Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung und Krankenversicherung

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung & Krankenversicherung – Versicherungsmakler Aachen

In 60 Sekunden: Was du wirklich brauchst

  • Entscheidung steht: Du willst BU oder PKV abschließen, bist aber unsicher wegen Arztakten, Diagnosen oder riskanter Hobbys.
  • Ziel: Erst eine Risikovoranfrage, dann erst den Antrag – um Ablehnungen, Ausschlüsse und eine „verbrannte Akte“ zu vermeiden.
  • Formulare herunterladen:
    • Risikovoranfrage BU
    • Risikovoranfrage Krankenversicherung
    • Maklervertrag / Datenschutzeinwilligung
  • Diagnosen klären: Arztberichte und Diagnoselisten besorgen, nach ICD-10-Codes sortieren und kurz erläutern.
  • Ergänzende Fragebögen: Für bestimmte Erkrankungen oder Hobbys die passenden Spezialfragebögen ausfüllen.
  • Checkliste abarbeiten: Prüfen, ob alle Unterlagen vollständig sind – bevor etwas an Versicherer weitergeleitet wird.
  • Option: Wenn du möchtest, gehe ich die Unterlagen mit dir durch und steuere die Risikovoranfragen gezielt auf passende Gesellschaften.

Unterlagen gemeinsam prüfen lassen

1. Grundprinzip der Risikovoranfrage

Eine Risikovoranfrage ist im Kern eine sauber aufbereitete Gesundheits- und Risikozusammenfassung, die an ausgewählte Versicherer geschickt wird – bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.

Warum eine Risikovoranfrage sinnvoll ist
Ohne Risikovoranfrage Mit Risikovoranfrage
Antrag wird direkt gestellt. Bei Problemen drohen Ablehnung, Ausschlüsse oder hohe Zuschläge. Versicherer können vorab einschätzen, ob sie deinen Fall zeichnen – ohne sofortigen Eintrag als abgelehnter Antrag.
Mehrere Ablehnungen können deine Chancen bei weiteren Gesellschaften verschlechtern. Nur bei akzeptablen Konditionen folgt ein Antrag. Unpassende Angebote werden vor Antragstellung aussortiert.
Du erkennst oft erst spät, welche Diagnosen kritisch sind. Du bekommst früh ein Gefühl dafür, welche Themen (z. B. Psyche, Rücken, Hobbys) wie gewertet werden.

Gerade in deinen Berufsgruppen (Assistenzarzt, Lehrer, Ingenieur) kann eine unüberlegte Antragstellung dazu führen, dass du langfristig schlechtere Optionen hast. Die Risikovoranfrage schützt dich davor – vorausgesetzt, die Unterlagen sind korrekt und vollständig.

2. Ablauf der Risikovoranfrage – Schritt für Schritt

Damit du den Prozess einschätzen kannst, hier der typische Ablauf in sieben Schritten. Viele Kunden arbeiten diese Punkte zunächst selbst durch und holen mich dann für die Auswahl der Versicherer dazu.

2.1 Schritt 1: Gesundheitsdaten sammeln

Grundlage ist eine möglichst vollständige Gesundheitshistorie. Sinnvoll sind:

  • Leistungsübersichten / Patientenquittungen der Krankenkasse der letzten Jahre.
  • Arzt- und Entlassungsberichte (Hausarzt, Fachärzte, Klinik, Reha).
  • Bereits vorhandene Befunde (z. B. MRT, CT, Röntgen, Labor).

2.2 Schritt 2: Passende Fragebögen auswählen

Im Download-Bereich findest du Fragebögen zu Erkrankungen, Hobbys und beruflicher Tätigkeit. Wähle nur das aus, was wirklich zu deiner Situation passt – lieber wenige Bögen vollständig als zu viele halb ausgefüllt.

2.3 Schritt 3: Risikovoranfrageformulare ausfüllen

Je nach Ziel nutzt du das Formular für die Berufsunfähigkeitsversicherung und/oder die Krankenversicherung. Wichtig ist, dass Diagnosen, Zeiträume und Behandlungen in allen Formularen zu deinen Arztunterlagen passen.

