Risikoklassen in Altersvorsorgeverträgen
Wie Sie den Risikofragebogen richtig ausfüllen – und welche Konsequenzen Ihre Antworten haben.
Zielgruppe: Akademiker (MINT, Medizin, Beamte) – fachlich sauber, aber so erklärt, dass man es als Laie versteht.
In 60 Sekunden: Das Wichtigste
In der Altersvorsorge geht es nicht nur darum, was Sie besparen, sondern auch darum, wie viel Schwankung Sie realistisch aushalten können – finanziell und psychologisch. Genau dafür gibt es die Risikoklasse. Sie ist das Ergebnis eines Fragebogens (Scoring) und entscheidet mit darüber, welche Produkte Ihnen empfohlen werden dürfen.
Entscheidend: Ihre Antworten wirken wie ein Filter. Wer z. B. angibt, bei Verlusten sofort zu kündigen, wird nachvollziehbar konservativer eingestuft – und dann sind hohe Aktienquoten regulatorisch kaum begründbar. Wer hingegen einen langen Anlagehorizont hat, ausreichend Liquiditätsreserve und Schwankungen aushält, kann stärker auf Renditechancen setzen.
Einordnung: Wo Sie thematisch gerade stehen könnten
Wenn Sie sich gerade grundsätzlich mit Ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen, finden Sie hier passende Vertiefungen: Altersvorsorge in Aachen, speziell für Mediziner Altersvorsorge für Oberärzte, sowie die Besonderheiten bei Versorgung/Beamtenstatus Altersvorsorge für Beamte. Wer das Thema „Wie groß ist meine Lücke eigentlich?“ zuerst rechnen will, startet sinnvoll beim Rentenlückenrechner für Akademiker.
1. Was ist eine Risikoklasse – und was ist sie nicht?
Eine Risikoklasse ist eine praktische Einordnung, die helfen soll, die passende Produktwelt zu finden. Sie ist kein mathematisches Risikomaß wie die Volatilität (typische Schwankungsbreite) oder Value at Risk (Verlustschwelle in Szenarien). Stattdessen fasst die Risikoklasse mehrere Aspekte zusammen: Ihre Ziele, Ihren Zeithorizont, Ihr Wissen/Erfahrung und – ganz wichtig – Ihre Fähigkeit, Schwankungen auszuhalten.
In der Praxis arbeiten viele Beratungsstrecken mit fünf Stufen. Die Begriffe können je nach Anbieter leicht variieren, die Logik bleibt aber ähnlich:
| Klasse | Typische Ausrichtung | Was das in Alltagssprache heißt |
|---|---|---|
| 1 | Sicherheitsorientiert | „Ich will primär Stabilität und will Verluste möglichst vermeiden.“ |
| 2 | Konservativ | „Ich akzeptiere kleinere Schwankungen, aber keine großen Ausschläge.“ |
| 3 | Ausgewogen | „Ich will Renditechancen, aber nicht um jeden Preis.“ |
| 4 | Wachstumsorientiert | „Ich kann Schwankungen aushalten, weil ich langfristig plane.“ |
| 5 | Chancenorientiert | „Ich setze klar auf Rendite, akzeptiere dafür auch deutliche Zwischenverluste.“ |
Wichtig für analytische Leser: Die Risikoklasse ist das Ergebnis eines Scorings. Das Scoring wird zwar numerisch berechnet, ist aber ordinal zu verstehen: Es ist eine Rangfolge. Klasse 4 ist nicht „doppelt so riskant“ wie Klasse 2.
2. Warum ist der Fragebogen gesetzlich vorgeschrieben?
Viele Kunden denken: „Das ist doch nur Papier für die Akte.“ Tatsächlich hat der Fragebogen einen klaren Zweck: Er ist Teil der Geeignetheitsprüfung – also der Frage, ob ein Produkt zu Ihnen passt.
Die maßgeblichen Pflichten ergeben sich aus der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) und aus dem deutschen Versicherungsvertragsgesetz (VVG), insbesondere den Beratungs- und Dokumentationspflichten (in der Praxis häufig im Zusammenhang mit §§ 6, 7 und 61 VVG genannt). Bei kapitalmarktnahen bzw. wertpapierähnlichen Konstellationen spielt außerdem die Logik der MiFID-Regelwerke eine Rolle.
