Dienstunfähigkeitsversicherung Duisburg

Dienstunfähigkeit · Duisburg

Dienstunfähigkeitsversicherung in Duisburg: was Beamtinnen und Beamte in NRW absichern müssen

Für Beamte gilt kein Krankengeld und keine Erwerbsminderungsrente, sondern Beamtenversorgungsrecht, und das ist Landesrecht. In Nordrhein-Westfalen kann Dienstunfähigkeit bereits nach sechs Monaten Krankheit angenommen werden, ein Ruhegehalt entsteht erst nach fünf Jahren Dienstzeit, und die pauschale Beihilfe, die neun andere Länder eingeführt haben, gibt es hier nicht. Wer einen bundesweiten Ratgeber liest, rechnet deshalb regelmäßig mit den falschen Zahlen.

Beratung online per Video oder Telefon. Ansprechpartner für Duisburg ist Lukas Eggert für Pohl Versicherungsmakler e.K.

Sechs MonateSo kurz ist die Frist, nach der in NRW Dienstunfähigkeit angenommen werden kann (§ 33 LBG NRW)
Fünf JahreErst dann entsteht überhaupt ein Ruhegehalt — außer nach einem Dienstunfall (§ 4 LBeamtVG NRW)
Bis 10,8 ProzentAbschlag auf das Ruhegehalt bei Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit (§ 16 LBeamtVG NRW)
Keine PauschaleNRW hat die pauschale Beihilfe nicht eingeführt, neun andere Bundesländer schon

01 · Ihre Lage

Woran sitzen Sie gerade?

Die wenigsten lesen eine Seite über Dienstunfähigkeit aus Interesse an Versicherungsbedingungen. Meist hat sich etwas geändert: die Ernennungsurkunde liegt auf dem Tisch, das Referendariat beginnt, ein alter Vertrag soll geprüft werden. Suchen Sie sich die Lage heraus, die Ihrer am nächsten kommt; darunter steht, was in genau dieser Lage zu klären ist.

Ich werde verbeamtet Mit der Ernennung fallen drei Entscheidungen fast gleichzeitig an: Beihilfe und privater Restkostentarif, Absicherung gegen Dienstunfähigkeit, Versorgungslücke. Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Gesundheitsfragen werden zweimal gestellt — einmal für die Krankenversicherung, einmal für die Absicherung der Arbeitskraft. Ein Befund, der an einer Stelle stört, stört meist auch an der anderen. Was der Dienstherr zahlt → Ich bin im Referendariat oder Vorbereitungsdienst Das Beamtenverhältnis auf Widerruf ist der schwächste Status: Es kann nach § 23 Absatz 4 Beamtenstatusgesetz jederzeit beendet werden, und ein Ruhegehalt setzt eine Dienstzeit von fünf Jahren voraus, die hier praktisch nie erreicht ist. Gleichzeitig ist der Gesundheitszustand mit Mitte zwanzig meist so gut, wie er nie wieder sein wird. Beides spricht dafür, die Frage jetzt zu klären, nicht nach der Übernahme. Was der Status verändert → Ich bin auf Probe verbeamtet Beamte auf Probe werden bei Dienstunfähigkeit nur dann zwingend in den Ruhestand versetzt, wenn die Ursache ein Dienstunfall war (§ 28 Absatz 1 Beamtenstatusgesetz). In allen anderen Fällen ist die Zurruhesetzung eine Ermessensentscheidung, und selbst dann greift die Fünf-Jahres-Wartezeit für das Ruhegehalt. Was stattdessen bleibt, ist die gesetzliche Rentenversicherung mit ihren eigenen Voraussetzungen. Probezeit im Detail → Mein Vertrag hat eine Dienstunfähigkeitsklausel, ich weiß aber nicht, welche „Mit DU-Klausel“ steht auf fast jedem Angebot für Beamte. Der Unterschied steckt im Wortlaut: Erkennt der Versicherer die Zurruhesetzungsurkunde als Nachweis an, oder behält er sich eine eigene medizinische Prüfung vor? Die zweite Variante kann dazu führen, dass Sie im Ruhestand sind und der Versicherer trotzdem ablehnt. Echte und unechte Klausel unterscheiden → Ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus der Zeit vor der Verbeamtung Zwei Fragen entscheiden hier: Enthält der Vertrag überhaupt eine Regelung für den Beamtenstatus, und lässt er sich ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen? Viele Verträge enthalten eine Nachversicherungsgarantie, die genau an das Ereignis „Verbeamtung“ anknüpft — aber nur innerhalb einer Frist nach der Ernennung. Wer die Frist verstreichen lässt, verliert diese Option dauerhaft. Sechs Punkte, die Sie selbst nachlesen können → Ich bin gesetzlich versichert geblieben und zahle den Beitrag allein In neun Bundesländern gäbe es dafür einen Zuschuss des Dienstherrn — die pauschale Beihilfe. In Nordrhein-Westfalen gibt es sie nicht. Wer hier freiwillig gesetzlich versichert bleibt, trägt den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberanteil und hat für die laufenden Krankheitskosten trotzdem keinen Beihilfeanspruch. Das ist eine der teuersten stillen Entscheidungen im Beamtenverhältnis. Was in NRW gilt →
Wenn nichts davon passt

Auch Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst, angestellte Lehrkräfte und Beamte anderer Dienstherren werden hier beraten; für sie gelten nur andere Regeln, weil sie in der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben. Schreiben Sie kurz, worum es geht, dann klärt sich in einer Antwort, ob ein Termin überhaupt nötig ist.

02 · Berufsgruppen

Für wen diese Seite geschrieben ist

Beamtenrecht ist kein einheitliches System. Der Dienstherr, die Laufbahn und die zuständige Beihilfestelle unterscheiden sich innerhalb einer Stadt erheblich — eine Lehrkraft an einem Duisburger Gymnasium hat einen anderen Dienstherrn als eine Sachbearbeiterin im Rathaus, und beide rechnen mit anderen Zahlen als eine Professorin am Campus Duisburg.

Land NRW · Bezirksregierung Düsseldorf

Lehrkräfte an Duisburger Schulen

Duisburg liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf; für Lehrkräfte an staatlichen weiterführenden Schulen, an Förderschulen und an Ersatzschulen bearbeitet die Beihilfestelle der Bezirksregierung Düsseldorf die Anträge. Für die Vertragswahl zählt vor allem eines: Die Zurruhesetzung kommt im Schuldienst in aller Regel über eine längere Erkrankung zustande, nicht über einen Unfall. Damit ist die Sechs-Monats-Frist des § 33 LBG NRW hier die praktisch wichtigste Norm, und die Dienstunfallausnahme, die sonst Wartezeit und Abschlag rettet, greift gerade nicht.