2.4 Schritt 4: Maklervertrag unterschreiben

Damit ich deine Unterlagen rechtssicher bei mehreren Versicherern einreichen und Rückfragen klären kann, wird der Maklervertrag mit Bestandsaufnahme benötigt. Er regelt Zusammenarbeit, Datenschutz und Schweigepflichtentbindung.

2.5 Schritt 5: Vollständigkeits-Check

Vor dem Versand kontrollierst du:

  • Sind alle relevanten Arztberichte und Entlassungsberichte beigefügt?
  • Sind die passenden Gesundheits-, Hobby- und Berufsfragebögen vollständig ausgefüllt?
  • Gibt es Widersprüche bei Daten, Diagnosen oder Zeiträumen?

2.6 Schritt 6: Unterlagen bündeln und übergeben

Idealerweise fasst du alles in einem Paket zusammen (z. B. ein ZIP-Ordner oder ein strukturiertes PDF-Paket), damit nichts verloren geht. An dieser Stelle können wir auch gemeinsam durch die Unterlagen gehen, bevor etwas an Versicherer geschickt wird.

2.7 Schritt 7: Rückmeldungen der Versicherer bewerten

Die Versicherer geben Voten ab (z. B. Normalannahme, Zuschlag, Ausschluss einzelner Risiken). Diese Ergebnisse vergleichen wir und entscheiden dann, wo sich ein Antrag wirklich lohnt und welche Konstellationen man besser nicht weiterverfolgt.

3. Anonyme vs. personalisierte Risikovoranfrage

In der Praxis unterscheiden wir grob zwei Varianten. Welche sinnvoll ist, hängt von deinem Beruf, der Schwere der Vorerkrankungen und dem Ziel (BU, PKV oder beides) ab.

Überblick: Anonyme und personalisierte Risikovoranfrage
Variante Merkmale Typische Nutzung
Anonyme Risikovoranfrage
  • Keine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Kundennummer.
  • Nur Alter, Geschlecht, Beruf, Gesundheitsangaben.
  • Antwort ist unverbindlich und nicht an eine spätere Antragstellung gekoppelt.
  • Wenn du zuerst ein Stimmungsbild brauchst („Kommt BU noch in Frage?“).
  • Wenn die Vorerkrankungen umfangreich sind (z. B. Psychotherapie, längere Krankschreibungen).
Personalisierte Risikovoranfrage
  • Mit vollständigen Personendaten.
  • Teilweise bereits im Antragslayout des Versicherers.
  • Kann schneller in einen Antrag überführt werden.
  • Wenn die Konstellation eher unkritisch ist und wir gezielt einzelne Versicherer ansprechen.
  • Wenn du bereits eine klare Gesellschaft im Fokus hast und nur einzelne Punkte geklärt werden sollen.

4. Gesundheitsdaten, Diagnosen & HIS

4.1 Welche Unterlagen du brauchst

Für eine seriöse Risikovoranfrage solltest du Folgendes zusammentragen:

  • Übersicht deiner behandelnden Ärzte (Hausarzt, Fachärzte, ggf. Psychotherapie).
  • Wichtige Arztbriefe und Entlassungsberichte der letzten Jahre.
  • Medikationsliste, falls du dauerhaft Medikamente einnimmst.
  • Kurze Angaben zu Krankschreibungen, Reha, stationären Aufenthalten.

4.2 ICD-10-Diagnosen verstehen

Versicherer arbeiten häufig mit ICD-10-Codes. Viele Arztbriefe enthalten diese Codes bereits. Falls nicht, lassen sie sich über Diagnoselisten zuordnen. Eine öffentlich zugängliche Übersicht findest du z. B. hier:

ICD-10-Diagnoseliste (icd-code.de)

Für die Risikovoranfrage reicht es meist, wenn wir Diagnose, ICD-Code, Zeitraum und aktuellen Status in einer kurzen Tabelle aufbereiten.

