kontraproduktiv sein.
„Gelegentlich" ist wertlos Der Sachbearbeiter braucht Zahlen und Zeiträume. Vagheit wird konservativ ausgelegt — also zu Ihren Ungunsten.
Unklar = Rückfrage oder Worst-Case-Annahme Wer intern begründen muss, warum er ein Risiko akzeptiert hat, zeichnet im Zweifel mit Zuschlag, Ausschluss oder gar nicht.

Im BU-Formular steht es deshalb explizit: möglichst genau beantworten, Gesundheitshistorie bis zu 10 Jahre, Unterlagen beifügen.

Rechtlicher Hinweis — vorvertragliche Anzeigepflicht: Bei falschen oder fehlenden Angaben drohen je nach Verschuldensgrad Rücktritt, Kündigung, Vertragsanpassung oder Anfechtung (§§ 19 ff. VVG). Die Aktenlage bei Ihrem Arzt schlägt im Streitfall immer Ihre Erinnerung.

Methode

08So müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden

Wenn Sie irgendwo „Ja" angeben, reicht ein einfaches „Ja" nicht. Liefern Sie immer alle sechs Pflichtangaben. Eine ausführliche Anleitung mit Beispielen für häufige Diagnosegruppen finden Sie hier: Gesundheitsfragen bei BU und Krankenversicherung richtig ausfüllen.

Die 6 Pflichtangaben pro „Ja"-Punkt

  1. Was genau? Diagnose (am besten inkl. ICD-Code) oder Symptom
  2. Wann? Beginn und Ende (Monat/Jahr)
  3. Wie oft? Als konkrete Zahl (x/Woche, x/Monat, x/Jahr)
  4. Wie lange je Episode? (Stunden / Tage / Wochen)
  5. Welche Behandlung? Arzt/Fachrichtung, Maßnahmen, Medikation mit Dosierung
  6. Status heute: Beschwerdefrei seit (Datum) + Restbeschwerden ja/nein

Genau für diese Angaben ist die Notizen-Tabelle im BU-Formular gebaut („Wann, wie oft, wie lange? Behandlung/Medikation, beschwerdefrei seit") — und das Freitextfeld im PKV-Bogen.

Formulierung

09Wörter, die Sie vermeiden sollten

Bestimmte Formulierungen sind für Risikoprüfer schlicht unbrauchbar — sie erzwingen eine Rückfrage oder führen zur konservativen Einschätzung.

Unbrauchbar Besser (prüferfest)
gelegentlich„2× pro Quartal, je 1–2 Tage"
selten„1× pro Jahr"
regelmäßig„1× pro Woche" / „alle 2 Wochen"
manchmalZahl + Zeitraum angeben
häufigZahl + Zeitraum angeben
„Stress" / „verspannt"Konkrete Diagnose/ärztliche Einschätzung oder: „keine ärztliche Behandlung; Selbstmedikation: …"

Beispiel: Rückenschmerzen

Schlecht: „gelegentlich Rückenschmerzen"
Gut: „LWS-Schmerzepisoden seit 03/2022, ca. 3×/Jahr, je 2–3 Tage, kein Arbeitsausfall, keine Neurologie; Behandlung: 2× Physiotherapie 04/2022, Ibuprofen 400 mg an 2 Tagen/Episode; seit 11/2023 beschwerdefrei."

Daten

10Abfragezeiträume Berufsunfähigkeitsversicherung

Versicherer stellen Gesundheitsfragen nicht für denselben Zeitraum. Je nach Gesellschaft und Produktart unterscheiden sich die abgefragten Jahre teils erheblich. Nutzen Sie die Filter, um nur Versicherer mit kurzen Abfragezeiträumen anzuzeigen.

Risikohinweis: Die Daten basieren auf Antragsformularen, sorgfältig ausgewertet (Quelle: MORGEN & MORGEN GmbH). Eine Gewähr für jederzeitige Aktualität und Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Verbindlich ist immer der zum Antragszeitpunkt aktuelle Fragebogen des jeweiligen Versicherers.
Angezeigt: alle Gesellschaften
Gesellschaft Stationär / OP Krankheiten Medikamente Drogen Sucht Psychotherapie
Advigon1055555
Allianz103510105
Alte Leipziger1035535
AXA1055105
Baloise551555
Bayern Versicherung55555
BY die Bayerische105310105
Canada Life531553
Concordia oeco555555
Continentale555101010
CosmosDirekt55555
DBV1055105
Deutsche Ärztevers.10555105
Dialog555555
DLVAG105aktuell10105
ERGO Vorsorge105510105
Europa1055555
Generali Deutschland55255
Gothaer531553
Hannoversche Leben555555
Hanse Merkur555555
HDI10535105
Helvetia105510105
Inter1055101010
InterRisk10515105
Itzehoer105151010
KlinikRente Allianz103510105
KlinikRente Swiss Life1055555
LV 18711055555
LVM1055555
MetallRente Swiss Life1055555
Münchener Verein1052555
Nürnberger551555
R+V531105
R+V (Condor)5511010
Signal Iduna10515105
Standard Life105510105
Stuttgarter105510105
SV Leben1055555
Swiss Life1055555
uniVersa10555105
Volkswohl Bund10555105
VPV Lebensvers. AG105aktuell101010
Württembergische105210105
WWK5555510
Zurich Dt. Herold105101010
Keine Gesellschaft entspricht diesen Filterkriterien. Bitte lockern Sie die Filter.
Daten

