Gleicher Sparbeitrag, fünf Wege – welcher Weg liegt in Ihrer Situation netto vorn?
Sie legen eine Zahl fest: was Sie monatlich netto übrig haben. Der Rechner ermittelt für fünf Vorsorge-Schichten, wie viel Brutto-Beitrag daraus wird – und vor allem, was nach Steuer und Kranken-/Pflegeversicherung als Netto-Zusatzrente bei Ihnen ankommt.
Bei gleicher Netto-Sparrate gewinnt nicht immer dieselbe Schicht. Entscheidend sind vier Faktoren: Steuerersparnis in der Ansparphase, Produktkosten, Besteuerung der Auszahlung und Ihr Krankenversicherungsstatus im Alter. Die Betriebsrente (bAV) kann im Modell eine vergleichsweise hohe Brutto-Rente erreichen, weil Sozialabgaben- und Steuerersparnis den Sparbeitrag erhöhen; für gesetzlich Versicherte kann sie durch Steuer und Kranken-/Pflegebeiträge netto aber stark zurückfallen, während sie für privat Versicherte und Beamte mit hohem Arbeitgeber-Zuschuss vorn liegen kann. Basisrente (Rürup) und Altersvorsorgedepot werden nachgelagert besteuert; ob Kranken-/Pflegebeiträge anfallen, hängt von Ihrem KV-Status ab. Die private Rentenversicherung profitiert von der Ertragsanteilsbesteuerung, muss aber ihre Kosten rechtfertigen. Der freie ETF-Sparplan ist flexibel, aber ohne Förderung und ohne lebenslange Garantie. Welche Reihenfolge für Sie gilt, zeigt der Rechner für Ihren Fall. Die Berechnung berücksichtigt einstellbare Effektivkosten je Schicht als Gesamtkostenquote (Abschluss anteilig, Verwaltung, Fonds – Brutto- vs. Nettotarif); maßgeblich bleibt Ihr konkreter Tarif.
Ihre Angaben
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Die Übernahme liest nur lokal in Ihrem Browser gespeicherte Daten – es wird nichts an uns übertragen.
Der Rechner startet sofort mit sinnvollen Annahmen – Sie ändern nur, was für Sie zählt.
Feinjustierung (optional – bereits sinnvoll vorbelegt)
Vorbelegt mit Werten guter Bruttotarife (nicht Marktdurchschnitt) – gute Fondspolice ~1,2–1,4 %, gute bAV/Rürup ~1,1–1,3 %, gefördertes Standarddepot 1,0 %, freier ETF ~0,2 %. Für Nettotarife (Honorar) niedriger, für teure Tarife höher einstellbar. Die Zahl ist eine Gesamtkostenquote (alles inklusive: Abschluss anteilig, Verwaltung, Fonds/ETF) – bitte Netto-Effektivkosten nach Kickback eintragen.
Leer lassen = globale Annahme (oben). Eintragen, um z. B. ein Garantieprodukt mit niedrigerer Rendite zu rechnen.
Ihre Netto-Zusatzrente je Schicht
Sortiert nach der Netto-Zusatzrente – das ist der Betrag, der nach Steuer und Kranken-/Pflegeversicherung wirklich bei Ihnen ankommt. Die große grüne Zahl ist netto, der Brutto-Wert steht darunter.
„Netto vorn“ bedeutet: in diesem Modell die rechnerisch höchste Netto-Zusatzrente – auf Basis der eingestellten Kosten und keine Produktempfehlung.
Alle Zahlen im Detail
Erste Tabelle: die Förderung in der Ansparphase. Zweite Tabelle: Ihre Versorgung im Alter – von der Brutto-Zusatzrente bis zur entscheidenden Netto-Zahl.
So entsteht Ihre Zahl – Rechenweg je Schicht (mit Ihren Angaben)
So rechnet dieser Rechner
Methodik und Annahmen im Detail
Grundprinzip (Rückwärtsrechnung): Sie geben die gewünschte Netto-Sparleistung vor. Für jede Schicht wird der benötigte Brutto-Beitrag so bestimmt, dass nach allen Förder-Effekten genau diese Netto-Belastung übrig bleibt. Intern wird in Jahresbeträgen gerechnet, erst die Anzeige rundet auf Monatswerte.
Steuer: Einkommensteuer nach dem Tarif 2026 (§ 32a EStG, Steuerfortentwicklungsgesetz), mit Splittingtarif bei Verheirateten, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Das zu versteuernde Einkommen wird aus dem Bruttoeinkommen geschätzt (Pauschbeträge, gesetzliche Vorsorgeaufwendungen).
Schicht für Schicht:
- bAV (Entgeltumwandlung): Ersparnis bei Sozialversicherung (bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze beitragsfrei) und Steuer (bis 8 % steuerfrei), zzgl. des eingegebenen Arbeitgeber-Zuschusses (vorbelegt 15 %, soweit der Arbeitgeber durch die Umwandlung Sozialabgaben spart). Liegt Ihr Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, entfällt die SV-Ersparnis – und damit auch der gesetzliche 15-%-Zuschuss sowie die Minderung der gesetzlichen Rente. In der Rente: volle Besteuerung und bei gesetzlicher Krankenversicherung voller Kranken-/Pflegebeitrag (abzüglich Freibetrag). Zusätzlich wird die Minderung der gesetzlichen Rente berücksichtigt, weil auf den umgewandelten Teil keine Rentenpunkte erworben werden.
