Altersvorsorge Schritt für Schritt
Reicht die Versorgung später — und wenn nicht: Was genau ist zu tun? Diese Beratungsstrecke führt von Auftrag und Lebensplanung über finanzielle Ausgangslage, bestehende Versorgung und Risikotragfähigkeit bis zum fairen Vergleich der Vorsorgewege und zur vorbereiteten Beratung. Zugeschnitten auf Angestellte und wissenschaftliche Mitarbeiter, Ärzte, Anwälte, Beamte, Studenten und Selbstständige — denn Versorgungssystem, Förderung und Handlungsspielraum unterscheiden sich grundlegend. Die Modellrechnung strukturiert die Entscheidung; sie ersetzt keine individuelle Empfehlung.
Die kurze Antwort: Altersvorsorge in fünf Prüfschritten
- Auftrag, Ziele und Lebensplanung klären — gewünschtes Rentenalter, Versorgungsziel, größere Vorhaben und die Rolle von Sicherheit, Flexibilität und Verfügbarkeit festhalten.
- Finanzielle Basis und bestehende Versorgung erfassen — Einkommen, Ausgaben, Liquidität, Vermögen, Verbindlichkeiten sowie gesetzliche Rente, Pension, Versorgungswerk, VBL, bAV und private Verträge zusammenführen.
- Versorgungslücke und Risikotragfähigkeit bestimmen — mit echten Unterlagen statt Pauschalformeln und unter Einbezug der Frage, welche Verluste oder langfristigen Bindungen finanziell tragbar sind.
- Vorsorgewege fair vergleichen — auf identischer Netto-Belastung und mit getrennten Annahmen zu Förderung, Kosten, Steuer, Sozialabgaben, Flexibilität und späterer Auszahlung. Die höchste Modellrente ist keine automatische Empfehlung.
- Erst danach Vertrag und Umsetzung prüfen — Rentenfaktor, Garantien, Kosten, Todesfallleistung, Anlagekonzept und Änderungsrechte gehören in die konkrete Vertragsprüfung.
Genau diese fünf Prüfschritte strukturiert diese Seite mit Ihnen — mit zentral gepflegten Rechenwerten (Stand 01.08.2026), transparent ausgewiesenen Modellannahmen und klarer Trennung zwischen Orientierung, Modellvergleich und persönlicher Beratung.
Schritt 1 · Ausgangslage und Versorgungssystem
Berufs- und Erwerbsstatus bestimmen, aus welchem Pflicht- oder Versorgungssystem bereits Ansprüche entstehen. Diese Weiche ist nur der Start: Lebensziele, freie Liquidität, Risikotragfähigkeit und bestehende Verträge werden anschließend getrennt betrachtet.
Schritt 2 · Ihre Zahlen
Wird aus Ihrem Brutto geschätzt (mit Beitragsgrenzen und Soli) — Sie können den echten Wert eintragen.
Für die zvE-Schätzung wird bewusst kein PKV-Pauschalwert verwendet.
Vorbelegt aus heute. Die Pflichtversicherung (KVdR) hängt u. a. an der 9/10-Vorversicherungszeit — freiwillig Versicherte zahlen den vollen Beitrag auf die Rente. Im Zweifel klärt das das Gespräch.
Läuft in der Rente weiter und drückt Ihr verfügbares Einkommen — grober Anhalt: heutiger Beitrag.
Leer lassen = 80 % Ihres heutigen Nettos (üblicher Richtwert). Sie können jeden Betrag eintragen.
Ihre Renteninformation zur Hand?
Alles, was im Alter zusätzlich sicher kommt: private Rentenversicherungen, Betriebsrenten/bAV, VBL-Zusatzversorgung (öffentlicher Dienst) — Summe der erwarteten Netto-Monatsrenten.
Beratungscheck vor dem Produktvergleich
Die Modellrechnung beantwortet nur einen Teil der Entscheidung. Vor einer konkreten Empfehlung werden zusätzlich diese Punkte geklärt:
- Freie Liquidität: laufende Einnahmen und Ausgaben, ausreichende Reserve sowie realistisch dauerhaft tragbarer Sparbetrag.
