Altersvorsorge Aachen

Altersvorsorge Aachen: Strategisch vorsorgen statt Produkte sammeln

Viele Menschen kümmern sich erst dann intensiver um ihre Altersvorsorge, wenn konkrete Produkte ins Spiel kommen: ETF, Rentenversicherung, Basisrente, betriebliche Altersvorsorge oder Immobilien. Der entscheidende Schritt kommt aber früher.

Bevor Sie entscheiden, wie Sie vorsorgen, sollten Sie zuerst klären, wie groß Ihre persönliche Rentenlücke überhaupt ist und welche Bausteine sinnvoll zusammenpassen.

Diese Seite ist der zentrale Einstieg in das Thema Altersvorsorge in Aachen. Sie richtet sich an Akademiker, Ärzte, Beamte, Anwälte, Ingenieure, wissenschaftliche Mitarbeiter und gut verdienende Angestellte, die ihre Altersvorsorge strukturiert aufbauen möchten.

Kurz gesagt: Nicht Produkte sammeln, sondern eine passende Strategie entwickeln.


Ihr Ansprechpartner für Altersvorsorge in Aachen

Jan Pohl – Versicherungsmakler Aachen

Ich berate seit vielen Jahren Mandanten in Aachen und Umgebung zu Vorsorge- und Versicherungskonzepten – insbesondere Akademiker, Ärzte, wissenschaftliche Mitarbeiter, Beamte, Ingenieure und andere anspruchsvolle Zielgruppen. Im Mittelpunkt steht nicht der Verkauf einzelner Produkte, sondern die Frage, wie sich eine langfristig tragfähige Altersvorsorgestruktur aufbauen lässt.


Inhaltsübersicht


Warum Altersvorsorge in Aachen ein wichtiges Thema ist

In Aachen arbeiten viele Menschen in akademischen und spezialisierten Berufen: Ingenieure, wissenschaftliche Mitarbeiter an der RWTH, Ärzte, Beamte, Juristen oder leitende Angestellte. Diese Berufsgruppen haben häufig stabile Karrieren und gute Einkommen. Genau das führt aber oft zu einem Denkfehler:

Viele gehen davon aus, dass gesetzliche Rente, Versorgungswerk, Pension oder bestehende Verträge später automatisch ausreichen werden.

In der Praxis zeigt sich häufig etwas anderes. Wer heute gut verdient, möchte im Ruhestand meist nicht auf einen völlig anderen Lebensstandard zurückfallen. Die vorhandenen Versorgungssysteme bilden diesen Anspruch aber oft nur teilweise ab. Daraus entsteht die eigentliche Herausforderung der Altersvorsorge: die Versorgungslücke zwischen gewünschtem Einkommen und den später tatsächlich verfügbaren Einkünften.

Eine gute Altersvorsorge in Aachen bedeutet deshalb nicht, möglichst viele Verträge abzuschließen. Entscheidend ist, die eigene Situation systematisch zu analysieren und daraus eine sinnvolle Struktur zu entwickeln.

Praxisbeispiel aus der Beratung

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der RWTH Aachen mit Anfang 30 verdient rund 70.000 € jährlich. Seine Renteninformation zeigt eine voraussichtliche gesetzliche Rente von rund 1.900 € brutto. Sein gewünschtes Einkommen im Ruhestand liegt jedoch bei etwa 3.500 € monatlich. Daraus ergibt sich – je nach weiteren Bausteinen – eine erhebliche Rentenlücke, die ohne gezielte Vorsorge langfristig nicht geschlossen wird.


Der erste Schritt: Rentenlücke berechnen

Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand benötigen, und den Einkünften, die Sie später voraussichtlich erhalten.

Zu diesen Einkünften können gehören:

  • gesetzliche Rente
  • Versorgungswerk
  • Pension
  • betriebliche Altersvorsorge
  • bestehende private Rentenverträge
  • Vermögen oder sonstige Einkünfte

Erst wenn diese Lücke bekannt ist, lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Vorsorgeinstrumente tatsächlich notwendig sind.