Polizeipräsidium Duisburg · Justizvollzug

Polizei und Vollzugsdienst

Für Polizeivollzugsbeamte gilt ein eigener Dienstunfähigkeitsbegriff. Nach § 115 Absatz 1 LBG NRW ist polizeidienstunfähig, wer den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeivollzugsdienst nicht mehr genügt und bei wem nicht zu erwarten ist, dass die volle Verwendungsfähigkeit innerhalb von zwei Jahren wiederhergestellt wird. Das ist eine andere Schwelle als die allgemeine Dienstunfähigkeit, und Absatz 3 verpflichtet zunächst zur Prüfung einer Verwendung in einer anderen Laufbahn. Für die Vertragsprüfung ist genau das der Punkt: Eine Klausel, die ausschließlich auf die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit abstellt, deckt den Polizeivollzugsdienst nicht zwingend ab.

Stadt Duisburg · Rheinische Versorgungskassen

Verwaltung von Stadt und Land

Kommunalbeamte der Stadt Duisburg haben einen anderen Dienstherrn als Landesbeamte, aber dasselbe Recht: Beihilfenverordnung NRW und Landesbeamtenversorgungsgesetz gelten für beide. Unterschiedlich ist nur die abwickelnde Stelle — für kommunale Beamte im Rheinland sind das die Rheinischen Versorgungskassen. Der Bemessungssatz auf Ihrem Bescheid folgt also derselben Norm, die Ansprechstelle bei Rückfragen ist eine andere.

Universität Duisburg-Essen · Campus Duisburg

Professorinnen und Professoren

Die Universität Duisburg-Essen hat 532 Professuren; die Fakultät für Ingenieurwissenschaften sitzt am Campus Duisburg. Entscheidend ist hier der späte Eintritt ins Beamtenverhältnis: Wer mit Anfang vierzig berufen wird, sammelt bis zur Altersgrenze deutlich weniger ruhegehaltfähige Dienstzeit als eine Lehrkraft, die mit 28 verbeamtet wurde — bei 1,79375 Prozent je Dienstjahr schlägt das unmittelbar auf den Ruhegehaltssatz durch. Hinzu kommt, dass Leistungsbezüge in der W-Besoldung nur begrenzt ruhegehaltfähig sind.

ZfsL Duisburg · Vorbereitungsdienst

Referendarinnen und Referendare

Das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Duisburg bildet Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf aus; die Beihilfe läuft über die Bezirksregierung Düsseldorf. In dieser Phase ist die amtliche Absicherung am dünnsten und der Beitrag am niedrigsten. Wer eine Vorerkrankung hat, klärt sie besser jetzt anonym, als nach der Übernahme ins Probeverhältnis mit einem abgelehnten Antrag dazustehen.

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Kapitel 1Was der Dienstherr zahlt — und ab wann überhaupt

03 · Versorgung

Das Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit in Nordrhein-Westfalen

Wer als Beamtin oder Beamter dienstunfähig wird, erhält kein Krankengeld und keine Erwerbsminderungsrente, sondern ein Ruhegehalt. Wie hoch es ausfällt und ob es überhaupt entsteht, richtet sich nach dem Landesbeamtenversorgungsgesetz Nordrhein-Westfalen. Vier Vorschriften bestimmen das Ergebnis.

Erstens die Wartezeit. Ein Ruhegehalt wird nach § 4 Absatz 1 LBeamtVG NRW nur gewährt, wenn eine Dienstzeit von mindestens fünf Jahren abgeleistet wurde. Diese Wartezeit entfällt nur in einem Fall: wenn die Dienstunfähigkeit die Folge einer Krankheit, Verwundung oder sonstigen Beschädigung ist, die sich die Beamtin oder der Beamte ohne grobes Verschulden bei Ausübung oder aus Veranlassung des Dienstes zugezogen hat. Verkürzt: bei einem Dienstunfall. Bei einer Krebserkrankung, einem Bandscheibenvorfall oder einer Depression greift diese Ausnahme nicht.

Zweitens der Ruhegehaltssatz. Nach § 16 Absatz 1 LBeamtVG NRW beträgt das Ruhegehalt für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge, insgesamt höchstens 71,75 Prozent. Der Höchstsatz ist damit rechnerisch erst nach vierzig Dienstjahren erreicht. Wer nach zwölf Jahren ausscheidet, kommt auf gut 21 Prozent.

Drittens der Versorgungsabschlag. Wird jemand vor Vollendung des 65. Lebensjahres wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, mindert sich das Ruhegehalt nach § 16 Absatz 2 LBeamtVG NRW um 3,6 Prozent für jedes Jahr, höchstens jedoch um 10,8 Prozent. Der Abschlag entfällt, wenn zum Zeitpunkt der Zurruhesetzung mindestens vierzig Jahre anrechenbarer Zeiten vorliegen — eine Bedingung, die bei früher Dienstunfähigkeit gerade nicht erfüllt ist.

Viertens die Mindestversorgung. Nach § 16 Absatz 3 LBeamtVG NRW beträgt das Ruhegehalt mindestens 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Ist die amtsunabhängige Berechnung günstiger, treten an ihre Stelle 61,6 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 5. Das ist eine Untergrenze, kein Auffangnetz auf gewohntem Niveau, und sie setzt voraus, dass die Wartezeit nach § 4 überhaupt erfüllt ist.

Häufig falsch zitiert

Viele Ratgeber und ältere Merkblätter nennen für NRW eine amtsunabhängige Mindestversorgung von 65 Prozent aus der Endstufe A 4 zuzüglich 30,68 Euro. Das ist Bundesrecht, nicht Landesrecht. Nordrhein-Westfalen hat sein Versorgungsrecht 2016 in einem eigenen Gesetz geordnet; maßgeblich ist § 16 Absatz 3 LBeamtVG NRW mit 61,6 Prozent aus der Endstufe A 5. Prüfen Sie deshalb bei jeder Quelle, ob sie sich auf das Bundes- oder auf das Landesrecht bezieht.

Was das in der Größenordnung bedeutet

Die folgende Übersicht rechnet ausschließlich mit den gesetzlichen Prozentsätzen und lässt die Mindestversorgung außen vor. Sie ersetzt keine Versorgungsauskunft, macht aber sichtbar, warum die Lücke in den ersten zwanzig Dienstjahren am größten ist.

Rechnerische Sätze nach § 16 Absatz 1 LBeamtVG NRW. Ihre tatsächliche ruhegehaltfähige Dienstzeit kann abweichen, weil Ausbildungs-, Teilzeit- und Vordienstzeiten unterschiedlich angerechnet werden.
Ruhegehaltfähige DienstzeitRuhegehaltssatzMit dem vollen Abschlag von 10,8 Prozent
5 Jahre (Mindestwartezeit)8,97 Prozent8,00 Prozent
10 Jahre17,94 Prozent16,00 Prozent
20 Jahre35,88 Prozent32,00 Prozent
30 Jahre53,81 Prozent48,00 Prozent
40 Jahre und mehr71,75 Prozent (Höchstsatz)64,00 Prozent

Zu diesem Ergebnis kommen zwei Positionen hinzu, die in Bedarfsrechnungen regelmäßig fehlen: Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung läuft im Ruhestand weiter, und der Beihilfebemessungssatz ändert sich mit dem Statuswechsel. Beides wirkt auf das, was am Monatsende übrig bleibt.

