Wie viel Risikolebensversicherung brauche ich?
Der Rechner arbeitet mit der realen Haushaltslucke - nicht mit Pauschalfaktoren. Bei Paaren werden beide Szenarien getrennt berechnet, weil die Lucke je nach Todesfall unterschiedlich ist.
Haushaltskosten und Einkommen
Immobilie (optional)
Kinder (optional)
Puffer und Rucklagen (optional)
Ergebnis
Aufschlusselung
Aufschlusselung
Gleichbleibend, linear oder annuitatisch fallend?
Vergleich der drei Vertragsformen im Zeitverlauf. Die Startsumme wird automatisch aus dem Bedarfsrechner ubernommen und kann hier manuell uberschrieben werden.
Weg A: Sollzins + Monatsrate (direkt aus Kreditvertrag).
Weg B: Sollzins + Anfangstilgung (Rate wird berechnet).
| Zeitpunkt | Gleichbleibend | Linear fallend | Annuitatisch |
|---|---|---|---|
| Summe und Laufzeit eingeben, dann "Verlauf berechnen" klicken. | |||
Bedarfsrechner: Orientierungshilfe, kein Beratungsersatz. Phasenmodell vereinfacht - reale Einkommensverlaufe konnen abweichen. Verlaufsrechner: annuitatische Kurve ist Naherung des Restschuldverlaufs. Tarifverfugbarkeit je nach Versicherer unterschiedlich.
Warum der Rechner so rechnet
Der Rechner arbeitet nicht mit Pauschalfaktoren wie „das Dreifache des Jahresgehalts". Er rechnet von der realen monatlichen Lücke aus – der einzigen Größe, die tatsächlich abgesichert werden muss.
Haushaltskapital = Lücke × 12 × Überbrückungsjahre
Gesamtsumme = Haushaltskapital + Immobilie + Kinder + Puffer − Rücklagen
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Baustein 1
Haushalt
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Abgesichert wird, was tatsächlich gebraucht wird – nicht was verdient wird. Ein Haushalt mit 6.000 Euro Bruttogehalt hat vielleicht 3.800 Euro Netto und davon 3.200 Euro laufende Kosten. Die Versicherung muss die 3.200 Euro absichern, nicht das Gehalt. Wer Brutto-Einkommen ansetzt, überschätzt den Bedarf systematisch.
Das verbleibende Netto im Ernstfall ist die schwierigste Eingabe, weil hier der stärkste Drang zur Selbsttäuschung besteht. Realistisch einzurechnen:
Überbrückungsjahre: Wie lange soll die Leistung die Lücke schließen? Realistische Anhaltspunkte:
| Ziel | Typische Dauer |
|---|---|
| Bis das jüngste Kind aus dem Haus ist | 15–25 Jahre |
| Bis zum Renteneintritt des Überlebenden | 20–35 Jahre |
| Bis zur Ablösung einer Immobilie | 10–25 Jahre |
| Mindestabsicherung (Kinder selbstständig) | 18–20 Jahre ab heute |
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Baustein 2
Immobilie
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Der Rechner bietet zwei Ansätze, die beide fachlich vertretbar sind – je nachdem, welches Ziel erreicht werden soll.
Wann welcher Ansatz: Restschuld, wenn das Ziel die sofortige Ablösung des Kredits ist. Rate × Laufzeit, wenn das Ziel ist, die laufenden Zahlungen weiterzufinanzieren ohne den Überlebenden zur Sofortablösung zu zwingen.
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Baustein 3
Kinder
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Der Rechner bildet eine lineare Startsumme nach der Formel (Zielalter − Alter) × Jahresbedarf. Das ist eine Vereinfachung: In der Realität sinkt der Bedarf mit der Zeit, weil ältere Kinder weniger Jahre finanziert werden müssen. Die Summe ist deshalb als Startwert für eine fallende Versicherungssumme gedacht.
Was in den Jahresbedarf gehört:
| Lebensphase | Orientierung Jahresbedarf |
|---|---|
| Kleinkind mit Kita (inkl. Betreuungskosten) | 8.000–12.000 € |
| Schulkind | 6.000–9.000 € |
| Studierendes Kind (mit eigenem Wohnen) | 10.000–14.000 € |
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Baustein 4
Puffer und Rücklagen
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Der Puffer deckt Einmalkosten, die beim Tod entstehen und im laufenden Haushaltskapital nicht abgebildet sind.
Als Orientierung: 20.000–50.000 Euro. Für Akademikerhaushalte mit Kindern eher 30.000–50.000 Euro.
Was bei Rücklagen nicht eingerechnet werden darf:
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Besonderheit bei Paaren
Warum zwei Verträge
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In Paaren unterscheidet sich die monatliche Lücke je nach Todesfall erheblich. Wenn Person A (typisch: Hauptverdiener) stirbt, fällt ein hohes Einkommen weg – die Lücke ist groß. Wenn Person B stirbt, fällt das Einkommen zwar geringer aus, aber dafür entstehen Mehrkosten für Kinderbetreuung und Haushaltsführung, die vorher unentgeltlich geleistet wurden.
Eine gemeinsame Police würde in beiden Todesfällen dieselbe Summe auszahlen – obwohl der tatsächliche Bedarf unterschiedlich ist. Das ist entweder in einem Szenario zu viel oder im anderen zu wenig. Der Rechner berechnet beide Szenarien deshalb getrennt.
Was der Rechner nicht kann