Beispielrechnung

Position Betrag monatlich
Gewünschtes Einkommen im Ruhestand 3.500 €
Gesetzliche Rente 1.850 €
Betriebliche Altersvorsorge 350 €
Verbleibende Rentenlücke 1.300 €

In diesem Beispiel müssten langfristig rund 1.300 € zusätzlich pro Monat aufgebaut werden. Daraus wird schnell klar: Altersvorsorge ist keine Nebensache, sondern ein langfristiges strategisches Thema.

Wenn Sie diesen Überblick noch nicht haben, starten Sie hier:

Wenn Sie wissen möchten, wie groß Ihre persönliche Rentenlücke tatsächlich ist, können wir das gemeinsam strukturiert berechnen.

→ Beratung zur Altersvorsorge in Aachen anfragen


Welche Bausteine zur Altersvorsorge passen können

Eine gute Altersvorsorge besteht selten aus nur einem einzelnen Baustein. Häufig ist eine Kombination sinnvoll – abhängig von Beruf, Einkommen, steuerlicher Situation, Risikoprofil und gewünschter Flexibilität.

1. Steuerlich geprägte Vorsorgebausteine

Dazu gehören insbesondere die Basisrente / Rürup-Rente und – bei Angestellten – die betriebliche Altersvorsorge. Diese Lösungen können steuerliche Vorteile bieten, sind aber oft stärker reglementiert und weniger flexibel.

2. Flexible private Vorsorge

Viele Mandanten setzen zusätzlich auf flexiblere Bausteine – zum Beispiel über eine Privatrente, ein Altersvorsorgedepot oder die Frage ETF oder Fondspolice.

3. Ergänzende Vermögensbausteine

Auch Immobilien, vorhandene Verträge, freie Kapitalanlagen oder in manchen Fällen Riester können Teil einer langfristigen Vorsorgestruktur sein. Entscheidend ist, dass die Bausteine sinnvoll zusammenarbeiten und nicht einfach nebeneinanderstehen.

Die richtige Frage lautet also nicht: Welches Produkt ist das beste?
Sondern: Welche Kombination passt zu meiner persönlichen Situation?


ETF-Depot oder Fondspolice?

Diese Frage stellt sich in der Beratung sehr häufig. Beide Wege können sinnvoll sein, haben aber unterschiedliche Stärken.

Kriterium ETF-Depot Fondspolice
Flexibilität hoch mittel
Steuerliche Struktur klassisch über Kapitalerträge je nach Vertragsgestaltung Besonderheiten in der Auszahlungsphase
Auszahlungsphase frei gestaltbar stärker strukturiert
Vererbbarkeit hoch abhängig vom Tarif

Wer maximale Flexibilität möchte, tendiert oft eher zum Depot. Wer stärker in Richtung strukturierte Rentenphase denkt, schaut häufig auf die Fondspolice. Eine ausführliche Einordnung finden Sie hier:

→ ETF oder Fondspolice

Wenn Sie unsicher sind, welche Bausteine für Ihre Situation sinnvoll sind, können wir das gemeinsam einordnen.

→ Jetzt Beratungstermin vereinbaren


Wie ein gutes Altersvorsorgekonzept entsteht

Gute Altersvorsorge entsteht nicht durch Aktionismus, sondern in einer sinnvollen Reihenfolge.

  1. Bestehende Versorgung analysieren
  2. Rentenlücke ermitteln
  3. Sparrate festlegen
  4. Risikoprofil bestimmen – einen guten Einstieg finden Sie hier: Risikoklassen in der Altersvorsorge
  5. Bausteine sinnvoll kombinieren
  6. Konzept regelmäßig überprüfen und anpassen

Gerade bei Akademikern und gut verdienenden Angestellten mit steigenden Einkommen ist es sinnvoll, die Vorsorge regelmäßig anzupassen. Ein gutes Konzept wächst mit Ihrer Karriere und Ihrer Lebensplanung mit.