- Vermögen und Verbindlichkeiten: vorhandene Anlagen, Immobilien, Kredite und geplante Tilgungen mit ihrem jeweiligen Zeithorizont.
- Lebensplanung: zum Beispiel Selbstständigkeit, Sabbatical, Auslandsphase, Familie, Immobilienkauf, größere Anschaffungen oder ein abweichendes Rentenalter.
- Risikotragfähigkeit: welche Verluste, Schwankungen und langfristigen Bindungen finanziell verkraftbar sind und ob existenzielle Einkommensrisiken die Sparfähigkeit gefährden.
- Kenntnisse und Risikobereitschaft: Erfahrung mit Kapitalanlagen und Versicherungsprodukten sowie die persönliche Bereitschaft, Wertschwankungen auszuhalten.
Diese Punkte werden hier bewusst nicht zu einem automatischen Score verdichtet. Sie gehören in die dokumentierte Auftrags-, Bedarfs- und Geeignetheitsklärung.
Ihre Versorgungslücke im Ruhestand
monatlich, in heutiger Kaufkraft · Basis: Schätzung
So schließen Sie die Lücke
Rechenweg & Annahmen (bitte lesen)
Rechenannahmen: Die inflationsbereinigte Sparrate und der Kapitalbedarf werden nur angezeigt, wenn die dafür benötigten zentralen Modellannahmen fachlich freigegeben sind. Fehlt die Freigabe, bleiben diese Felder bewusst „—“; es wird kein lokaler Ersatzwert eingesetzt. Modellrechnungen sind keine Garantie und echte Produktkosten, Steuern und Wertentwicklungen können abweichen.
Was Warten kostet
Nicht der Betrag entscheidet über das Ergebnis, sondern die Jahre, die er arbeitet. Genau deshalb kostet Warten mehr als Sparen.
Vorbelegt mit Ihrer errechneten Sparrate, sobald das Ergebnis oben steht. Modell: 6 % p. a. Rendite, bis Alter 67.
Modellwerte zur Illustration — Rendite nicht garantiert; Kosten, Steuer und Inflation verändern das Ergebnis.
Schritt 3 · Welche Vorsorgewege müssen strukturell geprüft werden?
Übernimmt Ihre Angaben aus Schritt 1 und 2 automatisch. Die Ausgabe ist bewusst keine Rangliste und keine Produktempfehlung: Sie zeigt Zugänglichkeit, Förder- und Steuermechanik sowie Punkte, die im nächsten Vergleich geprüft werden müssen.
Ihre Angaben
Aus Schritt 1 übernommen, wenn vorhanden — Ihre Zahl aus der Lückenrechnung.
Grobe Schätzung fürs Splitting — Steuerklasse, eigene Vorsorge und KV des Partners klärt das Gespräch.
Kein Pauschalwert: erforderlich für Steuer- und Fördervergleich bei PKV.
Ihre strukturell zu prüfenden Vorsorgewege
Für Sie nicht zugänglich
Schritt 4 · Der faire Vergleich: 5 Wege, gleiche Netto-Belastung
Alle fünf Wege werden mit identischen Annahmen gerechnet — gleicher Netto-Einsatz, gleiche Laufzeit, gleiche Wertentwicklung. Der Rechner sucht für jeden geförderten Weg den Brutto-Beitrag, der Sie nach Förderung exakt gleich viel kostet. Nur so ist der Vergleich fair. Hinweis zur Lesart: Dieser Vergleich rechnet mit konstanten Beiträgen ohne Inflation (nominal) — die Sparrate aus Schritt 2 ist dagegen inflationsbereinigt. Und: Die höchste Modell-Rente ist keine Empfehlung — Garantien, Flexibilität und Hinterbliebenenschutz stecken nicht in der einen Zahl.
Vorbelegt mit Ihrer Sparrate aus Schritt 2.
Aus Schritt 2 übernommen — Basis für die Steuer im Ruhestand.
Modellannahmen anpassen (Rendite, Kosten, Arbeitgeber-Zuschuss)
Bitte den tatsächlich zugesagten Zuschuss eintragen. Eine gesetzliche Zuschusspflicht kann auf die durch die konkrete Entgeltumwandlung tatsächlich eingesparten Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers begrenzt sein. Deshalb wird hier kein pauschaler gesetzlicher Zuschuss als wirtschaftlicher Break-even unterstellt.