4.3 HIS-Hinweisdatei der Versicherer

Viele Interessenten haben Sorge, irgendwann in einer „schwarzen Liste“ zu landen. Tatsächlich gibt es mit dem HIS ein Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft:

Information zum Hinweis- und Informationssystem (HIS) beim GDV

Vereinfacht gesagt werden dort bestimmte Auffälligkeiten gespeichert, z. B. versuchter Versicherungsbetrug oder ungewöhnliche Schadenverläufe. Eine normale, sauber gestellte Risikovoranfrage führt nicht automatisch zu einem HIS-Eintrag.

Hinweis: Kritisch wird es vor allem bei mehrfachen Ablehnungen von Anträgen. Genau deshalb arbeiten wir mit Risikovoranfragen – damit es gar nicht erst dazu kommt.

5. Vorab-Quickcheck (z. B. Quickrisk)

Für die Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es mit Quickrisk ein Tool, mit dem bestimmte Krankheitsbilder vorab eingeschätzt werden können:

Quickrisk – Überblick zur BU-Risikoeinschätzung

Wichtig ist: Quickrisk ersetzt weder eine individuelle Risikovoranfrage noch eine spätere Gesundheitsprüfung. Du bekommst aber ein erstes Gefühl, ob deine Vorerkrankungen eher unkritisch oder sensibel sind.

Pragmatischer Tipp: Nutze Quickrisk nur als grobe Orientierung und nicht, um auf eigene Faust Entscheidungen zu treffen. Die finale Zeichnung hängt immer vom detaillierten Gesamtbild ab.

6. Downloads & Formulare

In diesem Abschnitt findest du alle Formulare, die du für eine strukturierte Risikovoranfrage zu BU und privater Krankenversicherung benötigst. Du kannst damit weitgehend selbstständig arbeiten oder die Unterlagen anschließend mit mir durchsprechen.

6.1 Kernformulare

Diese Formulare bilden die Basis für jede strukturierte Voranfrage. Ohne sie kann ich deine Unterlagen nicht rechtssicher bei den Versicherern einreichen.

6.3 Hobbys & besondere Risiken

Hobbys sind in BU-Tarifen oft ein kritischer Punkt. Je genauer und nachvollziehbarer du das Risiko beschreibst, desto besser lassen sich Zuschläge oder Ausschlüsse verhandeln.

6.4 Weitere medizinische Fragebögen

Falls du unsicher bist, welcher Fragebogen passt: erst grob sortieren, dann gezielt auswählen – nicht alles gleichzeitig ausfüllen.

6.5 Beruf & Tätigkeit

Besonders wichtig bei Assistenzärzten (Schichtdienst, OP-Tätigkeit), verbeamteten Lehrern und Ingenieuren mit Auslandsanteil oder Projektverantwortung.

6.6 Rechtliche Unterlagen & Erstinformation

Enthält gesetzlich vorgeschriebene Angaben zu meiner Tätigkeit als Versicherungsmakler, Registrierungsdaten und Beschwerdestellen.

7. Checkliste: Bin ich startklar für die Risikovoranfrage?

7.1 Kurzcheck Unterlagen

  • Risikovoranfrage-Formular BU vollständig ausgefüllt (falls BU gewünscht).
  • Risikovoranfrage-Formular Krankenversicherung vollständig ausgefüllt (falls PKV / Zusatzversicherung geplant).
  • Maklervertrag mit Unterschrift vorbereitet.
  • Liste der Ärzte, Behandlungen und Diagnosen der letzten Jahre erstellt.
  • Relevante Arztbriefe und Entlassungsberichte eingescannt.
  • Passende Gesundheits-Fragebögen (nur die wirklich nötigen) vollständig ausgefüllt.
  • Hobby-Fragebögen (z. B. Tauchen, Reiten, Kampfsport, Bergsport) bei Bedarf ergänzt.
  • Berufsfragebogen ausgefüllt, wenn Tätigkeit nicht „Standardbürojob“ ist.

7.2 Formale Punkte

  • Alle PDFs gut lesbar, ohne abgeschnittene Ränder oder handschriftliche „Zusatzseiten“.
  • Keine Widersprüche zwischen verschiedenen Unterlagen (z. B. abweichende Diagnosedaten).
  • Keine Lücken in der Krankengeschichte, die „offensichtlich“ wirken (z. B. Reha ohne Diagnose).