Altersvorsorge nach Zielgruppe

Nicht jede Berufsgruppe startet mit denselben Voraussetzungen. Deshalb finden Sie auf meiner Website zusätzliche Spezialseiten für typische Zielgruppen in Aachen und Umgebung.

Ärzte und Mediziner

Wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden

Ingenieure

Beamte

Anwälte

Nach Lebensphase


Häufige Fehler bei der Altersvorsorge

  • zu frühe Festlegung auf ein einzelnes Produkt ohne Gesamtstrategie
  • Überschätzung gesetzlicher, berufsständischer oder betrieblicher Versorgung
  • keine klare Planung der Auszahlungsphase
  • fehlende Anpassung an steigendes Einkommen oder veränderte Lebenssituationen
  • zu starke Konzentration auf nur einen Baustein
  • fehlende Absicherung der Arbeitskraft – einen Überblick finden Sie hier: Einkommensabsicherung

Häufige Fragen zur Altersvorsorge in Aachen

Wie berechnet man seine Rentenlücke?

Die Rentenlücke ergibt sich aus der Differenz zwischen dem gewünschten Einkommen im Ruhestand und den Einkünften, die Sie später voraussichtlich erhalten. Einen Einstieg finden Sie hier: Rentenlücke berechnen.

Wie viel Geld braucht man im Ruhestand?

Viele Haushalte orientieren sich an etwa 70 bis 80 % ihres letzten Nettoeinkommens. Die tatsächliche Höhe hängt aber stark von Ihrer Lebensplanung ab. Mehr dazu hier: Wie viel Geld braucht man im Ruhestand?.

Ist eine Basisrente sinnvoll?

Für Gutverdiener kann die Basisrente steuerlich attraktiv sein. Ob sie in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Einkommen, steuerlicher Situation und Gesamtstruktur Ihrer Vorsorge ab. Mehr dazu: Basisrente / Rürup-Rente.

ETF-Depot oder Fondspolice – was ist besser?

Beide Lösungen haben unterschiedliche Stärken. Ein Depot ist meist flexibler, eine Fondspolice kann dafür eine stärker strukturierte Auszahlungslogik bieten. Ausführlicher Vergleich: ETF oder Fondspolice.

Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?

Sie kann sinnvoll sein – besonders dann, wenn Arbeitgeberzuschüsse oder gute Rahmenbedingungen vorhanden sind. Details hier: Betriebliche Altersvorsorge.

Wann sollte man mit Altersvorsorge beginnen?

Grundsätzlich so früh wie möglich. Noch wichtiger als der perfekte Startzeitpunkt ist aber ein langfristig tragfähiger und durchdachter Plan.

Wie viel sollte man monatlich sparen?

Das hängt nicht von einer pauschalen Regel ab, sondern vor allem von Ihrer Rentenlücke, Ihrem Alter und Ihrem gewünschten Ruhestandsniveau.


Beratung zur Altersvorsorge in Aachen

Wenn Sie Ihre Altersvorsorge in Aachen nicht dem Zufall überlassen möchten, sollten wir Ihre Situation strukturiert durchgehen. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Produkte, sondern Ihre Ziele, Ihre Versorgungslücke und die Frage, welche Bausteine wirklich zu Ihnen passen.

Ich berate unter anderem Akademiker, Ärzte, Beamte, Anwälte, Ingenieure, wissenschaftliche Mitarbeiter und gut verdienende Angestellte in Aachen und Umgebung.

Der nächste Schritt ist einfach:

→ Jetzt Kontakt aufnehmen und Beratungstermin vereinbaren

Jan Pohl Versicherungsmakler Aachen

Warum private Altersvorsorge bei einem Versicherungsmakler vor Ort in Aachen?

Private Altersvorsorge ist wichtig! Egal, ob Sie Angestellter, Freiberufler, Selbständiger oder auch Beamter sind. Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass die bestehenden gesetzlichen Vorsorgesysteme an ihre Grenzen kommen und auf Dauer das Versorgungsniveau nicht mehr halten können.

