Altersvorsorge Schritt für Schritt
Reicht die Rente später — und wenn nicht: Was genau ist zu tun? Diese Seite führt Sie in fünf Schritten von der ehrlichen Antwort auf diese Frage bis zum fertigen Beratungsauftrag. Zugeschnitten auf Angestellte und wissenschaftliche Mitarbeiter, Ärzte, Anwälte, Beamte, Studenten und Selbstständige — denn wie Ihre Versorgung im Alter entsteht, unterscheidet sich grundlegend. Ohne Anmeldung, in rund zehn Minuten; alle Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät.
Die kurze Antwort: Altersvorsorge in vier Entscheidungen
- Lücke realistisch berechnen — Wunsch-Einkommen im Ruhestand minus das, was aus gesetzlicher Rente, Pension oder Versorgungswerk wirklich netto übrig bleibt. Am verlässlichsten mit dem Wert aus Ihrer Renteninformation, nicht mit Pauschalformeln.
- Die richtige Schicht finden — Basisrente, betriebliche Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot oder private Vorsorge: Was für Sie vorn liegt, ergibt sich aus Berufsstatus, Steuersatz, Kindern und Arbeitgeber-Zuschuss, nicht aus Werbung.
- Wege fair vergleichen — mit identischen Annahmen und gleicher Netto-Belastung je Weg, inklusive Steuern und Krankenversicherung im Ruhestand. Erst dann sieht man, was von der Förderung wirklich übrig bleibt.
- Angebot mit echten Zahlen anfordern — die Modellrechnung bereitet vor; die konkreten Versicherer-Werte liefert das Angebot nach fachlicher Prüfung.
Genau diese vier Entscheidungen rechnet diese Seite mit Ihnen durch — mit den gesetzlichen Rechenwerten (Stand 2026), transparent ausgewiesenen Annahmen und ohne dass Ihre Daten übertragen werden.
Schritt 1 · Wer sind Sie?
Die Weiche entscheidet, wie Ihre Versorgung im Alter überhaupt entsteht — gesetzliche Rente, Pension, Versorgungswerk oder gar nichts. Eine Pauschalrechnung wäre für die meisten Gruppen schlicht falsch.
Schritt 2 · Ihre Zahlen
Wird aus Ihrem Brutto geschätzt (mit Beitragsgrenzen und Soli) — Sie können den echten Wert eintragen.
Vorbelegt aus heute. Die Pflichtversicherung (KVdR) hängt u. a. an der 9/10-Vorversicherungszeit — freiwillig Versicherte zahlen den vollen Beitrag auf die Rente. Im Zweifel klärt das das Gespräch.
Läuft in der Rente weiter und drückt Ihr verfügbares Einkommen — grober Anhalt: heutiger Beitrag.
Leer lassen = 80 % Ihres heutigen Nettos (üblicher Richtwert). Sie können jeden Betrag eintragen.
Ihre Renteninformation zur Hand?
Alles, was im Alter zusätzlich sicher kommt: private Rentenversicherungen, Betriebsrenten/bAV, VBL-Zusatzversorgung (öffentlicher Dienst) — Summe der erwarteten Netto-Monatsrenten.
Ihre Versorgungslücke im Ruhestand
monatlich, in heutiger Kaufkraft · Basis: Schätzung
So schließen Sie die Lücke
Rechenweg & Annahmen (bitte lesen)
Annahmen (Vorschlag, transparent): Inflation 2 % p. a. vor und im Ruhestand · Rendite Ansparphase 5 % p. a. · Rendite Rentenphase 3 % p. a. · Kapitalverzehr bis Alter 90. Modellrechnung — Rendite ist nicht garantiert; Kosten und Steuern verändern das Ergebnis.
Was Warten kostet
Nicht der Betrag entscheidet über das Ergebnis, sondern die Jahre, die er arbeitet. Genau deshalb kostet Warten mehr als Sparen.
Vorbelegt mit Ihrer errechneten Sparrate, sobald das Ergebnis oben steht. Modell: 6 % p. a. Rendite, bis Alter 67.
Modellwerte zur Illustration — Rendite nicht garantiert; Kosten, Steuer und Inflation verändern das Ergebnis.
Schritt 3 · Welche Schicht der Altersvorsorge passt zu Ihnen?
Übernimmt Ihre Angaben aus Schritt 1 und 2 automatisch — alles bleibt änderbar.
Ihre Angaben
Aus Schritt 1 übernommen, wenn vorhanden — Ihre Zahl aus der Lückenrechnung.
Grobe Schätzung fürs Splitting — Steuerklasse, eigene Vorsorge und KV des Partners klärt das Gespräch.
Ihre Prüf-Reihenfolge
Für Sie nicht zugänglich
Schritt 4 · Der faire Vergleich: 5 Wege, gleiche Netto-Belastung
Alle fünf Wege werden mit identischen Annahmen gerechnet — gleicher Netto-Einsatz, gleiche Laufzeit, gleiche Wertentwicklung. Der Rechner sucht für jeden geförderten Weg den Brutto-Beitrag, der Sie nach Förderung exakt gleich viel kostet. Nur so ist der Vergleich fair. Hinweis zur Lesart: Dieser Vergleich rechnet mit konstanten Beiträgen ohne Inflation (nominal) — die Sparrate aus Schritt 2 ist dagegen inflationsbereinigt. Und: Die höchste Modell-Rente ist keine Empfehlung — Garantien, Flexibilität und Hinterbliebenenschutz stecken nicht in der einen Zahl.
