Schichtenvergleich Altersvorsorge

Schichtenvergleich · unverbindliche Prognose

Gleicher Sparbeitrag, fünf Wege – welcher Weg liegt in Ihrer Situation netto vorn?

Sie legen eine Zahl fest: was Sie monatlich netto übrig haben. Der Rechner ermittelt für fünf Vorsorge-Schichten, wie viel Brutto-Beitrag daraus wird – und vor allem, was nach Steuer und Kranken-/Pflegeversicherung als Netto-Zusatzrente bei Ihnen ankommt.

In einem Satz: Die höchste Brutto-Rente ist nicht automatisch die höchste Netto-Rente. Eine betriebliche Altersvorsorge wird in der Auszahlung grundsätzlich voll besteuert und – bei gesetzlich Versicherten – mit dem vollen Kranken-/Pflegebeitrag belegt; eine private Rentenversicherung dagegen nur mit dem kleinen Ertragsanteil. Die Altersvorsorge gliedert sich in drei Schichten: Basis (Schicht 1: gesetzliche Rente, Rürup), gefördert (Schicht 2: bAV, Altersvorsorgedepot) und privat (Schicht 3: Rentenversicherung, ETF). Genau die Netto-Unterschiede zwischen diesen Wegen macht der Rechner sichtbar.
Welche Altersvorsorge bringt bei gleicher Netto-Sparrate die höchste Netto-Rente?

Bei gleicher Netto-Sparrate gewinnt nicht immer dieselbe Schicht. Entscheidend sind vier Faktoren: Steuerersparnis in der Ansparphase, Produktkosten, Besteuerung der Auszahlung und Ihr Krankenversicherungsstatus im Alter. Die Betriebsrente (bAV) kann im Modell eine vergleichsweise hohe Brutto-Rente erreichen, weil Sozialabgaben- und Steuerersparnis den Sparbeitrag erhöhen; für gesetzlich Versicherte kann sie durch Steuer und Kranken-/Pflegebeiträge netto aber stark zurückfallen, während sie für privat Versicherte und Beamte mit hohem Arbeitgeber-Zuschuss vorn liegen kann. Basisrente (Rürup) und Altersvorsorgedepot werden nachgelagert besteuert; ob Kranken-/Pflegebeiträge anfallen, hängt von Ihrem KV-Status ab. Die private Rentenversicherung profitiert von der Ertragsanteils­besteuerung, muss aber ihre Kosten rechtfertigen. Der freie ETF-Sparplan ist flexibel, aber ohne Förderung und ohne lebenslange Garantie. Welche Reihenfolge für Sie gilt, zeigt der Rechner für Ihren Fall. Die Berechnung berücksichtigt einstellbare Effektivkosten je Schicht als Gesamtkostenquote (Abschluss anteilig, Verwaltung, Fonds – Brutto- vs. Nettotarif); maßgeblich bleibt Ihr konkreter Tarif.

Ihre Angaben

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Der Rechner startet sofort mit sinnvollen Annahmen – Sie ändern nur, was für Sie zählt.

Geschätzter Startwert. neu schätzen
Feinjustierung (optional – bereits sinnvoll vorbelegt)

Vorbelegt mit Werten guter Bruttotarife (nicht Marktdurchschnitt) – gute Fondspolice ~1,2–1,4 %, gute bAV/Rürup ~1,1–1,3 %, gefördertes Standarddepot 1,0 %, freier ETF ~0,2 %. Für Nettotarife (Honorar) niedriger, für teure Tarife höher einstellbar. Die Zahl ist eine Gesamtkostenquote (alles inklusive: Abschluss anteilig, Verwaltung, Fonds/ETF) – bitte Netto-Effektivkosten nach Kickback eintragen.

Leer lassen = globale Annahme (oben). Eintragen, um z. B. ein Garantieprodukt mit niedrigerer Rendite zu rechnen.

Ihre Netto-Zusatzrente je Schicht

Sortiert nach der Netto-Zusatzrente – das ist der Betrag, der nach Steuer und Kranken-/Pflegeversicherung wirklich bei Ihnen ankommt. Die große grüne Zahl ist netto, der Brutto-Wert steht darunter.

Ihre Netto-Einzahlung Förderung (Staat / Arbeitgeber) Zinsen über die Laufzeit

„Netto vorn“ bedeutet: in diesem Modell die rechnerisch höchste Netto-Zusatzrente – auf Basis der eingestellten Kosten und keine Produktempfehlung.

Alle Zahlen im Detail

Erste Tabelle: die Förderung in der Ansparphase. Zweite Tabelle: Ihre Versorgung im Alter – von der Brutto-Zusatzrente bis zur entscheidenden Netto-Zahl.