 

Kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Ihre Anfrage!

IN 7 SCHRITTEN ZUM PASSENDEN ALTERSVORSORGEKONZEPT

Der Weg zur passenden Altersvorsorge für Ihren Ruhestand ist nicht einfach und es gibt kein eindeutiges Konzept, welches 100 %ig richtig ist. Sie haben noch viele Jahre bis zu Ihrem Ruhestand vor sich. In der Zwischenzeit kann viel passieren. Daher ist es wichtig, möglichst flexibel zu sein und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Ein Altersvorsorgekonzept entwickelt sich immer weiter, da sich die Voraussetzungen und Prioritäten in Ihrem Leben ändern. Der Student, der zu Beginn seines Studiums von einem Ruhestand im Süden mit Sportwagen träumt, hat mit Mitte 50 2-3 Kinder, ist verheiratet und träumt davon, im Alter viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

Eine große Erbschaft, ein Lottogewinn oder auch negative Ereignisse, wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit können eine Vorsorgeplanung deutlich verändern. Ein Altersvorsorgekonzept ist also keine einmalige Sache, sondern muss regelmäßig überprüft und auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Mit folgenden Schritten können Sie sich aber ein für Sie individuell passendes Konzept entwickeln:

  1. RENTENLÜCKE BERECHNEN

    • als erstes sollten Sie sich eine Übersicht über Ihre Versorgungssituation im Ruhestand verschaffen
    • Was haben Sie an Renten / Vermögen im Ruhestand zur Verfügung <-> Wieviel benötigen Sie im Ruhestand
  2. SPARBEITRAG FESTLEGEN

    • welchen Betrag können Sie monatlich für Ihren Ruhestand sicher zur Seite legen
    • welchen Betrag können Sie einmalig / unreglemäßig für Ihren Ruhestand zurücklegen
    • haben Sie Rücklagen für unvorhersehbare Ereignisse eingeplant (Notgroschen)
  3. WOLLEN SIE IHRE ALTERSVORSORGE ÜBER LEBENS – / RENTENVERSICHERUNGEN AUFBAUEN?

    • Eine Altersvorsorge kann gut über Lebens- / Rentenversicherungen aufgebaut werden, da gerade hier das „Langlebigkeitsrisiko“ abgesichert werden kann. Es ist aber nur eine von vielen verschiedenen Möglichkeiten für das Alter vorzusorgen. Häufig macht es Sinn, verschiedene Bausteine miteinander zu kombinieren (Rentenversicherungen, Immobilien, Aktienfonds etc.)
  4. AUSWAHL DER ALTERSVORSORGESCHICHT IM SINNE DES ALTERSEINKÜNFTEGESETZES (ALTEINKG) – GGF. VERSCHIEDENE SCHICHTEN MITEINANDER KOMBINIEREN

    • Das Alterseinkünftegesetz sieht verschiedene Möglichkeiten vor (3 Schichten), die man gut miteinander kombinieren kann.
    • Wollen Sie staatliche Förderungen nutzen? – jede Schicht hat Vor- und auch Nachteile!
    • Wollen Sie eine lebenslange Rente oder eine einmalige Leistung?
    • Wie schätzen Sie Ihre steuerliche Situation in der Ansparphase und in der Rentenphase ein?
  5. WAHL DES ANLAGEKONZEPTES PASST ZU IHNEN UND WELCHE GARANTIEMODELLE BEVORZUGEN SIE?