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04 · Rechtslage

Die Sechs-Monats-Frist: wie schnell aus Krankheit Dienstunfähigkeit wird

Dienstunfähigkeit ist zunächst ein Zustand: Nach § 26 Absatz 1 Satz 1 Beamtenstatusgesetz sind Beamte auf Lebenszeit in den Ruhestand zu versetzen, wenn sie wegen ihres körperlichen Zustands oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung ihrer Dienstpflichten dauernd unfähig sind.

Satz 2 derselben Vorschrift enthält daneben eine Vermutungsregel. Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat, wenn keine Aussicht besteht, dass die Dienstfähigkeit innerhalb weiterer sechs Monate wieder voll hergestellt ist. Wie lang dieser Zeitraum ist, überlässt das Bundesrecht dem Land.

Nordrhein-Westfalen hat ihn kurz gefasst. § 33 Absatz 1 LBG NRW bestimmt: „Die Frist nach § 26 Absatz 1 Satz 2 des Beamtenstatusgesetzes beträgt sechs Monate.“

Daraus folgt ein Zeitplan, der viele überrascht. Eine Erkrankung, die im Februar beginnt, kann bis zum Sommer die Voraussetzungen der Vermutungsregel erfüllen. Das Verfahren selbst dauert dann noch — amtsärztliche Untersuchung, Anhörung, Prüfung einer anderweitigen Verwendung nach § 26 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2 BeamtStG. Aber die Uhr läuft ab dem ersten Krankheitstag, nicht ab dem Tag, an dem jemand die Absicherung für nötig hält.

Vorrang der Weiterverwendung

Bevor eine Zurruhesetzung erfolgt, ist zu prüfen, ob eine anderweitige Verwendung möglich ist — auch in einer anderen Laufbahn und auch bei einer anderen Dienststelle. Das ist keine Formalie: Ein erheblicher Teil der Verfahren endet mit einer Umsetzung statt mit dem Ruhestand. Für die Vertragsgestaltung heißt das, dass eine Klausel nur dann zuverlässig greift, wenn sie an die tatsächliche Versetzung in den Ruhestand anknüpft, nicht an eine Prognose des Amtsarztes.

Der Zwischenschritt, den kaum jemand einplant: begrenzte Dienstfähigkeit

Zwischen voller Dienstfähigkeit und Ruhestand liegt eine dritte Möglichkeit. Nach § 27 Beamtenstatusgesetz soll von der Versetzung in den Ruhestand abgesehen werden, wenn die Beamtin oder der Beamte unter Beibehaltung des Amtes die Dienstpflichten noch während mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllen kann. Das ist die begrenzte Dienstfähigkeit.

Finanziell bedeutet sie eine Kürzung. Die Besoldung richtet sich nach der tatsächlichen Arbeitszeit. Nordrhein-Westfalen gleicht das teilweise aus: Nach § 71 Absatz 1 LBesG NRW wird ein nicht ruhegehaltfähiger Zuschlag von 50 Prozent des Unterschiedsbetrags zwischen den gekürzten Dienstbezügen und den Bezügen bei Vollzeitbeschäftigung gezahlt. Wer also auf die Hälfte reduziert, erhält rechnerisch rund drei Viertel der vollen Bezüge. Der Zuschlag ist allerdings ausdrücklich nicht ruhegehaltfähig und wirkt sich damit nicht auf die spätere Pension aus.

Für die private Absicherung ist das die kritischste Konstellation überhaupt: Es liegt keine Zurruhesetzung vor, also greift eine Dienstunfähigkeitsklausel in ihrer üblichen Fassung nicht. Ob der Vertrag stattdessen über die allgemeine Berufsunfähigkeitsdefinition leistet, hängt davon ab, ob der Grad der Beeinträchtigung im Sinne der Bedingungen erreicht ist. Ein Vertrag, der beide Wege offenlässt, ist an dieser Stelle mehr wert als ein günstiger Beitrag.

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05 · Statusfragen

Widerruf, Probe, Lebenszeit: derselbe Beruf, drei verschiedene Ergebnisse

Die Frage, was bei Dienstunfähigkeit passiert, lässt sich für Beamte nicht einheitlich beantworten. Sie hängt am Beamtenverhältnis. Und weil dieselbe Person in acht Jahren alle drei Stufen durchläuft, ändert sich die Antwort mehrfach, ohne dass sich am Beruf etwas ändert.

Beamtenverhältnis auf Widerruf

Referendariat und Vorbereitungsdienst. Nach § 23 Absatz 4 Beamtenstatusgesetz können Beamte auf Widerruf jederzeit entlassen werden; ein Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ist für diese Gruppe im Regelfall nicht vorgesehen. Wer ausscheidet, wird nach § 8 Absatz 2 SGB VI in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert — die Zeit ist damit nicht verloren, aber sie führt zu Rentenanwartschaften, nicht zu einem Ruhegehalt.

Beamtenverhältnis auf Probe

Hier trennt § 28 Beamtenstatusgesetz scharf. Absatz 1: Bei Dienstunfähigkeit infolge eines Dienstunfalls sind Beamte auf Probe in den Ruhestand zu versetzen. Absatz 2: Aus anderen Gründen können sie in den Ruhestand versetzt werden — es ist eine Ermessensentscheidung. Daneben steht die Entlassung nach § 23 Absatz 3 BeamtStG. Und selbst bei einer Zurruhesetzung bleibt die Fünf-Jahres-Wartezeit des § 4 LBeamtVG NRW zu erfüllen.

Beamtenverhältnis auf Lebenszeit

Erst hier greift die Systematik, die in Ratgebern beschrieben wird: Zurruhesetzung nach § 26 BeamtStG, Ruhegehalt nach § 16 LBeamtVG NRW, Mindestversorgung als Untergrenze. Die Lücke bleibt trotzdem erheblich, solange die ruhegehaltfähige Dienstzeit kurz ist, und sie ist im Alter von 35 kürzer als im Alter von 55.

Professur und späte Verbeamtung

Wer erst nach Promotion, Habilitation oder Industrietätigkeit verbeamtet wird, startet die Uhr für die ruhegehaltfähige Dienstzeit spät. Ob und in welchem Umfang Vordienstzeiten, Promotionszeiten oder Zeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter angerechnet werden, entscheidet sich im Einzelfall und steht in der Versorgungsauskunft — nicht in einem Rechner.

Der Denkfehler mit der Erwerbsminderungsrente

Häufig heißt es, in der Probezeit greife eben die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Das ist nicht falsch, aber es ist keine Zusage. § 43 SGB VI verlangt drei Dinge: die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren, drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung und ein Leistungsvermögen von weniger als sechs beziehungsweise weniger als drei Stunden täglich — bezogen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, nicht auf den erlernten Beruf.

