Rentenlückenrechner (Akademiker)

Rentenlückenrechner – Profi-Version

Rentenlückenrechner

Deine Altersvorsorge – transparent und in heutiger Kaufkraft.

Info: Dieser Rechner ermittelt deine Rentenlücke inflationsbereinigt. Er zeigt dir den Kapitalbedarf und die nötige Sparrate, um deinen Lebensstandard real zu halten.

1. Person & Rentenphase

Lebensdauer-Annahme


2. Einkommen & Wunsch-Rente

Einkommensplus über Inflation (Karriere). Wichtig für das Ziel-Niveau!
Vom hochgerechneten Endgehalt.

3. Gesicherte Alterseinkünfte

Wichtig: Alle Eingaben in heutiger Kaufkraft. Renten/Pensionen brutto, Mieteinnahmen netto.
Wert aus Bescheid oder Schätzung.

4. Annahmen

20 %
Mieteinnahmen (Netto) werden nicht nochmal besteuert.
Nur für PKV relevant. GKV ist im Steuer-Abschlag enthalten.

Ergebnisse

Werte in heutiger Kaufkraft

Rentenlückenrechner – in 60 Sekunden verstehen

Alle Ergebnisse in heutiger Kaufkraft

Dieser Rechner zeigt Ihnen in heutigen Euro, ob Ihre voraussichtlichen Alterseinkünfte (z. B. Rente/Pension/Versorgungswerk, bAV, private Renten und Mieteinnahmen) ausreichen, um Ihren Lebensstandard zu halten. Falls nicht, sehen Sie die monatliche Lücke, den Kapitalbedarf zum Rentenbeginn und eine monatliche Sparrate als Orientierung.

Warum „heutige Kaufkraft“?
Beträge in 20–30 Jahren wirken oft hoch, sind aber ohne Kaufkraftbezug schwer einzuordnen. Der Rechner rechnet deshalb so, dass Sie Ihre späteren Werte direkt mit Ihrem heutigen Lebensstandard vergleichen können.

Warum eine Versorgungslücken-Analyse wichtig ist

1) Vergleichbarkeit
Heute vs. Ruhestand – auf derselben Basis
Ohne Kaufkraftbezug vergleichen viele „Zahlen aus dem Rentenbescheid“ mit ihrem heutigen Alltag. Das führt leicht zu falschen Schlussfolgerungen.
2) Netto entscheidet
Brutto ist nicht das, was Ihnen bleibt
Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung reduzieren Alterseinkünfte. Für die Lebensplanung zählt, was netto tatsächlich zur Verfügung steht.
3) Gesamtbild statt Einzelwerte
Mehrere Quellen – ein realistischer Überblick
Viele Einkünfte werden isoliert betrachtet (Rente, bAV, Miete, privat). Erst die Summe zeigt, ob der gewünschte Lebensstandard erreichbar ist.
4) Zeit ist der Engpass
Früher planen = mehr Optionen
Je früher die Lücke bekannt ist, desto flexibler sind die Stellschrauben: Sparrate, Anlageform, Rentenbeginn, Teilzeitphasen, Zielniveau.
Typische Stolperfallen:
  • Nominalwerte werden als „real“ interpretiert, obwohl Kaufkraftverluste nicht berücksichtigt sind.
  • Bruttoangaben werden mit Netto-Lebensstandard verglichen.
  • Einzelquellen werden nicht zusammengeführt (z. B. Rente + bAV + Miete + private Rente).

So rechnet der Rechner – inhaltlich nachvollziehbar

Der Rechner beantwortet drei Fragen:
  • Welche Netto-Rente möchten Sie im Ruhestand in heutiger Kaufkraft erreichen?
  • Welche Netto-Einkünfte sind voraussichtlich gesichert (aus allen Quellen zusammen)?
  • Welche Lücke bleibt daraus – und was bedeutet das als Kapitalbedarf und Sparrate?

1) Zielniveau: Wunschrente aus Quote oder Fixbetrag

Sie können Ihre gewünschte Netto-Rente auf zwei Wegen festlegen: Entweder als Versorgungsquote (z. B. 80 % des späteren Netto-Einkommens) oder als Fixbetrag in heutiger Kaufkraft.

Warum berücksichtigt der Rechner eine Lohnsteigerung/Dynamik?
Weil sich Ihr Lebensstandard häufig mit dem Einkommen entwickelt. Wer heute 3.500 € netto hat, liegt am Ende der Karriere oft höher. Ohne diese Entwicklung wird das Zielniveau häufig zu niedrig angesetzt, und die Lücke wirkt kleiner als sie in der Realität empfunden wird.

2) Gesicherte Einkünfte: alle Quellen – aber netto gedacht

Sie tragen Ihre erwarteten Alterseinkünfte ein (z. B. Rente/Pension/Versorgungswerk, bAV, private Renten, Mieteinnahmen, Sonstiges). Der Rechner führt das zu einem Gesamtbild zusammen.

Warum ein „Netto-Abschlag“?
Alterseinkünfte werden je nach Art unterschiedlich belastet (Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung). Für einen verständlichen Überblick nutzt der Rechner wahlweise:
  • pauschal einen Abschlag auf Brutto-Einkünfte (ein realistischer Mittelwert), oder
  • erweitert getrennte Abschläge je Einkunftsart (wenn Sie genauer differenzieren möchten).
Das verhindert Scheingenauigkeit und hält die Logik nachvollziehbar. In einer Beratung kann das später präzise berechnet werden.
Wichtig: Mieteinnahmen werden in diesem Modell als Netto eingegeben (nach Kosten). Deshalb werden sie nicht nochmals durch den pauschalen Steuer-/Abschlag reduziert.