    • Es gibt unterschiedlichste Anlagekonzepte innerhalb der Lebens-/ Rentenversicherung. Welches passt zu Ihnen?
    • Welche Risiken wollen Sie in der Kapitalanlage eingehen?
    • Welche Leistungen innerhalb der Altersvorsorgeverträge sollen garantiert werden (z.B. Beitragsgarantie, max. Garantiezinssatz / Höchstrechnungszinssatz (aktuell 1 %), individuelle Garantie)?
  6. BLICK INS „KLEINGEDRUCKTE“

    • Kosten (Verwaltungskosten, Kapitalanlagekosten, Stückkosten, Versicherungskosten etc.)
    • Rentengarantiefaktoren (Garantiert, nicht garantiert?, Treuhänderklausel?)
    • Zusatzversicherungen
    • Flexibilität von Ein- und Auszahlungen
  7. WAHL DER VERSICHERUNGSGESELLSCHAFT

    1. nicht jede Versicherungsgesellschaft bietet alle Anlage- / Garantieformen an
    2. Welche Versicherungsgesellschaft kann Ihre Anforderungen / Vorgaben am ehesten erfüllen?
    3. Welcher Gesellschaft wollen Sie Ihre Altersvorsorge anvertrauen?

Im weiteren Verlauf dieser Seite können Sie sich über die einzelnen Schritte informieren und sich erste Gedanken machen. Bedenken Sie aber auch, das ein Altersvorsorgekonzept in der Regel von regelmäßigen Einzahlungen lebt. Diese können Sie nur leisten, solange Sie ein Einkommen erzielen können. Daher ist es wichtig, dass Sie sich um eine Absicherung Ihrer Erwerbstätigkeit (Einkommensabsicherung) machen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Einkommensabsicherung

Finanzbedarf im Ruhestand) – (Einnahmen aus gesetzlicher und privater Altersvorsorge) + (Steuern und Krankenversicherungsbeitrag im Alter) + (Inflation) = Versorgungslücke

Die persönliche Rentenlücke zu berechnen ist gar nicht so einfach und niemals 100 %ig richtig. Es kann immer nur mit Annahmen gerechnet und Prognosen angesetzt werden. Außerdem muss geklärt werden, welches Rentenniveau Sie erreichen möchten. Oft wird mit einem Rentenniveau von ca. 80 % des letzten Nettoeinkommens gerechnet. Ob das ausreichend ist, müssen Sie individuell entscheiden. Vieles hängt damit zusammen, wie Sie sich Ihren Lebensstandard als Rentner vorstellen. Mehrkosten aufgrund von häufigen Arztbesuchen und Medikamentenkosten sind zu erwarten. Kosten, die aufgrund Ihrer bisherigen Arbeitstätigkeit entstehen, wie z.B. Fahrtkosten und Berufskleidung werden eingespart. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Aufwendungen für Lebens- und Rentenversicherungen fallen nun weg. Vielleicht haben Sie sich eine eigene Immobilie gekauft, die nun abbezahlt ist. Hier fallen die Finanzierungsraten weg. Als Rentner haben Sie mehr Zeit Urlaube zu machen und das Leben zu genießen, als während des Erwerbslebens. Daher können die Kosten sogar höher sein, wenn Sie sich im Alter etwas gönnen möchten.

Wenn Sie nun wissen, wie viel Geld Sie als Rentner zur Verfügung haben möchten, kommen wir zum nächsten Schritt.

ZU ERWARTENDE ANWARTSCHAFTEN AUS RENTENSYSTEMEN

Im nächsten Schritt werden die bisher erreichten Anwartschaften ermittelt und versucht zu schätzen, was diese zu Beginn des Ruhestandes wirklich noch wert sind. Durch Inflation nimmt die Kaufkraft von Jahr zu Jahr ab.

Die gesetzlichen Versorgungssysteme informieren Ihre Mitglieder jährlich über die erreichten Anwartschaften und wagen eine Prognose über die zukünftige Entwicklung der Ansprüche.

Wenn Sie bereits Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung erworben haben (mindestens 60 Beitragsmonate) können Sie hier Ihre aktuelle Renteninformation bei der Deutschen Rentenversicherung bestellen.