11Abfragezeiträume private Krankenversicherung

Auch in der PKV variieren die abgefragten Zeiträume zwischen den Versicherern. Die Sonderwerte „∞" (unbegrenzt), „aktuell" und „k. A." bleiben bei der Filterung immer sichtbar, weil sie keine eindeutige Jahreszahl haben.

Datenstand: Die KV-Daten basieren teilweise auf einem älteren Stand und können veraltet sein. Für aktuelle Formulare bitte direkt den Versicherer oder mich kontaktieren.
Angezeigt: alle Gesellschaften
Gesellschaft Stationär / OP Krankheiten Medikamente Drogen Sucht Psychotherapie
Allianz533555
Alte Oldenburger53331010
ARAG531k. A.310
AXA53105
Barmenia53k. A.310
BBKK / UKV5333310
Generali1052555
Concordia533101010
Continentale533k. A.35
DBV53105
DKV53k. A.55
Gothaer53aktuell33
Hallesche5333310
Hanse Merkur535
Inter533k. A.310
LKH5335
LVM1033k. A.1010
Münchener Verein533355
Nürnberger533k. A.105
Ottonova533k. A.10
R+V531k. A.1010
SDK533101010
Signal533k. A.1010
UKV5333310
Universa53k. A.101010
Württembergische1052101010
Keine Gesellschaft entspricht diesen Filterkriterien. Bitte lockern Sie die Filter.
Unterlagen

12Downloads und Formulare

Bevorzugter Weg: der Online-Fragebogen

Der Online-Fragebogen führt Sie strukturiert durch alle nötigen Angaben — schneller, klarer, mit Plausibilitätsprüfung und automatischer Trennung in zwei PDFs (Stammdaten vertraulich, Gesundheitsteil pseudonymisiert).

Risikovoranfrage online vorbereiten
Vor dem Versand

13Checkliste: Bin ich startklar?

  • Gesundheitshistorie vollständig zusammengestellt (Arztberichte, Befunde, Medikation)
  • Diagnosen mit ICD-10-Codes und Zeiträumen versehen
  • Risikovoranfrageformular BU und/oder PKV vollständig ausgefüllt — online oder als PDF
  • Relevante Spezialfragebögen (Erkrankungen / Hobbys / Beruf) beigefügt
  • Angaben auf Konsistenz mit Arztakten geprüft
  • Maklervertrag unterschrieben
  • Alle Dokumente in einem Paket gebündelt
Aus der Praxis

14Typische Fehler und Missverständnisse

Die häufigsten Probleme bei der Risikovoranfrage sind nicht fehlende Unterlagen, sondern ungenaue oder widersprüchliche Angaben: vage Zeitangaben (siehe Abschnitt Wörter vermeiden), fehlende Behandlungsdetails oder Angaben, die nicht mit den Arztberichten übereinstimmen.

Ein weiterer klassischer Fehler ist es, die Risikovoranfrage direkt ohne Makler bei mehreren Gesellschaften einzureichen — und damit ungewollt eine Antragshistorie aufzubauen. Wie ein BU-Leistungsfall funktioniert, erklärt eine eigene Seite — die meisten Streitfälle beginnen mit unsauberen Angaben im Ursprungsantrag.

Fragen und Antworten

15Häufige Fragen

Kann ich die Risikovoranfrage selbst einreichen?

Theoretisch ja. Praktisch empfiehlt es sich, einen Makler einzuschalten — vor allem dann, wenn die Vorerkrankungssituation nicht trivial ist und die Steuerung der Anfragen auf passende Gesellschaften eine Rolle spielt.

Was passiert, wenn der Versicherer ablehnt?

Bei einer anonymen Risikovoranfrage passiert zunächst nichts — es gibt keinen Antragseintrag im HIS (bei BU) und keine Angabepflicht gegenüber anderen Versicherern. Wir prüfen dann, ob andere Gesellschaften bessere Konditionen bieten. Weiterführend: BU abgelehnt — was tun?

Wie lange dauert eine Risikovoranfrage?

In der Regel 1–4 Wochen, je nach Gesellschaft und Komplexität. Manche Versicherer geben innerhalb weniger Tage ein Votum ab, andere benötigen länger.

Online-Fragebogen oder PDF — was ist besser?

Beides führt zum gleichen Ergebnis. Der Online-Fragebogen ist meist schneller, hat eine Plausibilitätsprüfung und erzeugt automatisch zwei getrennte PDFs (Stammdaten und pseudonymisierter Gesundheitsteil). Die PDF-Variante bleibt verfügbar, wenn Sie lieber auf Papier arbeiten oder den Bogen mit dem Hausarzt durchgehen wollen.