Die Nachversicherung nach § 8 Absatz 2 SGB VI kann diese Zeiten auffüllen, weil sie den gesamten Nachversicherungszeitraum abdeckt; ob sie im Einzelfall reicht, hängt von Studiendauer, Vordienstzeiten und Zeitpunkt des Ausscheidens ab. Der wichtigere Punkt ist ein anderer: Eine volle Erwerbsminderungsrente setzt voraus, dass Sie überhaupt keiner Tätigkeit mehr drei Stunden täglich nachgehen können. Eine Lehrkraft, die nicht mehr unterrichten kann, aber acht Stunden am Schreibtisch arbeiten könnte, erfüllt diese Voraussetzung nicht. Genau daran trennen sich gesetzliche Rente und private Berufsunfähigkeitsabsicherung.

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Kapitel 2Die Klausel, an der sich alles entscheidet

06 · Vertragsqualität

Echte und unechte Dienstunfähigkeitsklausel

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn Sie nach den Bedingungen des Vertrags zu einem bestimmten Grad, meist 50 Prozent, außerstande sind, Ihren zuletzt ausgeübten Beruf auszuüben. Der Dienstherr entscheidet nach Beamtenrecht über Ihre Dienstfähigkeit. Das sind zwei Prüfungen mit zwei Maßstäben, und sie können unterschiedlich ausgehen.

Diese Differenz soll eine Dienstunfähigkeitsklausel überbrücken. Wie gut sie das tut, hängt allein an ihrem Wortlaut. Die folgende Einteilung beschreibt gängige Marktvarianten; sie ist keine Aussage über einen bestimmten Tarif und ersetzt nicht den Blick in Ihr eigenes Bedingungswerk.

AusgestaltungWas der Versicherer tutEinordnung
Echte DienstunfähigkeitsklauselErkennt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Leistungsfall an und leistet auf Vorlage der Urkunde, ohne die medizinischen Voraussetzungen selbst noch einmal zu prüfen.Ziel Der Nachweis ist mit der Zurruhesetzung erbracht.
Unechte oder eingeschränkte KlauselBehält sich vor, zusätzlich zu prüfen, ob nach den Bedingungen auch Berufsunfähigkeit vorliegt. Die Entscheidung des Dienstherrn ist dann ein Indiz, kein Beweis.Vorsicht Zurruhesetzung und Ablehnung können nebeneinander stehen.
Klausel mit Alters- oder ZeitgrenzeAnerkennt die Dienstunfähigkeit nur bis zu einem bestimmten Lebensalter oder für eine begrenzte Zahl von Versicherungsjahren, danach gilt wieder die allgemeine Definition.Prüfen Betroffen sind gerade die Jahre mit der höchsten Wahrscheinlichkeit.
Klausel nur für bestimmte StatusgruppenGilt erst ab dem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder ausschließlich für die allgemeine Dienstunfähigkeit, nicht für Sonderformen wie die Polizeidienstunfähigkeit.Prüfen Referendariat, Probezeit und Vollzugsdienst können ausgenommen sein.
Ohne DienstunfähigkeitsklauselPrüft ausschließlich nach der allgemeinen Berufsunfähigkeitsdefinition des Bedingungswerks.Lücke Ruhestand ohne Versicherungsleistung ist möglich.
Woran Sie die echte Klausel im Text erkennen

Gesucht ist eine Formulierung, die die Zurruhesetzung selbst zum Leistungsauslöser macht — etwa: Vollständige Berufsunfähigkeit liegt auch dann vor, wenn die versicherte Person als Beamtin oder Beamter wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt wird. Entscheidend sind die Wörter „auch dann“ beziehungsweise „gilt als“. Steht dagegen „sofern zugleich die Voraussetzungen nach Ziffer …“ oder „wenn darüber hinaus Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen vorliegt“, prüft der Versicherer eigenständig weiter.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist auch eine echte Klausel an Voraussetzungen gebunden: In der Regel muss die Zurruhesetzung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit erfolgen, nicht wegen einer besonderen Form, und der Versicherer verlangt die Urkunde und häufig die zugrunde liegenden amtsärztlichen Feststellungen. Zweitens bleibt die vorvertragliche Anzeigepflicht unberührt: Eine echte Klausel schützt nicht davor, dass unvollständige Gesundheitsangaben im Leistungsfall aufgearbeitet werden.

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07 · Selbst prüfen

Sechs Punkte, die Sie in Ihren eigenen Bedingungen nachlesen können

Für diese Prüfung brauchen Sie keinen Termin. Sie brauchen zwei Dokumente: den Versicherungsschein mit den vereinbarten Leistungen und Summen, und die Versicherungsbedingungen — meist „Allgemeine Bedingungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung“ mit einer Kurzbezeichnung wie AVB BUV und einer Jahreszahl. Beide haben Sie bei Vertragsschluss erhalten; fehlen sie, fordern Sie sie beim Versicherer an. Öffnen Sie die Bedingungen als PDF und arbeiten Sie mit der Suchfunktion.

Suchbegriffe für die Volltextsuche

„Dienstunfähigkeit“ · „Dienstherr“ · „Ruhestand“ · „Nachversicherung“ · „abstrakt“ · „Verweisung“ · „Dynamik“ · „Endalter“ · „begrenzte Dienstfähigkeit“. Findet die Suche einen Begriff gar nicht, ist das bereits ein Ergebnis.

Der Wortlaut der Dienstunfähigkeitsklausel

Steht dort, dass die Versetzung in den Ruhestand oder die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit „gilt“ beziehungsweise dass Berufsunfähigkeit „auch dann“ vorliegt? Oder knüpft der Satz die Leistung daran, dass „zugleich“, „darüber hinaus“ oder „außerdem“ Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen vorliegt? Prüfen Sie zusätzlich, ob nur die allgemeine Dienstunfähigkeit genannt ist oder auch besondere Formen wie die Polizeidienstunfähigkeit.

Üblicherweise im Abschnitt „Was ist versichert“ oder „Was verstehen wir unter Berufsunfähigkeit“, häufig als eigener Unterpunkt „Beamte“ oder „Besondere Regelung für Beamte“.
Die Nachversicherungsgarantie bei Verbeamtung und Statuswechsel

Erlaubt der Vertrag, die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn Sie verbeamtet werden oder in ein anderes Beamtenverhältnis wechseln? Achten Sie auf drei Details: die Frist nach dem Ereignis, häufig sechs oder zwölf Monate; die Höchstgrenze der Erhöhung, absolut in Euro und relativ zur Ausgangsrente; und ein Höchstalter, bis zu dem die Option genutzt werden kann. Prüfen Sie außerdem, ob mit dem Statuswechsel auch eine Dienstunfähigkeitsklausel eingeschlossen werden kann, die im Ursprungsvertrag noch nicht enthalten war.

Meist unter „Nachversicherungsgarantie“, „Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung“ oder „Ereignisabhängige Anpassung“, oft mit einer Aufzählung der auslösenden Ereignisse.
Verzicht auf die abstrakte Verweisung

Ohne diesen Verzicht darf der Versicherer Sie auf eine andere Tätigkeit verweisen, die Sie noch ausüben könnten — auch wenn Sie diese Tätigkeit tatsächlich nicht ausüben. Für Beamte ist das doppelt relevant, weil auch der Dienstherr vor der Zurruhesetzung eine anderweitige Verwendung prüft. Gesucht ist ein Satz wie: Wir verzichten auf die Prüfung, ob eine andere Tätigkeit ausgeübt werden kann. Prüfen Sie, ob der Verzicht für die Erstprüfung wie auch für die Nachprüfung gilt.