- Basisrente (Rürup): Beiträge voll als Sonderausgaben absetzbar; in der Rente nachgelagert besteuert (Besteuerungsanteil nach Renteneintrittsjahr), keine Kranken-/Pflegebeiträge.
- Altersvorsorgedepot (ab 2027): Grundzulage (50 % auf die ersten 360 €, 25 % bis 1.800 €, max. 540 €), Kinderzulage (max. 300 €/Kind) und Günstigerprüfung. Auszahlung voll nachgelagert besteuert, keine Kranken-/Pflegebeiträge.
- Private Rentenversicherung (Schicht 3): keine Förderung in der Ansparphase; in der Rente nur der Ertragsanteil steuerpflichtig (je nach Alter bei Rentenbeginn, mit 67 rund 17 %), keine Kranken-/Pflegebeiträge.
- Freier ETF-Sparplan: keine Förderung, Brutto = Netto in der Einzahlung. Entnahme als monatlicher Auszahlplan bis zum gewählten Endalter; auf die Gewinne fällt Abgeltungsteuer mit 30 % Teilfreistellung (Aktienfonds) an, die Kapitalrückzahlung bleibt steuerfrei (vereinfachte Durchschnittsbesteuerung der Entnahme; Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer und Vorabpauschale bleiben unberücksichtigt). Keine lebenslange Garantie.
Verrentung: Das angesparte Kapital wird für die lebenslangen Schichten rechnerisch über die kalkulierte Lebenserwartung verteilt, beim ETF-Sparplan bis zum gewählten Endalter – jeweils mit der Rendite der Rentenphase. Reale Rentenversicherungen rechnen mit eigenen Rentenfaktoren; hier wird bewusst ein einheitliches, transparentes Verfahren genutzt.
Bewusste Vereinfachungen: Produktkosten werden als eine jährliche Effektivkosten-Zahl je Schicht angesetzt (vorbelegt, individuell einstellbar – so lassen sich Brutto- und Nettotarife vergleichen). Diese Zahl versteht sich als Gesamtkostenquote: anteilige Abschlusskosten, laufende Verwaltung und Fonds-/ETF-Kosten (TER), abzüglich etwaiger Rückvergütungen (Kickbacks). Der Abzug erfolgt gleichmäßig pro Jahr; die Frontlastigkeit der Abschlusskosten (Zillmer) und damit frühe Rückkaufswerte werden nicht gesondert abgebildet; die gesetzliche Rente wird grob aus Einkommen und Berufsjahren geschätzt (bitte überschreiben); KV/PV in der Rente nutzt die Beitragssätze 2026 und unterscheidet zwischen Pflichtversicherung (KVdR), freiwilliger gesetzlicher Versicherung und PKV. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Prognose, keine Steuerberatung.
Quellen zur Methodik: § 32a EStG, § 22 EStG (Ertragsanteil), § 10 EStG (Sonderausgaben), § 229 SGB V (Versorgungsbezüge), § 248 SGB V, § 240 SGB V, Sozialversicherungsrechengrößen 2026 (BMAS), Deutsche Rentenversicherung.
Meine Einschätzung
Die Brutto-Zahl ist eine Verkaufszahl – entscheidend ist netto
In Beratungsgesprächen sehe ich immer wieder, dass die bAV mit der höchsten „garantierten Rente“ verkauft wird. Was selten dabeisteht: Bei gesetzlich Versicherten gehen davon in der Auszahlung Steuer und der volle Kranken- und Pflegebeitrag ab; je nach Steuersatz und Einkommen kann das einen erheblichen Teil ausmachen. Wer privat versichert bleibt oder eine Beihilfe hat, für den sieht die bAV dagegen oft deutlich besser aus. Genau deshalb gibt es keine pauschal beste Schicht: Es hängt an Ihrem Einkommen, Ihrer Krankenversicherung und Ihrer Lebensplanung. Mein Rat: Nehmen Sie das Ergebnis als Landkarte, nicht als Empfehlung – und lassen Sie die Reihenfolge für Ihre Situation einordnen, bevor Sie unterschreiben.
Jan Pohl · Versicherungsmakler Aachen · ungebunden · § 34d, § 34f, § 34i GewO
Häufige Fragen
Warum ist die Brutto-Rente nicht entscheidend?
Für wen kann die bAV trotz Abzügen vorteilhaft sein?
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Wie genau ist die geschätzte gesetzliche Rente?
Ist das Ergebnis eine verbindliche Zusage?
Mehr zu den einzelnen Schichten
Dieser Rechner vergleicht alle fünf Wege netto. Wenn Sie eine Schicht im Detail verstehen wollen:
- Altersvorsorge – Strategie & Hintergrund
- bAV-Nettorechner – nur die Entgeltumwandlung im Detail
- Basisrente / Rürup-Rente – Schicht 1 für Selbständige und Gutverdiener
- Altersvorsorgedepot – die geförderte Vorsorge ab 2027 (mit Fördervergleichsrechner)
- ETF-Sparplan oder Fondspolice? – die ungeförderte Schicht 3
Alle Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen auf Basis Ihrer Angaben (Rechtsstand 2026/2027). Abweichungen durch Ihre tatsächliche steuerliche Veranlagung und Produktkosten sind möglich.
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