Muss ich alle Diagnosen der letzten 10 Jahre angeben?

Das hängt vom Fragebogen des jeweiligen Versicherers ab — wie die Tabellen oben zeigen, variieren die Zeiträume teils erheblich. Im Zweifel gilt: lieber zu viel als zu wenig angeben.

Gilt die Risikovoranfrage auch für PKV-Zusatzversicherungen?

Ja, insbesondere bei stationären Zusatzversicherungen, Zahnzusatz oder Krankentagegeld lohnt sich eine Voranfrage, sobald relevante Diagnosen vorliegen.

Ist eine Risikovoranfrage wirklich anonym?

Ja, soweit es um die anfragenden Versicherer geht. Identifizierende Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, ggf. Beruf-Detailangaben, mit denen Sie identifizierbar wären) werden vor der Anfrage geschwärzt oder durch Platzhalter ersetzt. Die Versicherer erhalten nur die Risikoinformationen, die sie für eine Einschätzung benötigen — also Diagnosen, Behandlungen, Zeiträume, Hobbys, Beruf in allgemeiner Form.

In der BU-Sparte ist dies relevant, weil dort das HIS existiert: Eine anonyme Voranfrage erzeugt keinen Eintrag und keine Pflicht, sie später in einem Antrag anzugeben. In der PKV existiert das HIS nicht — die Anonymität verhindert dort, dass eine spätere Ablehnung im Antragsformular angegeben werden muss.

Was passiert mit meinen Gesundheitsdaten?

Bei der Online-Bearbeitung trennt das Tool Ihre Daten automatisch: Stammdaten (Name, Kontakt) gehen in ein vertrauliches PDF, das nur ich erhalte. Der Gesundheitsteil wird in ein zweites, pseudonymisiertes PDF gepackt — dieses wird für die Risikovoranfragen an die Versicherer verwendet. Bei der PDF-Variante sammle ich die Unterlagen selbst und pseudonymisiere vor dem Versand. In beiden Fällen werden Ihre Daten ausschließlich für die Voranfrage verwendet und nach Abschluss gemäß den datenschutzrechtlichen Vorgaben aufbewahrt.

Gibt es auch eine BU ohne Gesundheitsfragen?

Eine echte BU ohne Gesundheitsfragen gibt es in der Regel nicht. Es gibt aber Sonderaktionen mit verkürzten oder vereinfachten Fragen. Übersicht: BU ohne Gesundheitsfragen — Sonderaktionen.

Wie geht es weiter?

16Drei Wege ab hier

Tool

Direkt anfangen

Den Fragebogen online ausfüllen, zwei sauber strukturierte PDFs erzeugen, im Anschluss gemeinsam durchgehen.

Online-Fragebogen starten
Methodik

Gesundheitsfragen verstehen

Wie Sie ein „Ja" auf Gesundheitsfragen mit den 6 Pflichtangaben sauber dokumentieren — ausführlich mit Beispielen.

Methodik öffnen
Nach Ablehnung

Antrag wurde abgelehnt

Welche Alternativen es gibt, wenn ein Antrag oder eine Voranfrage bereits abgelehnt wurde — strukturiert nach Sparten.

Alternativen sehen
Vertiefung

Weiterführende Seiten nach Berufsgruppe

Meine Einschätzung

Was in der Praxis wirklich zählt

Jan Pohl, Versicherungsmakler Aachen

Eine Risikovoranfrage ist Risikosteuerung, kein Formularprozess.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Versicherer anzuschreiben — sondern den Fall so aufzubereiten, dass ein Risikoprüfer ihn nachvollziehbar bewerten kann. Gerade bei psychischen Diagnosen, Rückenbeschwerden, chronischen Erkrankungen oder laufender Medikation entscheidet die Qualität der Aufbereitung oft stärker als die Diagnose allein.

In der Praxis sehe ich immer wieder zwei Fehler: Entweder werden Voranfragen schnell und ungenau gestellt, was zu Rückfragen, Rückstellungen oder konservativen Voten führt. Oder es werden gleichzeitig zu viele Versicherer angeschrieben, sodass keine echte Steuerung mehr möglich ist. Beides lässt sich vermeiden — wenn man die Schritte oben in der richtigen Reihenfolge geht.

— Jan Pohl, Versicherungsmakler Aachen

Jan Pohl, Versicherungsmakler Aachen

Soll ich Ihre Unterlagen prüfen?

Sie haben den Fragebogen ausgefüllt oder die Unterlagen zusammengestellt und sind unsicher, ob alles vollständig und konsistent ist? Oder Sie möchten die Voranfragen gezielt bei passenden Gesellschaften platzieren? Für eine erste Einschätzung reicht oft eine kurze Zusammenfassung der relevanten Diagnosen.

Risikovoranfrage prüfen lassen