Im Abschnitt zur Definition der Berufsunfähigkeit oder unter „Verweisung“; die Unterscheidung zwischen abstrakter und konkreter Verweisung steht meist unmittelbar daneben.
Leistung bei begrenzter Dienstfähigkeit

Reagiert der Vertrag darauf, dass Sie nach § 27 Beamtenstatusgesetz mit reduzierter Arbeitszeit im Dienst bleiben? Manche Bedingungen behandeln die begrenzte Dienstfähigkeit ausdrücklich, andere gar nicht. Fehlt eine Regelung, entscheidet allein die allgemeine Berufsunfähigkeitsdefinition — dann kommt es darauf an, ob der Beeinträchtigungsgrad die vereinbarte Schwelle erreicht. Prüfen Sie auch, ob eine Teilleistung oder Staffelung vorgesehen ist.

Falls vorhanden, im Beamten-Unterpunkt der Leistungsdefinition; alternativ unter „Teilweise Berufsunfähigkeit“ oder in einer Klauselübersicht am Ende des Bedingungswerks.
Leistungsdauer und Endalter

Bis zu welchem Alter wird gezahlt? Die Antwort steht im Versicherungsschein, nicht in den Bedingungen. Für Beamte ist der Bezugspunkt die eigene Altersgrenze — die für den Polizeivollzugsdienst früher liegt als für den Schuldienst. Ein Endalter 65 bei einer Regelaltersgrenze von 67 hinterlässt zwei ungeschützte Jahre. Umgekehrt: Endet die Dienstunfähigkeitsklausel früher als der Vertrag, gilt für die letzten Jahre nur noch die allgemeine Definition.

Endalter und Leistungsdauer im Versicherungsschein unter den vereinbarten Leistungen; die Befristung der Klausel selbst in den Bedingungen im Beamtenabschnitt.
Beitragsdynamik und Rentendynamik

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Die Beitragsdynamik erhöht Beitrag und Rente während der Ansparzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung; prüfen Sie, nach wie vielen ausgelassenen Erhöhungen das Recht erlischt, meist nach zwei oder drei. Die Rentendynamik erhöht die Rente, während sie bereits gezahlt wird, und ist der einzige Schutz gegen Kaufkraftverlust in einem Leistungsfall, der 25 Jahre dauern kann. Ohne Rentendynamik ist eine Rente von 2.000 Euro nach 25 Jahren bei zwei Prozent Inflation real noch rund 1.220 Euro wert.

Im Versicherungsschein als „Dynamik“ oder „Anpassung“ mit Prozentsatz; die Bedingungen regeln das Erlöschen des Rechts und die Höchstgrenzen.
Was Sie danach wissen

Danach können Sie einordnen, ob Ihr Vertrag für das Beamtenverhältnis gebaut ist oder nur mitläuft. Was Sie damit noch nicht wissen: ob ein Wechsel sinnvoll wäre. Das entscheidet sich erst daran, ob ein neuer Vertrag zu Ihren heutigen Gesundheitsangaben überhaupt zustande käme. Ein bestehender Vertrag wird deshalb nie gekündigt, bevor ein Ersatz policiert ist.

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08 · Versorgungsauskunft

Ihre Versorgungsauskunft lesen — und die Lücke daraus ableiten

Die Versorgungsauskunft ist das einzige Dokument, das Ihre Versorgung mit Ihren eigenen Zahlen ausweist. Für Landesbeamte in Nordrhein-Westfalen erstellt sie das Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW, für kommunale Beamte die zuständige Versorgungskasse. Ohne dieses Blatt ist jede Bedarfsrechnung eine Schätzung. Vier Angaben tragen die Rechnung:

Angabe in der AuskunftWas sie bedeutetWas daraus folgt
Ruhegehaltfähige Dienstzeit zum StichtagDie bis heute anerkannten Jahre, einschließlich angerechneter Vordienst- und AusbildungszeitenMultipliziert mit 1,79375 Prozent ergibt sie den heute erreichten Ruhegehaltssatz
Ruhegehaltfähige DienstbezügeDie Bemessungsgrundlage, in der Regel aus dem zuletzt erreichten AmtZulagen und Leistungsbezüge sind nur teilweise enthalten — die Differenz zum Nettogehalt ist größer als erwartet
Erreichter Ruhegehaltssatz zum StichtagDer Prozentsatz, der bei einer Zurruhesetzung heute gälteDas ist die Zahl für den Ernstfall, nicht der hochgerechnete Wert zur Altersgrenze
Hochgerechneter Satz zur AltersgrenzeDer Wert, wenn Sie regulär bis zum Ende dienenNur für die Altersvorsorgeplanung relevant, nicht für die Absicherung der Arbeitskraft

Die Lücke ergibt sich aus dem erreichten Satz, nicht aus dem hochgerechneten: heutiges Nettoeinkommen minus voraussichtliches Netto-Ruhegehalt. Rechnen Sie danach zwei Positionen hinzu, die regelmäßig übersehen werden — den Beitrag zur privaten Krankenversicherung, der weiterläuft, und laufende Verpflichtungen wie eine Immobilienfinanzierung, deren Rate sich nicht an Ihr Einkommen anpasst.

Selbst nachsehen

Versorgungsauskunft anfordern: Sie ist auf Antrag bei der für Sie zuständigen Versorgungsstelle erhältlich. Wer eine ältere Auskunft im Ordner hat, prüft zuerst das Datum — nach Beförderung, Teilzeit, Elternzeit oder Statuswechsel ist sie überholt.

Selbst durchrechnen: Wie sich aus den Zahlen der Auskunft eine belastbare Lücke ergibt, steht ausführlich auf der Seite Pensionslücke bei Beamten berechnen. Dort ist auch erklärt, welche Bestandteile der Besoldung nicht ruhegehaltfähig sind.

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Kapitel 3Die Krankenversicherung entscheidet mit

09 · Beihilfe

Warum die pauschale Beihilfe in Nordrhein-Westfalen keine Option ist

Neun Bundesländer haben die pauschale Beihilfe eingeführt — von Hamburg im August 2018 bis Niedersachsen im Februar 2024. Beamtinnen und Beamte können dort wählen: klassische Beihilfe mit privater Restkostenversicherung oder ein pauschaler Zuschuss zum Beitrag der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung.

Nordrhein-Westfalen gehört nicht dazu. Die Einführung steht im Koalitionsvertrag von 2022; ein Umsetzungstermin ist Stand Juli 2026 nicht bekannt, und die Beihilfenverordnung NRW enthält in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung keine entsprechende Regelung.