Kosten sind Modellannahmen zum Anpassen — echte Effektivkosten stehen im jeweiligen Produktinformationsblatt. Im Altersvorsorgedepot-Standarddepot gilt künftig ein Kostendeckel von 1,0 %.
Schritt 5 · Beratung vorbereiten und nächsten Schritt wählen
Aus den bisherigen Schritten wird ein vorbereiteter Beratungsauftrag. Sie können einen bereits bevorzugten Vorsorgeweg nennen oder die Auswahl bewusst offenlassen. Erst nach Prüfung von Bedarf, Risikotragfähigkeit, Produkthülle und konkreter Vertrags- beziehungsweise Anlagequalität entsteht eine individuelle Empfehlung oder ein Angebot.
Ihre Wunsch-Eckdaten
Fließt in Ihr Angebot ein — die Modellrechnung oben rechnet ohne Dynamik.
Ihre Kontaktdaten
Anfrage fertigstellen
Empfohlener Weg: 1. Als PDF speichern → 2. über die sichere Upload-Seite senden. Die E-Mail-Variante klappt je nach Gerät nicht immer zuverlässig.
Lieber direkt sprechen? Termin über die Kontaktseite buchen — Ihre PDF können Sie zum Gespräch mitbringen.
Meine Einschätzung als Makler
Dieser Rechner legt die Grundlage — mehr soll er auch gar nicht. Er zeigt Ihnen, wie groß Ihre Lücke wirklich ist und welche Schicht bei Ihnen vorn liegt. Alles Weitere klären wir in einer ausführlichen Beratung: Ihre konkrete Situation, die Sonderfälle, die Details der Förderung. Genau dafür ist dieser Test da — Sie kommen vorbereitet ins Gespräch, statt bei null anzufangen.
Und das ist mir besonders wichtig: Altersvorsorge ist nie ein einzelnes Produkt. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Bausteine — ein Teil kann ein Sparplan sein, ein Teil ein spezielles Altersvorsorgeprodukt, ein Teil die eigene Immobilie oder eine andere Investition. Erst die Summe der Vermögenswerte, die Sie bis zum Ruhestand aufbauen, ergibt Ihre Altersvorsorge. Diese Seite rechnet einen wichtigen Ausschnitt davon — das vollständige Bild entsteht in der Beratung.
Drei Dinge sind vor einer Produktentscheidung zentral: Erstens — echte Unterlagen wie Renteninformation, Versorgungsauskunft oder Versorgungswerk-Mitteilung sind belastbarer als jede Schätzung. Zweitens — die höchste Modell-Rente ist nicht automatisch die richtige Wahl: Garantien, Flexibilität, Hinterbliebenenschutz und Liquidität stecken nicht in einer einzigen Zahl. Drittens — die finanzielle Risikotragfähigkeit muss stimmen. Wenn existenzielle Einkommensrisiken die Sparfähigkeit gefährden, gehören sie in die Gesamtplanung. Dafür gibt es die Schwester-Strecke zur Berufsunfähigkeit.
Die Sparrate muss zur gesamten finanziellen Situation passen. Altersvorsorge darf nicht dadurch "optimiert" werden, dass Liquiditätsreserve, laufende Verpflichtungen oder die Tragfähigkeit von Risiken aus dem Blick geraten. Deshalb ist ein höherer Vorsorgebeitrag nicht automatisch besser; entscheidend ist eine robuste Strategie, die auch bei Veränderungen im Leben durchgehalten werden kann.
Zum Vertiefen: die passenden Seiten
Vertiefen Sie genau das, was für Sie zählt — jede Seite beantwortet eine konkrete Frage aus Ihrer Rechnung.