So entsteht Ihre Zahl – Rechenweg je Schicht (mit Ihren Angaben)
Wichtig – unverbindliche Prognose. Alle Ergebnisse sind eine Modellrechnung auf Basis Ihrer Angaben und gesetzlicher Annahmen (Stand 2026/2027). Sie sind keine Zusage und keine Steuer- oder Anlageberatung. Der Rechner gibt keine auf Ihre persönlichen Verhältnisse zugeschnittene Empfehlung ab; eine bedarfsgerechte Empfehlung nach § 1a VVG erfolgt erst im persönlichen Gespräch. Tatsächliche Werte hängen von Produktkosten, Ihrer Steuerveranlagung und künftigen Gesetzesänderungen ab.

So rechnet dieser Rechner

Methodik und Annahmen im Detail

Grundprinzip (Rückwärtsrechnung): Sie geben die gewünschte Netto-Sparleistung vor. Für jede Schicht wird der benötigte Brutto-Beitrag so bestimmt, dass nach allen Förder-Effekten genau diese Netto-Belastung übrig bleibt. Intern wird in Jahresbeträgen gerechnet, erst die Anzeige rundet auf Monatswerte.

Steuer: Einkommensteuer nach dem Tarif 2026 (§ 32a EStG, Steuerfortentwicklungsgesetz), mit Splittingtarif bei Verheirateten, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Das zu versteuernde Einkommen wird aus dem Bruttoeinkommen geschätzt (Pauschbeträge, gesetzliche Vorsorgeaufwendungen).

Schicht für Schicht:

  • bAV (Entgeltumwandlung): Ersparnis bei Sozialversicherung (bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze beitragsfrei) und Steuer (bis 8 % steuerfrei), zzgl. des eingegebenen Arbeitgeber-Zuschusses (vorbelegt 15 %, soweit der Arbeitgeber durch die Umwandlung Sozialabgaben spart). Liegt Ihr Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, entfällt die SV-Ersparnis – und damit auch der gesetzliche 15-%-Zuschuss sowie die Minderung der gesetzlichen Rente. In der Rente: volle Besteuerung und bei gesetzlicher Krankenversicherung voller Kranken-/Pflegebeitrag (abzüglich Freibetrag). Zusätzlich wird die Minderung der gesetzlichen Rente berücksichtigt, weil auf den umgewandelten Teil keine Rentenpunkte erworben werden.
  • Basisrente (Rürup): Beiträge voll als Sonderausgaben absetzbar; in der Rente nachgelagert besteuert (Besteuerungsanteil nach Renteneintrittsjahr), keine Kranken-/Pflegebeiträge.
  • Altersvorsorgedepot (ab 2027): Grundzulage (50 % auf die ersten 360 €, 25 % bis 1.800 €, max. 540 €), Kinderzulage (max. 300 €/Kind) und Günstigerprüfung. Auszahlung voll nachgelagert besteuert, keine Kranken-/Pflegebeiträge.
  • Private Rentenversicherung (Schicht 3): keine Förderung in der Ansparphase; in der Rente nur der Ertragsanteil steuerpflichtig (je nach Alter bei Rentenbeginn, mit 67 rund 17 %), keine Kranken-/Pflegebeiträge.
  • Freier ETF-Sparplan: keine Förderung, Brutto = Netto in der Einzahlung. Entnahme als monatlicher Auszahlplan bis zum gewählten Endalter; auf die Gewinne fällt Abgeltungsteuer mit 30 % Teilfreistellung (Aktienfonds) an, die Kapitalrückzahlung bleibt steuerfrei (vereinfachte Durchschnittsbesteuerung der Entnahme; Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer und Vorabpauschale bleiben unberücksichtigt). Keine lebenslange Garantie.

Verrentung: Das angesparte Kapital wird für die lebenslangen Schichten rechnerisch über die kalkulierte Lebenserwartung verteilt, beim ETF-Sparplan bis zum gewählten Endalter – jeweils mit der Rendite der Rentenphase. Reale Renten­versicherungen rechnen mit eigenen Renten­faktoren; hier wird bewusst ein einheitliches, transparentes Verfahren genutzt.

Bewusste Vereinfachungen: Produktkosten werden als eine jährliche Effektivkosten-Zahl je Schicht angesetzt (vorbelegt, individuell einstellbar – so lassen sich Brutto- und Nettotarife vergleichen). Diese Zahl versteht sich als Gesamtkostenquote: anteilige Abschlusskosten, laufende Verwaltung und Fonds-/ETF-Kosten (TER), abzüglich etwaiger Rückvergütungen (Kickbacks). Der Abzug erfolgt gleichmäßig pro Jahr; die Frontlastigkeit der Abschlusskosten (Zillmer) und damit frühe Rückkaufswerte werden nicht gesondert abgebildet; die gesetzliche Rente wird grob aus Einkommen und Berufsjahren geschätzt (bitte überschreiben); KV/PV in der Rente nutzt die Beitragssätze 2026 und unterscheidet zwischen Pflichtversicherung (KVdR), freiwilliger gesetzlicher Versicherung und PKV. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Prognose, keine Steuerberatung.