Für Sie hat das eine unmittelbare Konsequenz. Wer in NRW gesetzlich versichert bleibt, zahlt den Beitrag vollständig selbst. Es gibt keinen Arbeitgeberanteil wie bei Angestellten und keinen pauschalen Zuschuss wie in Hamburg oder Bremen. Bei einem allgemeinen Beitragssatz von 14,60 Prozent, einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,90 Prozent und der Pflegeversicherung mit 3,60 Prozent tragen Sie die volle Summe auf Ihr beitragspflichtiges Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro monatlich. Einen Beihilfeanspruch für die laufenden Krankheitskosten haben Sie daneben nicht.

Wer sich dagegen für die klassische Beihilfe entscheidet, versichert privat nur den Teil, den die Beihilfe nicht trägt. Wie groß dieser Teil ist, bestimmt der Bemessungssatz nach § 12 BVO NRW.

PersonenkreisBemessungssatzPrivat abzusichern
Beihilfeberechtigte Person ohne Kind oder mit einem Kind50 Prozent50 Prozent
Beihilfeberechtigte Person ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern70 Prozent30 Prozent
Ehegatten und eingetragene Lebenspartner, soweit berücksichtigungsfähig70 Prozent30 Prozent
Berücksichtigungsfähige Kinder und Waisen80 Prozent20 Prozent
Versorgungsempfänger, Witwen und Witwer70 Prozent30 Prozent

Sind beide Elternteile beihilfeberechtigt, erhält nur diejenige Person den erhöhten Satz von 70 Prozent, die die entsprechenden Kinderanteile im Familienzuschlag bezieht. Die andere bleibt bei 50 Prozent.

Der Satz ändert sich, der Vertrag muss mitziehen

Drei Ereignisse verschieben den Bemessungssatz: das zweite Kind, der Wegfall der Kinderberücksichtigung und der Eintritt in den Ruhestand. Mit jedem Wechsel verändert sich der private Restkostenanteil — von 50 auf 30 Prozent oder umgekehrt. Ein Beihilfetarif, der eine Anpassung des Prozentsatzes nur mit erneuter Gesundheitsprüfung zulässt, führt dann zu Über- oder Unterdeckung. Prüfen Sie in Ihren Bedingungen, ob eine Umstellung ohne Risikoprüfung vorgesehen ist und innerhalb welcher Frist sie beantragt werden muss.

Wo Ihr Antrag bearbeitet wird, hängt am Dienstherrn. Duisburg liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf; für Lehrkräfte an staatlichen weiterführenden Schulen, an Förderschulen und an Ersatzschulen sowie für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung bearbeitet die Beihilfestelle der Bezirksregierung Düsseldorf die Anträge. Für kommunale Beamte der Stadt Duisburg ist es eine andere Stelle. Welche für Sie zuständig ist, steht auf Ihrem letzten Beihilfebescheid.

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10 · Reihenfolge

In welcher Reihenfolge diese Entscheidungen fallen

Bei einer Verbeamtung stehen mehrere Entscheidungen gleichzeitig an. Die Reihenfolge ist nicht beliebig, weil jede spätere Entscheidung von einer früheren abhängt, insbesondere von den Gesundheitsangaben.

Status und Zahlen klären

Welches Beamtenverhältnis, welcher Dienstherr, welche Altersgrenze, welche Dienstzeit ist anerkannt? Grundlage ist die Versorgungsauskunft, nicht eine Faustformel.

Gesundheitsangaben sortieren

Behandlungen der letzten fünf Jahre, bei der Krankenversicherung der letzten zehn. Bei Vorerkrankungen geht die anonyme Risikovoranfrage dem Antrag voraus, damit keine Ablehnung mit Ihrem Namen in den Auskunftssystemen landet.

Arbeitskraft vor Krankenversicherung entscheiden

Die Absicherung der Arbeitskraft hat die strengere Risikoprüfung. Wer zuerst die Krankenversicherung abschließt und danach eine Ablehnung kassiert, hat die Reihenfolge falsch gewählt.

Bestand vor Neuabschluss prüfen

Ein vorhandener Vertrag mit Nachversicherungsgarantie ist oft der bessere Weg als ein neuer Antrag, weil er ohne Gesundheitsprüfung auskommt. Gekündigt wird erst, wenn ein Ersatz policiert ist.

Was sich nicht verallgemeinern lässt

Ob eine Dienstunfähigkeitsklausel im Einzelfall den Ausschlag gibt oder ob eine solide Berufsunfähigkeitsdefinition ohne abstrakte Verweisung genügt, hängt an Laufbahn, Altersgrenze, Vertragsalter und Gesundheitszustand. Die Grundsatzfrage ist auf einer eigenen Seite ausführlich behandelt: Absicherung für Beamte — die Grundsatzentscheidung.

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11 · Ansprechpartner

Wer in Duisburg berät

Lukas Eggert, Ansprechpartner für Versicherungsberatung in Duisburg

Lukas Eggert

Vor der Versicherungsberatung war Lukas Eggert Rettungssanitäter und hat ein duales Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Medizintechnik absolviert, anschließend bei Siemens Healthcare gearbeitet. Für die Beratung von Beamtinnen und Beamten hilft vor allem der medizinische Teil dieser Vorgeschichte: Gesundheitsangaben in Anträgen und amtsärztliche Befunde lassen sich fachlich einordnen statt nur abschreiben, und genau daran entscheidet sich, ob ein Antrag angenommen, erschwert oder abgelehnt wird.

Er berät für Pohl Versicherungsmakler e.K. Das Büro ist ungebunden: Kein Versicherer gibt vor, welche Tarife auf den Tisch kommen, und die Vergütung hängt nicht davon ab, welcher Anbieter am Ende unterschreibt.

Versicherungsvermittlung nach § 34d Absatz 1 GewORegistrierungsnummer D-K28A-LYEA2-68. Prüfen können Sie den Eintrag über die Registerrecherche der DIHK mit der Suche nach „Eggert, Lukas“.
Finanzanlagenvermittlung nach § 34f GewORegistrierungsnummer D-F-140-1BK4-68.
Vertragspartner ist das Maklerbüro in AachenLukas Eggert vermittelt für Pohl Versicherungsmakler e.K., Inhaber Jan Pohl, Amtsgericht Aachen HRA 10268, Vermittlerregister D-6LQ8-VHMG3-85. Die Erstinformation erhalten Sie vor Beginn der Beratung.

Anschrift in Duisburg

Lukas Eggert, Kammerstr. 36, 47057 Duisburg. Die Beratung findet online per Video oder Telefon statt; Termine laufen über den Online-Kalender, ein Besuch ohne Voranmeldung ist nicht vorgesehen.

Vertragspartner: Pohl Versicherungsmakler e.K., Hasenwaldstr. 2, 52072 Aachen, Telefon 0241 97904644. Impressum

Beratungsgebiet: Duisburg und das westliche Ruhrgebiet — Oberhausen, Moers, Mülheim an der Ruhr, Krefeld, Essen und Düsseldorf. Da online beraten wird, spielt die Entfernung für den Ablauf keine Rolle.