Sobald eine persönliche Empfehlung ausgesprochen wird, muss geprüft werden, ob das Produkt zu (1) Ihren Zielen, (2) Ihrer finanziellen Situation und (3) Ihrer Risikoneigung passt. Das ist die Geeignetheitsprüfung. Die Angemessenheitsprüfung ist davon zu unterscheiden: Sie zielt primär darauf ab, ob ein Kunde die Risiken versteht – typischerweise relevant, wenn keine echte persönliche Empfehlung erfolgt.
Externe, „amtliche“ Orientierung (Auswahl)
Diese Links dienen der Einordnung (keine Rechtsberatung):
- BaFin – Aufsicht über Versicherer/Finanzmarkt, Verbraucherinformationen.
- Gesetze im Internet (BMJ) – offizieller Zugang zu Gesetzestexten (z. B. VVG).
- GDV – Branchenverband, Hintergrundinformationen zu Produkten/Markt.
- Verbraucherzentrale – verständliche Verbraucherinfos, Einordnung typischer Produktfragen.
3. Wie Ihre Antworten die Produktauswahl beeinflussen
Der entscheidende Punkt: Ihre Antworten sind nicht „neutral“. Sie bestimmen, welche Produktklassen plausibel sind. In einer sauberen Beratung wird nicht „nach Bauchgefühl“ verkauft, sondern die Empfehlung muss zu Ihren Angaben passen. Deshalb lohnt es sich, typische Fragearten zu verstehen.
Beispiel 1: Verlusttoleranz – was passiert bei 20 % Minus?
Eine klassische Frage lautet sinngemäß: „Wie reagieren Sie, wenn Ihr Vertrag zwischenzeitlich 20 % im Minus steht?“ Das ist keine Fangfrage, sondern eine Stresstest-Annäherung an die Realität. Kapitalmärkte schwanken – die Frage ist, was Sie in der Situation tun.
Wenn Sie ankreuzen: „Ich würde sofort kündigen“, dann ist es logisch, dass Sie eher konservativ eingestuft werden. Denn eine Kündigung im Tief realisiert Verluste. Damit wären Produkte mit hoher Aktienquote nur schwer zu rechtfertigen. Wenn Sie hingegen angeben: „Ich akzeptiere Schwankungen und halte langfristig“, öffnen Sie die Tür zu chancenorientierteren Lösungen.
Beispiel 2: Anlagehorizont – warum Zeit hier ein Risikopuffer ist
Ein 30-jähriger Ingenieur mit 35 Jahren bis zur Rente hat einen anderen „Risikopuffer“ als jemand mit 8 Jahren bis zum Ruhestand. Je länger der Horizont, desto eher können sich Markteinbrüche statistisch ausgleichen. Je kürzer der Horizont, desto stärker wirkt das sogenannte Sequenzrisiko (siehe Punkt 7) – also die Gefahr, dass ein Börsenrückgang kurz vor Rentenbeginn überproportional schadet.
Beispiel 3: Erfahrung – „Ich kenne mich aus“ hat Folgen
Viele Bögen fragen nach Erfahrung mit Aktien/Fonds/ETFs. Wenn Sie „keine Erfahrung“ angeben, werden Sie häufig konservativer eingestuft. Das ist nicht „Bevormundung“, sondern eine Schutzlogik: Wer Produkte nicht versteht, trifft eher Fehlentscheidungen in Stressphasen. Wenn Sie Erfahrung haben, dürfen Sie das angeben – aber bitte realistisch: „ETF-Sparplan seit 8 Jahren“ ist etwas anderes als „einmal Aktien gekauft“.
4. Risikofähigkeit vs. Risikobereitschaft – das wird oft verwechselt
Ein zentraler Satz in der Beratung lautet: „Ich halte Schwankungen aus“ ≠ „Ich kann sie mir leisten“. Risikobereitschaft ist psychologisch (wie fühlt es sich an?). Risikofähigkeit ist wirtschaftlich (was passiert, wenn es schlecht läuft?).