7.3 Wann du mich einschalten solltest

  • Wenn du psychische Vorerkrankungen, längere Krankschreibungen oder Reha-Aufenthalte hattest.
  • Wenn mehrere Risikofaktoren zusammenkommen (z. B. Psyche + Rücken + riskante Hobbys).
  • Wenn du bereits eine Ablehnung oder starke Ausschlüsse erlebt hast.
  • Wenn du Lehrkraft mit (geplanter) Verbeamtung bist – hier ist die Abstimmung mit der Dienstunfähigkeitsabsicherung wichtig.
  • Wenn du als Assistenzarzt mit OP-Tätigkeit oder hoher körperlicher Belastung arbeitest.

8. Typische Fehler und Missverständnisse

8.1 „Kleinigkeiten“ einfach weglassen

Viele glauben, man müsse nur „größere“ Erkrankungen angeben. Das ist gefährlich. Entscheidend ist, was in deinen Akten steht – nicht, was du subjektiv für wichtig hältst. Verschwiegene, aber dokumentierte Diagnosen können später zu Leistungsablehnungen führen.

8.2 Eine Diagnose – verschiedene Namen

Gerade bei psychischen Themen tauchen unterschiedliche Bezeichnungen auf: „Anpassungsstörung“, „depressive Episode“, „Burn-out“, „Erschöpfung“. Für die Risikoprüfung kann das völlig unterschiedlich gewertet werden. Darum ist eine saubere Zuordnung über ICD-Codes und Arztberichte wichtig.

8.3 Wahllose Anfragen bei vielen Gesellschaften

Parallel selbst „mal eben“ fünf Anträge zu stellen, führt oft zu mehreren Ablehnungen – genau das, was du vermeiden willst. Besser: wenige, gezielte Risikovoranfragen mit vollständigen Unterlagen.

8.4 Falsche Reihenfolge: Erst Antrag, dann Nachbessern

Einmal gestellte, abgelehnte Anträge bekommst du nicht „zurückgedreht“. Die richtige Reihenfolge ist: Unterlagen sauber aufbereiten → Risikovoranfrage → Entscheidung für Gesellschaft → Antrag.

9. Häufige Fragen kurz beantwortet

9.1 Muss ich wirklich jede Kleinigkeit angeben?

Du musst alle in den Gesundheitsfragen abgefragten Punkte vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Wenn etwas unsicher ist, lieber kurz dokumentieren als verschweigen. Ich helfe dabei, die Angaben strukturiert und nachvollziehbar aufzubereiten.

9.2 Wie komme ich an meine Diagnosen?

In der Regel über deinen Hausarzt, Fachärzte oder Kliniken. Du kannst Auskunft über deine gespeicherten Daten verlangen. Oft reicht es, zunächst die wichtigsten Arztbriefe zu besorgen und diese gemeinsam zu strukturieren.

9.3 Ist eine Risikovoranfrage für PKV und BU gleichzeitig möglich?

Ja, das ist möglich – insbesondere bei Ärzten und verbeamteten Lehrern macht eine koordinierte Vorgehensweise Sinn. Dann sollten BU und PKV aufeinander abgestimmt geplant werden, damit du später keine Versorgungslücken hast.

9.4 Wie lange dauert das Ganze?

Das hängt vor allem davon ab, wie schnell du deine Unterlagen zusammenträgst. Für die medizinische Einschätzung durch die Versicherer solltest du mit einigen Tagen bis wenigen Wochen rechnen.

10. Wie geht es dann weiter?

Wenn du die Formulare heruntergeladen und die Checkliste weitgehend abgearbeitet hast, gibt es zwei Wege:

  • Du sendest mir die Unterlagen gebündelt zu, wir besprechen den Fall und ich steuere die Risikovoranfragen an geeignete Versicherer.
  • Du nutzt die Unterlagen als Basis, um selbst strukturierter mit einzelnen Gesellschaften zu sprechen.