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12 · Fragen

Häufige Fragen zur Dienstunfähigkeit in NRW

Ab wann kann der Dienstherr in Nordrhein-Westfalen Dienstunfähigkeit annehmen?

Nach § 26 Absatz 1 Satz 2 Beamtenstatusgesetz kann als dienstunfähig auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und bei wem keine Aussicht besteht, dass die Dienstfähigkeit binnen weiterer sechs Monate wieder voll hergestellt ist. Die Länge dieses Zeitraums bestimmt das Landesrecht. § 33 Absatz 1 LBG NRW legt sie für Nordrhein-Westfalen auf sechs Monate fest.

Wie hoch ist mein Ruhegehalt, wenn ich früh dienstunfähig werde?

Es beträgt nach § 16 Absatz 1 LBeamtVG NRW für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge, höchstens 71,75 Prozent. Bei einer Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 65. Lebensjahres kommt nach § 16 Absatz 2 ein Abschlag von 3,6 Prozent je Jahr hinzu, höchstens 10,8 Prozent. Nach unten begrenzt § 16 Absatz 3 das Ergebnis auf 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge, ersatzweise auf 61,6 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 5, wenn das günstiger ist.

Bekomme ich in der Probezeit überhaupt ein Ruhegehalt?

Das hängt vom Einzelfall ab. Nach § 28 Absatz 1 Beamtenstatusgesetz sind Beamte auf Probe zwingend in den Ruhestand zu versetzen, wenn die Dienstunfähigkeit Folge eines Dienstunfalls im dort beschriebenen Sinn ist. In allen anderen Fällen ist die Zurruhesetzung nach Absatz 2 eine Ermessensentscheidung, und daneben steht die Entlassung nach § 23 Absatz 3 BeamtStG. Selbst bei einer Zurruhesetzung verlangt § 4 Absatz 1 LBeamtVG NRW eine Dienstzeit von mindestens fünf Jahren, bevor überhaupt ein Ruhegehalt entsteht; diese Wartezeit entfällt nur im Dienstunfallfall.

Was ist der Unterschied zwischen einer echten und einer unechten Dienstunfähigkeitsklausel?

Eine echte Klausel verpflichtet den Versicherer, die Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Leistungsfall anzuerkennen, ohne die medizinischen Voraussetzungen erneut zu prüfen. Eine unechte Klausel behält sich diese Prüfung vor: Sie verlangt zusätzlich, dass Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen vorliegt. Erkennbar ist der Unterschied an Formulierungen wie „gilt als“ oder „auch dann“ gegenüber „sofern zugleich“ oder „darüber hinaus“. Maßgeblich ist immer der Wortlaut Ihres Bedingungswerks, nicht die Bezeichnung im Angebot.

Ich habe schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Reicht die für das Beamtenverhältnis?

Das entscheidet der Text der Bedingungen. Prüfen Sie vier Punkte: ob überhaupt eine Regelung für Beamte enthalten ist, ob sie die Zurruhesetzung selbst zum Leistungsauslöser macht, ob sie bis zum Vertragsende gilt oder an ein Höchstalter gebunden ist, und ob eine Nachversicherungsgarantie die Erhöhung der Rente nach der Verbeamtung ohne erneute Gesundheitsprüfung erlaubt. Ein bestehender Vertrag wird nicht gekündigt, bevor ein Ersatz policiert ist — alte Verträge sind in dieser Sparte häufig besser als das, was heute neu zu haben ist.

Lohnt sich eine Absicherung schon im Referendariat?

Dafür sprechen zwei sachliche Gründe. Erstens ist die amtliche Absicherung im Beamtenverhältnis auf Widerruf am dünnsten: Nach § 23 Absatz 4 Beamtenstatusgesetz ist eine Entlassung jederzeit möglich, und die Fünf-Jahres-Wartezeit für ein Ruhegehalt ist in dieser Phase praktisch nie erfüllt. Zweitens richten sich Annahmeentscheidung und Beitrag nach Gesundheitszustand und Eintrittsalter, und beides ist im Referendariat in der Regel günstiger als zehn Jahre später. Welche Ansprüche in Ihrem Fall bestehen, ergibt sich aus Ihrer Ernennungsurkunde und Ihrem Status.

Gibt es die pauschale Beihilfe in Nordrhein-Westfalen?

Nein. Neun Bundesländer haben sie eingeführt, von Hamburg im August 2018 bis Niedersachsen im Februar 2024. Für Nordrhein-Westfalen steht die Einführung im Koalitionsvertrag von 2022, ein Umsetzungstermin ist Stand Juli 2026 nicht bekannt, und die Beihilfenverordnung NRW enthält in der ab dem 1. Januar 2026 geltenden Fassung keine solche Regelung. Wer hier freiwillig gesetzlich versichert bleibt, trägt den Beitrag vollständig selbst und hat daneben keinen Beihilfeanspruch für die laufenden Krankheitskosten.

Was passiert bei begrenzter Dienstfähigkeit?

Nach § 27 Beamtenstatusgesetz soll von der Versetzung in den Ruhestand abgesehen werden, wenn die Dienstpflichten noch während mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllt werden können. Die Besoldung richtet sich dann nach der tatsächlichen Arbeitszeit; § 71 Absatz 1 LBesG NRW gewährt zusätzlich einen nicht ruhegehaltfähigen Zuschlag in Höhe von 50 Prozent des Unterschiedsbetrags zur Vollzeitbesoldung. Versicherungsrechtlich ist das die schwierigste Konstellation, weil keine Zurruhesetzung vorliegt und eine Dienstunfähigkeitsklausel deshalb in ihrer üblichen Fassung nicht greift.

Was kostet mich die Beratung?

Für Sie entstehen keine gesonderten Beratungskosten. Die Vergütung erfolgt über die Courtage, die der Versicherer zahlt und die im Beitrag bereits enthalten ist. Dieser Anteil fällt auch dann an, wenn Sie denselben Vertrag ohne Makler abschließen. Die Einzelheiten stehen in der Erstinformation, die Sie vor Beginn der Beratung erhalten.

Bin ich nach einem Termin zu etwas verpflichtet?

Nein. Ein Termin verpflichtet zu keinem Abschluss. Sie können eine einzelne Frage klären oder einen bestehenden Vertrag prüfen lassen und danach nichts weiter unternehmen. Ein Maklervertrag kommt erst zustande, wenn Sie ihn unterzeichnen, und er ist jederzeit kündbar.

Was passiert mit meinen Gesundheitsangaben?

Gesundheitsdaten werden nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erhoben und verarbeitet. Bei einer anonymen Risikovoranfrage geht der Sachverhalt ohne Ihren Namen an die Versicherer. So wird keine Ablehnung mit Ihrem Namen verknüpft und in den Auskunftssystemen der Versicherer gespeichert — das ist gerade für Beamtinnen und Beamte wichtig, weil eine Ablehnung spätere Anträge dauerhaft erschwert. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Ich habe schon einen Berater. Lohnt sich ein zweiter Blick?