Risikofähigkeit hängt typischerweise ab von Einkommenssicherheit, Vermögensstruktur, Verpflichtungen (z. B. Immobilienfinanzierung, Unterhalt, private Schulgebühren), und Liquiditätsreserven. Ein verbeamteter Professor oder Beamter mit sehr stabiler Versorgung hat oft eine andere Risikofähigkeit als ein selbständiger Ingenieur, der Umsatzschwankungen trägt – auch wenn beide „mutig“ ankreuzen würden.
Praxis-Tipp
Wenn Sie parallel eine klare Rentenlücke berechnen möchten, nutzen Sie zuerst den Rentenlückenrechner für Akademiker. Das hilft, Ziel und Risiko sauber zu trennen: Erst „Wie groß ist die Lücke?“, dann „Wie viel Schwankung ist dafür sinnvoll?“
5. Welche Altersvorsorgeprodukte passen zu welcher Risikoklasse?
In der Praxis wird häufig eine grobe Produktorientierung je Risikoklasse vorgenommen. Das ist kein starres Gesetz, sondern eine nachvollziehbare Arbeitshypothese: Je höher die Risikoklasse, desto höher sind typischerweise Aktienquote, Schwankung (Volatilität) und Renditechance. Je niedriger, desto stärker stehen Garantien, Stabilität und planbare Werte im Vordergrund.
| Risikoklasse | Typ | Typische Aktienquote (Orientierung) | Beispiel (vereinfacht) | Typische Konsequenz im Fragebogen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Sicherheitsorientiert | 0–10 % | Klassische Rentenversicherung mit Garantien / sehr defensives Sicherungskonzept | Verlusttoleranz gering, kurzer Horizont oder starke Sicherheitspräferenz |
| 2 | Konservativ | 10–30 % | Defensive Mischfondsstruktur / sehr begrenzte Aktienkomponente | Schwankungen werden akzeptiert, aber nur in kleiner Dosis |
| 3 | Ausgewogen | 30–50 % | Fondsgebundene Rentenversicherung mit Mix aus Aktien-/Rentenfonds/ETFs | Langfristiges Ziel, moderate Schwankungsbereitschaft |
| 4 | Wachstumsorientiert | 50–70 % | Hoher Aktien-/ETF-Anteil, geringere Sicherheitsbausteine | Schwankungen werden bewusst als Preis für Renditechance akzeptiert |
| 5 | Chancenorientiert | >70 % | ETF-basiertes Aktienportfolio (ggf. mit Rebalancing), minimale Garantien | Sehr langer Horizont und hohe Verlusttoleranz (psychologisch und wirtschaftlich) |
Hinweis: Die Bandbreiten sind indikativ (Orientierung) und keine starre Produktdefinition. Entscheidend sind konkrete Vertragslogik, Kosten, Sicherungsmechanismen, und die Frage, ob das Produkt zu Ihrem Plan und Ihrer Risikofähigkeit passt.
Hinweis zu Chancen-Risiko-Klassen (CRK) bei zertifizierten Produkten
Bei bestimmten zertifizierten Altersvorsorgeprodukten (z. B. Riester-Verträgen) gibt es zusätzlich offizielle Chancen-Risiko-Klassen (CRK 1–5). Diese sind produktseitig und basieren auf standardisierten Szenario-Rechnungen. Sie sind nicht identisch mit Ihrer individuellen Risikoklasse aus dem Fragebogen. Vereinfacht: CRK beschreibt das Produkt, die Risikoklasse aus dem Fragebogen beschreibt Sie als Anleger.
Externe Quelle zu CRK
6. Typische Fehler beim Ausfüllen – und wie Sie sie vermeiden
Aus der Praxis sind es selten „komplizierte“ Fehler – sondern psychologische und organisatorische Klassiker. Gerade Akademiker wollen oft „korrekt“ antworten und kreuzen dann an, was vernünftig klingt, nicht was sie im Ernstfall tun würden. Das rächt sich später, weil die Produktauswahl nicht zu Ihnen passt.
Fehler 1: Antworten „so, wie es besser klingt“
Wenn Sie etwa angeben, Kursverluste seien Ihnen egal, Sie aber in der Vergangenheit bereits bei -10 % nervös wurden, ist die Einstufung am Ende zu aggressiv. Besser ist eine ehrliche Selbsteinschätzung. Die richtige Risikoklasse ist die, die Sie durchhalten.