Die Rentenformel der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in Deutschland berechnet sich nach folgender Formel:

Rente = Entgeltpunkte * Zugangsfaktor * Rentenartfaktor * Aktueller Rentenwert

  • Entgeltpunkte: Diese Punkte werden für jedes Jahr, in dem Sie Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben, berechnet. Sie spiegeln das Verhältnis Ihres jährlichen Einkommens zum Durchschnittseinkommen aller Versicherten wider. Ein Entgeltpunkt entspricht dem Durchschnittseinkommen.
  • Zugangsfaktor: Dieser Faktor berücksichtigt Abschläge für eine vorzeitige Rente oder Zuschläge für eine spätere Rente. Bei regulärem Renteneintritt beträgt der Zugangsfaktor 1,0.
  • Rentenartfaktor: Dieser Faktor hängt von der Art der Rente ab, die Sie beziehen. Bei der Altersrente beträgt der Rentenartfaktor in der Regel 1,0.
  • Aktueller Rentenwert: Dieser Wert gibt an, wie viel eine monatliche Rente pro Entgeltpunkt beträgt. Er wird jährlich angepasst.

Bitte beachten Sie, dass diese Formel eine Vereinfachung ist und die tatsächliche Berechnung der Rente je nach individuellen Umständen variieren kann.

Nun setzen Sie Einkommen, welches Sie zurzeit erzielen ins Verhältnis zur Rente, welches Sie aus dem Versorgungssystem (gesetzliche Rentenversicherung, oder Versorgungswerk) zu erwarten haben.

Gerade bei Berufseinsteigern und Akademikern ist das im Laufe des Lebens zu erreichende Einkommen schwer zu prognostizieren. Lohnsteigerungen und ggf. auch Brüche im Arbeitsleben sind zu erwarten.

Bestehende Verträge für Ihre Altersvorsorge, die Sie selber oder Ihr Arbeitgeber bereits für Ihren Ruhestand abgeschlossen haben, werden hier selbstverständlich berücksichtigt.

Um den Kaufkraftverlust durch Inflation auszugleichen wird in der Praxis häufig mit einer Inflationsrate von 1,5 % – 2 % bezogen auf das jetzige Einkommen gerechnet. Nimmt man eine Inflationsrate von 1,5 % über einen Zeitraum von 35 Jahren an, verringert sich beispielsweise die Kaufkraft einer Rente von 2.000 € auf nur noch 1.187,73 €.

Lohnsteigerungen werden eher nicht in die Berechnung einbezogen, da diese kaum zu prognostizieren sind. Zum Ausgleich dieser Lohnsteigerungen werden dann die Beiträge für die Altersvorsorge laufend beispielsweise über eine Dynamik angepasst.

Das Ergebnis ist die Summe, die Sie im Alter zusätzlich benötigen, um Ihren Ruhestand ohne finanzielle Sorgen genießen zu können.

Nun müssen Sie entscheiden, auf welche Art und Weise Sie diese Versorgungslücke schließen wollen.

Mit diesem Rentenlückenrechner können Sie Ihre Rentenlücke berechnen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten innerhalb des Schichtensystems im Sinne des Alterseinkünftegesetzes (AltEinkG) vorzusorgen.

Die 3 Schichten der Altersvorsorge

Es stehen grundsätzlich drei Schichten für Ihre zusätzliche individuelle Altersvorsorge zur Verfügung:

  1. Schicht: Basis Rente (auch „Rürup-Rente“ genannt)
  2. Schicht: Zulagen Rente (auch „Riester-Rente“ genannt) und betriebliche Altersvorsorge (in 5 Durchführungswegen)
  3. Schicht: Privatrente

Die Einzelheiten und die genaue Funktionsweise entnehmen Sie bitte den oben angegebenen Links zu den entsprechenden Seiten auf dieser Homepage.  Dort werden die einzelnen Schichten anschaulich dargestellt. Oft kann es Sinn machen, die einzelnen Schichten miteinander zu kombinieren.

Außerdem wird das Thema in diesem Wikipedia Artikel sehr umfangreich dargestellt.

Unterschiedliche Anlageformen und Garantiemodelle in der Lebens- und Rentenversicherung

Je nachdem für welche Form der Altersvorsorge Sie sich entschieden haben, können Sie sich nun für unterschiedliche Anlagemodelle innerhalb des Altersvorsorgevertrages entscheiden.