Das hängt davon ab, worauf. Bei einem gut gestalteten Bestandsvertrag lautet das Ergebnis oft: bleiben, wo Sie sind. Interessanter wird ein zweiter Blick bei den Punkten, die spezifisch beamtenrechtlich sind — dem Wortlaut der Dienstunfähigkeitsklausel, der Nachversicherungsgarantie beim Statuswechsel, dem Endalter im Verhältnis zur eigenen Altersgrenze und der Abstimmung des Beihilfetarifs auf einen Bemessungssatz, der sich im Laufe des Lebens ändert. Das sind Fragen, die im allgemeinen Privatkundengeschäft selten auftauchen.

Kann ich nur eine einzelne Frage klären?

Ja. Sie können gezielt eine Entscheidung klären oder Ihre Bedingungen einordnen lassen, ohne dass daraus eine Rundum-Analyse wird. Sagen Sie bei der Terminbuchung oder in der Nachricht, worum es geht — dann ist die Vorbereitung passend, und in vielen Fällen erledigt sich die Frage schriftlich.

Nächster Schritt

Versorgungslücke klären oder erst eine Frage stellen

Am ergiebigsten wird ein Termin, wenn Ihre Versorgungsauskunft und, falls vorhanden, die Bedingungen des bestehenden Vertrags vorliegen. Wenn Sie zunächst nur wissen wollen, ob sich der Aufwand in Ihrem Fall überhaupt lohnt, geht das auch schriftlich.

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Wenn Sie tiefer einsteigen möchten

Diese Seite nimmt den Duisburger und nordrhein-westfälischen Blickwinkel. Die fachlichen Grundlagen sind ausführlicher auf diesen Seiten behandelt:

13 · Quellen

Belege und Stand

Die auf dieser Seite genannten Rechtsstände und Zahlen stammen aus den folgenden Quellen. Stand der Prüfung: 26. Juli 2026.

  • Beamtenstatusgesetz (BeamtStG): § 23 Absatz 3 und Absatz 4 (Entlassung von Beamten auf Probe und auf Widerruf), § 26 Absatz 1 (Dienstunfähigkeit und Vermutungsregel), § 27 (begrenzte Dienstfähigkeit), § 28 Absätze 1 bis 3 (Ruhestand bei Beamtenverhältnis auf Probe), abgerufen am 26.07.2026.
  • Beamtengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LBG NRW): § 33 Absatz 1 — „Die Frist nach § 26 Absatz 1 Satz 2 des Beamtenstatusgesetzes beträgt sechs Monate“; § 115 Absatz 1 und Absatz 3 (Polizeidienstunfähigkeit, Zwei-Jahres-Prognose, Vorrang der Verwendung in einer anderen Laufbahn). Fassung RECHT.NRW.DE, abgerufen am 26.07.2026.
  • Beamtenversorgungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LBeamtVG NRW) vom 14. Juni 2016, Fassung gültig ab 07.06.2025, zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 27. Mai 2025 (GV. NRW. S. 464): § 4 Absatz 1 (Ruhegehalt erst nach fünfjähriger Dienstzeit, Ausnahme bei Dienstunfall); § 16 Absatz 1 (1,79375 Prozent je Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit, höchstens 71,75 Prozent); § 16 Absatz 2 (Versorgungsabschlag 3,6 Prozent je Jahr, höchstens 10,8 Prozent bei Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 65. Lebensjahres); § 16 Absatz 3 (Mindestversorgung 35 Prozent, ersatzweise 61,6 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 5). Quelle: RECHT.NRW.DE, abgerufen am 26.07.2026.
  • Hinweis zur häufig zitierten Fassung: Die Angabe „§ 14 Absatz 4, 65 Prozent der Endstufe A 4 zuzüglich 30,68 Euro“ entspricht dem Bundesbeamtenversorgungsgesetz beziehungsweise einer nicht amtlichen Zusammenstellung des Landes mit Stand Juli 2013. Für Nordrhein-Westfalen maßgeblich ist die oben genannte geltende Fassung.
  • Besoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LBesG NRW): § 71 Absatz 1 und Absatz 2 (nicht ruhegehaltfähiger Zuschlag bei begrenzter Dienstfähigkeit in Höhe von 50 Prozent des Unterschiedsbetrags zur Vollzeitbesoldung), abgerufen am 26.07.2026.
  • Sozialgesetzbuch Sechstes Buch (SGB VI): § 8 Absatz 2 (Nachversicherung unversorgt ausgeschiedener Beamter für den gesamten Nachversicherungszeitraum); § 43 Absätze 1 bis 3 (Rente wegen teilweiser und voller Erwerbsminderung: allgemeine Wartezeit, drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren, Leistungsvermögen von weniger als sechs beziehungsweise drei Stunden täglich, Maßstab allgemeiner Arbeitsmarkt), abgerufen am 26.07.2026.
  • Verordnung über Beihilfen in Geburts-, Krankheits-, Pflege- und Todesfällen (BVO NRW) vom 5. November 2009, Fassung ab 1. Januar 2026, § 12 Bemessung der Beihilfen; ergänzend Rheinische Versorgungskassen, Köln, Übersicht „Bemessungssätze gemäß § 12 BVO NRW“ einschließlich der Regelung zum erhöhten Satz bei zwei beihilfeberechtigten Elternteilen, abgerufen am 26.07.2026.
  • Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 23 Beihilfe: Zuständigkeit im Regierungsbezirk Düsseldorf unter anderem für Lehrkräfte an staatlichen weiterführenden Schulen, an Förderschulen und an Ersatzschulen sowie für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter an Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung, abgerufen am 26.07.2026.
  • Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, „Beamte in der Gesetzlichen Krankenversicherung — Pauschale Beihilfe in einzelnen Bundesländern“, WD 8-046/25 vom 22. Juli 2025 (Einführungsdaten der neun Länder von Hamburg im August 2018 bis Niedersachsen im Februar 2024 sowie der Status Nordrhein-Westfalens). Die Absichtserklärung zur Einführung steht im Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2022 bis 2027; ein Umsetzungstermin war zum Stand Juli 2026 nicht veröffentlicht.
  • Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Duisburg, Seminarstandort des Landes Nordrhein-Westfalen, zfsl.nrw.de, abgerufen am 26.07.2026.
  • Universität Duisburg-Essen, „Daten und Fakten“, Stand 31. Dezember 2025 (532 Professuren; die Fakultät für Ingenieurwissenschaften ist am Campus Duisburg angesiedelt).
  • Die Werte der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung werden auf dieser Seite dynamisch aus der zentralen Wertepflege ausgegeben. Stand der Sozialversicherungswerte: 2026-06-10.
  • Registerdaten: Lukas Eggert, Vermittlerregister D-K28A-LYEA2-68 (§ 34d Absatz 1 GewO) und D-F-140-1BK4-68 (§ 34f GewO); Pohl Versicherungsmakler e.K., Inhaber Jan Pohl, Vermittlerregister D-6LQ8-VHMG3-85, Amtsgericht Aachen HRA 10268. Registerrecherche über vermittlerregister.info.

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