Fehler 2: Anlagehorizont zu kurz angesetzt
Altersvorsorge ist in der Regel ein Langfrist-Thema. Wer im Fragebogen einen „kurzen“ Horizont angibt, wird automatisch konservativer eingeordnet. Wenn Sie tatsächlich langfristig sparen, sollte der Horizont auch so angegeben werden – realistisch und nachvollziehbar.
Fehler 3: Verlusttoleranz unterschätzt
Viele unterschätzen, wie sich ein Depot oder Vertrag in Krisen anfühlt. -20 % klingt theoretisch, ist praktisch aber emotional relevant. Der Fragebogen will genau diese Reaktion abbilden. Wenn Sie wissen: „Bei -20 % schlafe ich schlecht“, gehört das in die Antworten.
Fehler 4: Erfahrung überschätzt
„Ich habe schon ETFs gehört“ ist keine Erfahrung. Erfahrung heißt: über Jahre investiert, Schwankungen erlebt, Strategie beibehalten. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil er beeinflusst, welche Produkte als passend gelten.
Eine falsche Einstufung kann zwei negative Effekte haben: Entweder wird ein Produkt regulatorisch nicht empfehlbar, obwohl es fachlich sinnvoll wäre, oder es wird ein zu riskantes Produkt gewählt, das in der Krise abgebrochen wird. Beides ist vermeidbar, wenn der Fragebogen realistisch beantwortet wird.
7. Fachbegriffe verständlich: Volatilität, Sequenzrisiko, Inflations- und Langlebigkeitsrisiko
In der Altersvorsorge tauchen häufig Fachbegriffe auf, die in der Beratung schnell gesagt sind – aber im Alltag nicht selbstverständlich sind. Gerade wenn Sie als Akademiker analytisch denken, hilft es, diese Begriffe sauber zu verstehen. Hier die wichtigsten, kurz und praxisnah erklärt.
Volatilität – „Wie stark schwankt das?“
Volatilität beschreibt vereinfacht die typische Schwankungsbreite eines Investments. Hohe Volatilität heißt: Die Wertentwicklung kann in einzelnen Jahren stark nach oben und stark nach unten abweichen. Ein hoher Aktienanteil führt in der Regel zu höherer Volatilität als ein Renten-/Anleihenanteil.
Beispiel: Wenn Ihr Vertrag in einem Jahr +18 % machen kann, aber im nächsten Jahr -15 %, dann ist das ein Hinweis auf höhere Volatilität. Das ist nicht automatisch „schlecht“, aber es erfordert, dass Sie solche Phasen aushalten und nicht im Tief abbrechen.
Sequenzrisiko – „Wann ein Verlust passiert, ist entscheidend“
Das Sequenzrisiko ist besonders wichtig kurz vor Rentenbeginn oder in der Entnahmephase. Es beschreibt, dass Verluste zu unterschiedlichen Zeitpunkten sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Ein Verlust früh in der Laufzeit kann sich später oft wieder ausgleichen. Ein Verlust kurz vor Rentenbeginn kann dagegen dauerhaft schaden, weil weniger Zeit bleibt, ihn aufzuholen.
Beispiel: Zwei Personen haben beide 200.000 € angespart. Person A erlebt den Börsenrückgang 25 Jahre vor Rentenbeginn, Person B 2 Jahre vor Rentenbeginn. Bei B kann die Planung massiv kippen, weil die Erholung ggf. nicht mehr rechtzeitig kommt. Deshalb werden bei kürzerem Horizont häufiger defensivere Strukturen oder Umschichtungslogiken verwendet.
Inflationsrisiko – „Ihre Kaufkraft schrumpft im Stillen“
Inflation bedeutet, dass Geld über Zeit an Kaufkraft verliert. In der Altersvorsorge ist das kritisch: Wer nur auf nominale Garantien setzt, kann real (kaufkraftbereinigt) verlieren.
Beispiel: Bei 2 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft grob in rund 35 Jahren. Eine „sichere“ Lösung ohne Rendite kann damit langfristig zu wenig reale Versorgung liefern – auch wenn sie auf dem Papier stabil wirkt.