Die „Riesterrente“ und die „betriebliche Altersvorsorge“ sehen eine so genannte „Beitragsgarantie“ vor. Hier können Sie nur insoweit über die Anlage Ihrer Sparbeiträge frei entscheiden, soweit diese nicht für die Darstellung der „Beitragsgarantie“ verwendet werden müssen. Bei der „Beitragsgarantie“ bekommen Sie am Ende der Laufzeit immer mindestens Ihre eingezahlten Beiträge zurück. Vollkommen egal, wie sich die Kapitalmärkte in der Zwischenzeit entwickelt haben, bzw. wie die Versicherungsgesellschaft in der Zwischenzeit mit Ihren Beiträgen gearbeitet hat.

Sie haben grundsätzlich die Wahl, ob Sie einen Renten- oder Lebensversicherungsvertrag mit oder ohne Garantien besparen möchten.

Diese Garantien werden von den Versicherungsgesellschaften auf unterschiedlichste Art und Weise dargestellt. Sie müssen entscheiden, welches Anlagemodell zu Ihnen passt und welche Risiken Sie eingehen wollen, um Chancen am Kapitalmarkt wahrzunehmen.

Hier finden Sie eine Auswahl von unterschiedlichen Garantiemodellen

Eine sehr lesenswerte Übersicht zu unterschiedlichen Garantiemodellen finden Sie auch hier (Quelle: Franke-Bornberg): Verschiedene Anlageformen von Rentenversicherungen verständlich erklärt

Je nachdem, für welches Modell Sie sich entschieden haben, oder ob Sie ganz auf Garantien verzichten wollen, können Sie nun bestimmen, wie Ihr Geld innerhalb der Lebens- oder Rentenversicherung angelegt werden soll.

Hier haben Sie je nach Gesellschaft eine unterschiedliche Auswahl von verschiedenen Investmentfonds, die Sie individuell entsprechend Ihrem Risikoprofil zusammenstellen können. Sie haben aber auch die Möglichkeit Ihre Altersvorsorge komplett managen zu lassen. Dafür bieten die meisten Gesellschaften gemanagte Depots mit unterschiedlichen Risikoprofilen an.

ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT ZUR ALTERSVORSORGE:

Je früher, desto besser. Kombinieren Sie die Anlagemöglichkeiten und vergessen Sie nicht die Einkommensabsicherung

Ihre Altersvorsorge ist für Ihre finanzielle Zukunft ein wichtiges Thema. Je früher Sie damit beginnen, eine Altersvorsorge aufzubauen, umso weniger müssen Sie monatlich dafür aufwenden, da Sie gerade bei langen Laufzeiten stark vom Zinseszinseffekt profitieren können.

Die Altersvorsorge setzt sich oft aus verschiedenen Komponenten und unterschiedlichen Schichten zusammen, sodass Sie die Vorteile der einzelnen Schichten der Altersvorsorge sinnvoll miteinander kombinieren können.

Vergessen Sie jedoch nicht, sich gegen sonstige Lebensrisiken abzusichern. Sollte beispielsweise Ihr Einkommen aufgrund von Krankheit oder Unfällen wegfallen, werden Sie die monatlichen Sparraten für Ihre Altersvorsorge nicht mehr aufbringen können.

Weitere Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie in der Rubrik Einkommensabsicherung.

Eine große Stärke von Lebensversicherungen ist die Darstellung einer lebenslangen Rente. Nur mit eine Lebensversicherung können sie das so genannte „Langlebigkeitsrisiko“ absichern. Was sich im ersten Moment positiv anhört, kann durchaus problematisch werden, wenn Sie Ihre Altersvorsorge beispielsweise „nur“ bis zum 95. Lebensjahr kalkuliert haben, dann aber doch 100 Jahre, oder sogar älter werden.

WIE ALT WERDEN SIE?