3) Rentenlücke: Ziel minus gesichert

Die monatliche Rentenlücke ergibt sich als: Wunschrente (netto) – gesicherte Netto-Einkünfte. Ist die Differenz negativ, setzt der Rechner die Lücke auf 0 €.


4) Warum Realzins statt „Zins nach Gefühl“

Um in heutiger Kaufkraft rechnen zu können, trennt der Rechner Nominalrendite und Inflation. Daraus wird der Realzins abgeleitet:

Realzins (vereinfachte Logik):
(1 + Nominalrendite) / (1 + Inflation) − 1
Der Realzins zeigt, wie stark Vermögen nach Kaufkraftverlusten tatsächlich wächst.

5) Kapitalbedarf: zwei sinnvolle Sichtweisen

Der Rechner zeigt zwei Szenarien, weil Menschen sehr unterschiedlich planen:

Szenario 1: Kapitalverzehr
Vermögen wird in der Rentenzeit planmäßig aufgebraucht
Das ist in der Praxis häufig die realistischere Planung: Das Kapital dient dazu, die Lücke bis zum angenommenen Lebensende zu schließen.
Szenario 2: Kapitalerhalt
Kapital bleibt erhalten, es werden nur Erträge entnommen
Das ist nur bei ausreichend positivem Realzins sinnvoll darstellbar und dient vor allem der Größenordnung: „Was müsste da sein, wenn das Kapital unangetastet bleiben soll?“

6) Sparrate: aus Kapitalbedarf und Ansparzeit

Aus dem Kapitalbedarf (Kapitalverzehr) und Ihrer Ansparzeit bis Rentenbeginn errechnet der Rechner eine monatliche Sparrate. Diese Sparrate wird zusätzlich in Relation zu Ihrem heutigen Netto-Einkommen dargestellt, damit Sie das Ergebnis einordnen können.

Hinweis zur Einordnung:
Kleine Änderungen an Inflation, Rendite oder Rentendauer können die Ergebnisse deutlich verschieben. Der Rechner ist deshalb bewusst als Orientierung gebaut – die Feineinstellung gehört in eine individuelle Planung.
Hinweis zu Lebenserwartung:
Die Annahmen „Rente + 20 Jahre“ bzw. „Rente + 25 Jahre“ sind typische Planungswerte – keine individuelle Prognose. Sie können das Zielalter jederzeit anpassen, um konservativer oder optimistischer zu rechnen.

Glossar – Begriffe kurz erklärt

Heutige Kaufkraft
Darstellung aller Werte so, als würden sie heute ausgegeben. Dadurch werden spätere Eurobeträge direkt mit Ihrem heutigen Lebensstandard vergleichbar.
Versorgungslücke / Rentenlücke
Differenz zwischen Ihrer gewünschten Netto-Rente und den voraussichtlich verfügbaren Netto-Einkünften im Ruhestand. Negative Werte werden im Rechner zu 0 € gesetzt.
Versorgungsquote
Prozentsatz Ihres (hochgerechneten) Netto-Einkommens, den Sie im Ruhestand zur Verfügung haben möchten (z. B. 80 %).
Reale Lohnsteigerung
Einkommenserhöhung über der Inflation. Beispiel: 1 % real bedeutet, Ihr Einkommen steigt stärker als die Preise – Ihr Lebensstandard wächst.
Nominalrendite
Rendite „in Euro“ ohne Abzug der Inflation (z. B. 6 % p.a. in der Ansparphase).
Inflation
Durchschnittlicher Preisanstieg. Inflation reduziert die Kaufkraft – daher rechnet der Rechner mit Realzinsen, um Ergebnisse in heutiger Kaufkraft darzustellen.
Realzins
Rendite nach Abzug des Kaufkraftverlustes. Vereinfacht: (1 + Nominalrendite) / (1 + Inflation) − 1. Der Realzins ist die zentrale Größe für Berechnungen „in heutigen Euro“.
Netto-Abschlag (Steuern & Abgaben)
Vereinfachte Berücksichtigung von Steuerlast sowie Kranken- und Pflegeversicherung auf Brutto-Einkünfte im Ruhestand. Optional pauschal oder je Einkunftsart differenziert.
Kapitalbedarf (Kapitalverzehr)
Betrag, der zum Rentenbeginn vorhanden sein müsste, damit die Rentenlücke bis zum Zielalter durch planmäßige Entnahmen geschlossen werden kann.
Kapitalbedarf (Kapitalerhalt / „ewige Rente“)
Betrag, der notwendig wäre, um die Lücke dauerhaft nur aus Erträgen zu decken, ohne das Kapital real zu verbrauchen. Sinnvoll nur bei positivem Realzins.
Zielalter / Lebenserwartung
Annahme, bis zu welchem Alter die Rentenphase kalkuliert wird. Der Rechner nutzt typisierte Werte (z. B. +20/+25 Jahre), die Sie individuell anpassen können.
Ansparphase / Rentenphase
Ansparphase: Zeit bis zum Rentenbeginn (Vermögensaufbau). Rentenphase: Zeit ab Rentenbeginn (Entnahme/Verzehr). Für beide Phasen können unterschiedliche Rendite- und Inflationsannahmen hinterlegt werden.
PKV-Kosten im Alter
Zusätzlicher Fixbetrag (in heutiger Kaufkraft), der monatlich von den Netto-Einkünften abgezogen wird, um private Krankenversicherungskosten im Ruhestand abzubilden.
Wichtiger Hinweis:
Der Rechner liefert eine nachvollziehbare Orientierung auf Basis Ihrer Eingaben und vereinfachter Annahmen. Für verbindliche Entscheidungen sollten Steuern, Krankenversicherung und die individuellen Versorgungsbausteine im Detail geprüft werden.
Foto Jan Pohl
Jan Pohl Versicherungsmakler

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