Langlebigkeitsrisiko – „Sie leben länger als geplant“
Das Langlebigkeitsrisiko ist die Gefahr, dass Ihr Kapital länger reichen muss als angenommen. Das betrifft vor allem Strategien, die mit einem festen Kapitalstock arbeiten (z. B. Entnahmepläne). Je nach Produkt kann dieses Risiko teilweise über lebenslange Rentenfaktoren/Leibrentenlogik abgefedert werden.
Beispiel: Wenn Sie planen, Kapital bis 85 zu verbrauchen, aber 95 werden, entstehen zehn Jahre „Finanzierungslücke“. Deshalb sollte Ihre Strategie immer auch diese Lebensdauer-Ungewissheit berücksichtigen.
Diese Risiken erklären auch, warum Risikoklassen mehr sind als „mutig oder vorsichtig“. Es geht um die Kombination aus Horizont, Verhalten in Krisen, und den realen Lebensrisiken (Inflation, Lebensdauer, Karriereverlauf). Genau das will der Fragebogen abbilden.
8. FAQ – Häufige Fragen zur Risikoklasse
Kann ich meine Risikoklasse später ändern?
Ja. Wenn sich Lebenssituation, Vermögen, Familienplanung oder Ihr Anlageverständnis verändern, kann eine neue Geeignetheitsprüfung sinnvoll sein. Typische Anlässe: Immobilienkauf, deutliche Gehaltssteigerung, Familienzuwachs, Wechsel in die Selbständigkeit, Annäherung an die Rente.
Was passiert, wenn ich „zu hoch“ ankreuze?
Dann können chancenorientierte Produkte empfohlen werden, die stärkere Schwankungen und Zwischenverluste haben. Wenn Sie diese Schwankungen in der Realität nicht aushalten, steigt das Risiko, dass Sie in ungünstigen Phasen abbrechen – das ist häufig der teuerste Fehler. Deshalb gilt: lieber realistisch als „optimistisch“ ankreuzen.
Sind Chancen-Risiko-Klassen (CRK) und meine Risikoklasse identisch?
Nein. Die CRK beschreibt das Produkt (produktseitig, standardisierte Szenarien). Ihre Risikoklasse beschreibt Sie als Anleger (kundenseitig, Geeignetheit). Beides kann zusammen betrachtet werden, ist aber nicht dasselbe.
Ich bin Akademiker, aber Kapitalmarkt-Laie – was sollte ich im Fragebogen angeben?
Geben Sie Wissen und Erfahrung so an, wie sie tatsächlich sind. Akademischer Hintergrund ersetzt keine Markterfahrung. Wenn Sie erst seit kurzer Zeit investieren oder noch keine Krisenphase durchlebt haben, ist das kein Nachteil – es steuert nur die Empfehlung in eine Form, die Sie voraussichtlich durchhalten.
Wenn Sie den Bogen ausfüllen: So bekommen Sie schnell Klarheit
Wenn Sie möchten, können Sie den Fragebogen vor dem Abschluss kurz mit mir abgleichen – nicht „um höher eingestuft zu werden“, sondern um sicherzustellen, dass Ihre Angaben realistisch sind und die spätere Lösung auch in Stressphasen tragfähig bleibt. Besonders hilfreich ist das, wenn Sie parallel eine Rentenlücke ermitteln oder spezielle Versorgungslogiken haben (Beamte/Ärzte/Universität).
Passende Einstiegsseiten: Altersvorsorge Aachen · Altersvorsorge für Oberärzte · Altersvorsorge für Beamte · Rentenlückenrechner für Akademiker
Weiterführende externe Quellen (Behörden/Verbände/Verbraucherschutz)
Für Ihre eigene Einordnung – bewusst seriös und „nicht marketinggetrieben“:
- BaFin – Finanzaufsicht, Verbraucherinformationen.
- Gesetze im Internet (BMJ) – offizielle Gesetzestexte (z. B. VVG).
- PIA: Chancen-Risiko-Klassen (CRK) – Produktklassifizierung für zertifizierte Produkte.
- GDV – Verband der Versicherer, Markt- und Produkt-Hintergründe.
- Verbraucherzentrale – neutrale Einordnung typischer Vorsorgethemen.
- Deutsche Rentenversicherung – Grundlagen zur gesetzlichen Rente und Renteninformationen.