Anhand dieser App können Sie ermitteln, wie alt Sie voraussichtlich werden

Es gibt verschiedene Arten von Lebensversicherungen, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele abdecken. Hier sind die gängigsten Arten:

  1. Risikolebensversicherung: Diese Art von Lebensversicherung bietet einen Todesfallschutz über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel zwischen 10 und 30 Jahren. Wenn der Versicherungsnehmer während der Laufzeit des Vertrags stirbt, wird die vereinbarte Todesfallsumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Wenn der Versicherungsnehmer den Vertrag überlebt, gibt es keine Auszahlung.
  2. Kapitalbildende Lebensversicherung: Diese Art von Lebensversicherung kombiniert den Todesfallschutz mit einer Spar- oder Anlagekomponente. Ein Teil der Prämien wird zur Bildung eines Kapitalstocks verwendet, der am Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird, wenn der Versicherungsnehmer noch lebt. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Laufzeit des Vertrags, wird die Todesfallsumme (oder in einigen Fällen die Todesfallsumme plus der aufgebaute Kapitalstock) an die Hinterbliebenen ausgezahlt.
  3. Rentenversicherung: Diese Art von Lebensversicherung zielt darauf ab, ein regelmäßiges Einkommen während des Ruhestands zu gewährleisten. Die Beiträge, die während der aktiven Arbeitszeit gezahlt werden, werden angelegt und als regelmäßige Rentenzahlungen während des Ruhestands ausgezahlt.
  4. Berufsunfähigkeitsversicherung: Obwohl sie nicht direkt eine Lebensversicherung ist, wird sie oft in Kombination mit einer Lebensversicherung abgeschlossen. Sie bietet finanziellen Schutz, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund einer Krankheit oder Verletzung nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben.
  5. Sterbegeldversicherung: Diese Art von Lebensversicherung zielt darauf ab, die Kosten für die Beerdigung und andere damit verbundene Ausgaben zu decken. Sie zahlt einen festgelegten Betrag aus, wenn der Versicherungsnehmer stirbt.

Kapitalbildende Lebensversicherungen sind eine Form der Lebensversicherung, die sowohl einen Todesfallschutz als auch eine Spar- oder Anlagekomponente bietet. Es gibt verschiedene Arten von kapitalbildenden Lebensversicherungen, die sich in der Art und Weise unterscheiden, wie die Spar- oder Anlagekomponente verwaltet wird. Hier sind die gängigsten Arten:

  1. Klassische Kapitallebensversicherung: Bei dieser Art von Versicherung werden die Beiträge des Versicherungsnehmers in einen allgemeinen Anlagepool der Versicherungsgesellschaft investiert, der in der Regel eine Mischung aus sicheren Anlagen wie Staatsanleihen umfasst. Die Rendite wird in Form einer jährlichen Überschussbeteiligung gutgeschrieben.
  2. Fondsgebundene Lebensversicherung: Bei dieser Art von Versicherung werden die Beiträge des Versicherungsnehmers in Investmentfonds investiert. Die Auswahl der Fonds kann entweder vom Versicherungsnehmer selbst oder von der Versicherungsgesellschaft getroffen werden. Die Rendite hängt von der Performance der ausgewählten Fonds ab.
  3. Indexgebundene Lebensversicherung (auch bekannt als Index-Policen): Bei dieser Art von Versicherung wird die Rendite an die Performance eines bestimmten Index (z.B. DAX oder Euro Stoxx 50) gekoppelt. Wenn der Index steigt, steigt auch der Wert der Police, allerdings oft bis zu einem bestimmten Höchstwert (Cap). Wenn der Index fällt, wird in der Regel ein Mindestwert (Floor) garantiert.
  4. Hybride Lebensversicherung: Diese Art von Versicherung kombiniert Elemente der klassischen und der fondsgebundenen Lebensversicherung. Ein Teil der Beiträge wird in einen allgemeinen Anlagepool investiert, während der andere Teil in Investmentfonds investiert wird.

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