Renteninformation verstehen Versorgungswerk-Mitteilung verstehen Versorgungsauskunft für Beamte verstehen Digitale Rentenübersicht
Basisrente (Rürup) Betriebliche Altersvorsorge Altersvorsorgedepot ab 2027 Private Rentenversicherung ETF oder Fondspolice? Rentenversicherung-Bedingungen: Vertragsqualität systematisch prüfen Beitragsgarantie: 0, 50, 80 oder 100 %? Indexpolice: Cap und Partizipation verstehen Rentenfaktor und Änderungsrechte Todesfall und Rentengarantiezeit Alle fünf Wege netto im Vergleich
Altersvorsorge für Ärzte Altersvorsorge für Anwälte Altersvorsorge für Beamte Wissenschaftliche Mitarbeiter (RWTH-Beispiel) Berufseinsteiger Die Schichten-Strategie im Überblick
Welche BU passt zu mir? — die BU-Strecke
Lieber direkt besprechen?
Sie müssen die Strecke nicht allein durchgehen. Bringen Sie vorhandene Renten-, Versorgungs- und Vertragsunterlagen mit — im Gespräch klären wir Ziele, Versorgungslücke, Risikotragfähigkeit, geeignete Vorsorgewege und die konkrete Umsetzung gemeinsam.
Häufige Fragen zur Strecke
Wie gehe ich meine Altersvorsorge Schritt für Schritt an?
In fünf Prüfschritten: Zuerst Auftrag, Ziele und Lebensplanung klären. Danach finanzielle Ausgangslage und bestehende Versorgung erfassen, Versorgungslücke und Risikotragfähigkeit bestimmen, relevante Vorsorgewege bei identischer Netto-Belastung vergleichen und erst anschließend konkrete Verträge, Anlagen und die Umsetzung prüfen.
Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?
Nein. Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser; die Eingaben liegen nur in der aktuellen Browser-Sitzung und werden beim Schließen verworfen. Erst wenn Sie am Ende selbst das PDF hochladen oder die E-Mail absenden, verlassen Daten Ihr Gerät.
Warum soll ich den Wert aus meiner Renteninformation eintragen statt schätzen zu lassen?
Die Schätzung setzt Ihr heutiges Einkommen als Lebensdurchschnitt an — bei typischen Karriereverläufen überschätzt das die gesetzliche Rente, und die Lücke wirkt kleiner als sie ist. Der Wert aus der Renteninformation (Zeile „Regelaltersrente") ist die maßgebliche Zahl; für Kammerberufe gilt die Mitteilung des Versorgungswerks, für Beamte die Versorgungsauskunft.
Welche Schicht der Altersvorsorge ist die richtige für mich?
Es gibt keine seriöse Ein-Faktor-Antwort. Berufsstatus und Zugang, Steuer- und Sozialabgabenwirkung, Arbeitgeberzuschuss, bestehende Versorgung, Liquidität, Anlagehorizont, Risikotragfähigkeit sowie die spätere Auszahlung müssen zusammen betrachtet werden. Schritt 3 zeigt deshalb keine Produkt-Rangliste mehr, sondern die strukturell relevanten Vorsorgewege und die jeweils offenen Prüffragen.
Ist der Weg mit der höchsten Netto-Rente im Vergleich automatisch der beste?
Nein. Der Vergleich zeigt, was bei gleicher Netto-Belastung im Modell hinten herauskommt — aber Garantien, Flexibilität, Hinterbliebenen-Schutz und Ihre Liquidität stecken nicht in dieser einen Zahl. Deshalb wählt die Seite bewusst nichts für Sie vor; die Wahl treffen Sie, und im Angebot wird sie fachlich geprüft.
Kann ich das Altersvorsorgedepot schon abschließen?
Noch nicht als aktuelles Abschlussprodukt: Die Reform ist seit Ende Mai 2026 in Kraft, die neuen Altersvorsorgeprodukte können ab dem 01.01.2027 angeboten werden. Bis dahin kann die Strecke den Weg nur als künftige Option einordnen; konkrete Anbieter- oder Tarifempfehlungen sind erst mit verfügbaren Produkten sinnvoll.
Welche Beratung folgt auf die Modellrechnung?
Die Strecke bereitet die Auftrags- und Bedarfsklärung vor. In der anschließenden Beratung werden je nach gewähltem Weg Beratungsumfang, Vergütungs- und Produktkosten, Geeignetheit, konkrete Vertrags- oder Anlagebedingungen und die erforderliche Dokumentation transparent geklärt. Die Modellrechnung selbst ist weder Angebot noch Produktempfehlung.