Für Rückfragen oder eine persönliche Begleitung deiner Risikovoranfragen erreichst du mich hier:

Kontakt zu Jan Pohl – Versicherungsmakler Aachen

Telefon und E-Mail findest du ebenfalls auf der Kontaktseite. Beratung ist digital (z. B. per Online-Termin) oder in meinem Büro in Aachen-Richterich möglich.

Ihr Body-Mass-Index (BMI) Rechner

Der BMI ist ein wesentlicher Indikator in der Risikoprüfung von Versicherern. Berechnen Sie hier Ihren Wert, um Ihre Ausgangslage realistisch einzuschätzen.


Erläuterung der Risikobewertung

Die folgenden BMI-Kategorien (nach WHO) sind maßgeblich für die Einschätzung Ihres Antrages. **Werte außerhalb des Normalbereichs** können zu **Risikozuschlägen** in der BU- oder Krankenversicherung führen.

Klassifikation BMI-Wert Relevanz für Versicherungen
**Untergewicht** < 18.5 Kann auf Vorerkrankungen hindeuten (Prüfung erforderlich).
**Normalgewicht** 18.5 – 24.9 **Idealer Bereich** – meist keine BMI-bedingten Zuschläge.
**Präadipositas (Übergewicht)** 25.0 – 29.9 Oft Nachfragen; leichte Zuschläge oder Ausschlüsse möglich.
**Adipositas Grad I - III** ≥ 30.0 Erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen. **Risikozuschläge** sind wahrscheinlich, ggf. Ablehnung (je nach Grad).

🧐 Der Body-Mass-Index (BMI) in der Risikoprüfung

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine international standardisierte Kennzahl, die das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße setzt. Obwohl der BMI nur ein erster Anhaltspunkt ist und die individuelle Körperzusammensetzung (Muskel-Fett-Verhältnis) nicht berücksichtigt, dient er Versicherungsgesellschaften als zentrales, unkompliziert messbares Kriterium zur statistischen Einschätzung von Gesundheitsrisiken.

Funktion und Anwendung des BMI-Rechners

Nach der Berechnung wird Ihr Wert nach den Kategorien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingestuft. Dies dient der sofortigen Visualisierung Ihrer aktuellen gesundheitlichen Ausgangslage, bevor Sie eine Gesundheitsfrage in einem Versicherungsantrag beantworten.

Die Relevanz des BMI für die Risikovoranfrage

Bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder einer privaten Krankenversicherung (PKV) führen Versicherer eine umfassende Risikoprüfung durch. Der BMI spielt hier eine entscheidende Rolle:

  1. Indikator für Folgeerkrankungen: Abweichungen vom Normalgewicht – sowohl starkes Untergewicht (BMI < 18.5) als auch Übergewicht (BMI > 25) – sind statistisch mit einem erhöhten Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen assoziiert (z. B. Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes Typ 2 oder Gelenkbeschwerden).

  2. Prüfung der Annahmerichtlinien: Jeder Versicherer definiert BMI-Grenzen, innerhalb derer ein Antrag ohne weitere Zuschläge angenommen wird (meistens 18.5 bis ca. 30.0).

  3. Konsequenzen bei Abweichung:

    • Leichte Abweichung: Führt oft zu Nachfragen und zusätzlichen ärztlichen Berichten.

    • Starke Abweichung (Adipositas Grad I, II oder III): Kann zu einem Risikozuschlag (Mehrprämie) führen, da das statistische Risiko eines Leistungsfalles als erhöht eingestuft wird.

    • Extreme Werte: Können je nach Anbieter und individueller Krankengeschichte auch zur Ablehnung des Antrags führen.

Fazit für Ihre Vorsorge

Durch die frühzeitige Berechnung Ihres BMI erhalten Sie eine realistische Einschätzung Ihres Risikostatus. Dies ermöglicht es Ihrem Versicherungsmakler, eine gezielte, anonyme Risikovoranfrage bei den passenden Versicherern zu stellen. Nur so können Sie böse Überraschungen wie hohe Zuschläge oder Ablehnungen vermeiden und den besten Vertrag für Ihre Situation finden.

Foto Jan Pohl
Jan Pohl Versicherungsmakler -Fachwirt für Finanzberatung IHK

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