Quellen zur Methodik: § 32a EStG, § 22 EStG (Ertragsanteil), § 10 EStG (Sonderausgaben), § 229 SGB V (Versorgungsbezüge), § 248 SGB V, § 240 SGB V, Sozialversicherungsrechengrößen 2026 (BMAS), Deutsche Rentenversicherung.

Meine Einschätzung

Jan Pohl, Versicherungsmakler aus Aachen, zum Schichtenvergleich der Altersvorsorge

Die Brutto-Zahl ist eine Verkaufszahl – entscheidend ist netto

In Beratungsgesprächen sehe ich immer wieder, dass die bAV mit der höchsten „garantierten Rente“ verkauft wird. Was selten dabeisteht: Bei gesetzlich Versicherten gehen davon in der Auszahlung Steuer und der volle Kranken- und Pflegebeitrag ab; je nach Steuersatz und Einkommen kann das einen erheblichen Teil ausmachen. Wer privat versichert bleibt oder eine Beihilfe hat, für den sieht die bAV dagegen oft deutlich besser aus. Genau deshalb gibt es keine pauschal beste Schicht: Es hängt an Ihrem Einkommen, Ihrer Krankenversicherung und Ihrer Lebensplanung. Mein Rat: Nehmen Sie das Ergebnis als Landkarte, nicht als Empfehlung – und lassen Sie die Reihenfolge für Ihre Situation einordnen, bevor Sie unterschreiben.

Jan Pohl · Versicherungsmakler Aachen · ungebunden · § 34d, § 34f, § 34i GewO

Häufige Fragen

Warum ist die Brutto-Rente nicht entscheidend?
Weil jede Schicht in der Auszahlung anders besteuert wird und teils Kranken-/Pflegebeiträge anfallen. Eine bAV mit hoher Brutto-Rente kann netto schlechter abschneiden als eine private Rentenversicherung mit niedrigerer Brutto-Rente, weil bei der bAV für gesetzlich Versicherte volle Steuer und volle Kranken-/Pflegebeiträge anfallen, bei der privaten Rente nur der Ertragsanteil besteuert wird.
Für wen kann die bAV trotz Abzügen vorteilhaft sein?
Vor allem für privat Krankenversicherte und Beamte mit Beihilfe, weil auf ihre Betriebsrente keine Kranken-/Pflegebeiträge anfallen, und für Arbeitnehmer mit hohem Arbeitgeber-Zuschuss. Der Rechner zeigt das, sobald Sie bei „Krankenversicherung in der Rente“ auf privat stellen.
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Die nach aktueller Planung ab 2027 vorgesehene, geförderte Altersvorsorge (Nachfolge der Riester-Rente). Es gibt Grundzulage (max. 540 €), Kinderzulage (max. 300 € je Kind) und eine Günstigerprüfung mit dem Sonderausgabenabzug. Wenn Sie gezielt nur die Förderung des Altersvorsorgedepots prüfen wollen, nutzen Sie den Fördervergleichsrechner auf der Depot-Seite – dieses Tool vergleicht dagegen alle fünf Schichten netto. Anders als Riester ist keine 100-Prozent-Beitragsgarantie nötig, dafür tragen Sie das Marktrisiko selbst.
Wie genau ist die geschätzte gesetzliche Rente?
Der Startwert ist eine grobe Hochrechnung aus Einkommen und Berufsjahren. Für ein belastbares Ergebnis tragen Sie bitte den Wert aus Ihrer jährlichen Renteninformation (bzw. Versorgungsauskunft bei Beamten) ein – er beeinflusst, wie stark die Zusatzrente besteuert wird.
Ist das Ergebnis eine verbindliche Zusage?
Nein. Es ist eine unverbindliche Modellrechnung mit einstellbaren Kostenannahmen und ersetzt keine Beratung. Welche Schicht in welcher Reihenfolge für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.

Mehr zu den einzelnen Schichten

Dieser Rechner vergleicht alle fünf Wege netto. Wenn Sie eine Schicht im Detail verstehen wollen:

Ihr Ergebnis ungebunden einordnen lassen Ich prüfe Ihre Zahlen, rechne Produktkosten ein und zeige Ihnen, welche Reihenfolge der Schichten für Ihre Situation netto am meisten bringt.
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Alle Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen auf Basis Ihrer Angaben (Rechtsstand 2026/2027). Abweichungen durch Ihre tatsächliche steuerliche Veranlagung und Produktkosten sind möglich.