Vorbelegt mit Ihrer Sparrate aus Schritt 2.
Aus Schritt 2 übernommen — Basis für die Steuer im Ruhestand.
Modellannahmen anpassen (Rendite, Kosten, Arbeitgeber-Zuschuss)
15 % sind Pflicht, soweit der Arbeitgeber durch die Umwandlung Sozialabgaben spart (§ 1a Abs. 1a BetrAVG) — im Versorgungswerk oder über den Beitragsgrenzen ggf. weniger, viele zahlen freiwillig mehr.
Kosten sind Modellannahmen zum Anpassen — echte Effektivkosten stehen im jeweiligen Produktinformationsblatt. Im Altersvorsorgedepot-Standarddepot gilt künftig ein Kostendeckel von 1,0 %.
Schritt 5 · Ihr Angebot anfordern
Aus Ihren Schritten wird ein vorbereiteter Beratungsauftrag: Beitrag, Schicht, Anlageform und Rentenbeginn sind schon drin. Sie erhalten dann ein konkretes Angebot mit echten Versicherer-Werten — die Modellrechnung oben ist die Vorbereitung, nicht das Angebot.
Ihre Wunsch-Eckdaten
Fließt in Ihr Angebot ein — die Modellrechnung oben rechnet ohne Dynamik.
Ihre Kontaktdaten
Anfrage fertigstellen
Empfohlener Weg: 1. Als PDF speichern → 2. über die sichere Upload-Seite senden. Die E-Mail-Variante klappt je nach Gerät nicht immer zuverlässig.
Lieber direkt sprechen? Termin über die Kontaktseite buchen — Ihre PDF können Sie zum Gespräch mitbringen.
Meine Einschätzung als Makler
Dieser Rechner legt die Grundlage — mehr soll er auch gar nicht. Er zeigt Ihnen, wie groß Ihre Lücke wirklich ist und welche Schicht bei Ihnen vorn liegt. Alles Weitere klären wir in einer ausführlichen Beratung: Ihre konkrete Situation, die Sonderfälle, die Details der Förderung. Genau dafür ist dieser Test da — Sie kommen vorbereitet ins Gespräch, statt bei null anzufangen.
Und das ist mir besonders wichtig: Altersvorsorge ist nie ein einzelnes Produkt. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Bausteine — ein Teil kann ein Sparplan sein, ein Teil ein spezielles Altersvorsorgeprodukt, ein Teil die eigene Immobilie oder eine andere Investition. Erst die Summe der Vermögenswerte, die Sie bis zum Ruhestand aufbauen, ergibt Ihre Altersvorsorge. Diese Seite rechnet einen wichtigen Ausschnitt davon — das vollständige Bild entsteht in der Beratung.
Drei Dinge sage ich dabei jedem vorab: Erstens — der Wert aus Ihrer Renteninformation schlägt jede Schätzung. Holen Sie das Dokument, bevor Sie entscheiden. Zweitens — die höchste Modell-Rente ist nicht automatisch die richtige Wahl: Garantien, Flexibilität und die Absicherung Ihrer Angehörigen stecken nicht in einer einzigen Zahl. Drittens — wer seine Arbeitskraft noch nicht abgesichert hat, sollte das zuerst klären, denn ohne Einkommen bricht jeder Sparplan zusammen. Dafür gibt es die Schwester-Strecke zur Berufsunfähigkeit.
Und zum Schluss der Satz, den ich am häufigsten sage: Zu viel Altersvorsorge gibt es praktisch nicht. Es ist allemal besser, im Alter mehr Geld zur Verfügung zu haben als zu wenig. Wer zu knapp plant, kann später kaum noch nachsteuern — wer großzügig plant, hat schlicht mehr Freiheit.
Zum Vertiefen: die passenden Seiten
Vertiefen Sie genau das, was für Sie zählt — jede Seite beantwortet eine konkrete Frage aus Ihrer Rechnung.
Renteninformation verstehen Versorgungswerk-Mitteilung verstehen Versorgungsauskunft für Beamte verstehen Digitale Rentenübersicht
Basisrente (Rürup) Betriebliche Altersvorsorge Altersvorsorgedepot ab 2027 Private Rentenversicherung ETF oder Fondspolice? Alle fünf Wege netto im Vergleich
Altersvorsorge für Ärzte Altersvorsorge für Anwälte Altersvorsorge für Beamte Wissenschaftliche Mitarbeiter (RWTH-Beispiel) Berufseinsteiger Die Schichten-Strategie im Überblick
Welche BU passt zu mir? — die BU-Strecke
Lieber direkt besprechen?
Sie müssen die Strecke nicht allein durchgehen. Bringen Sie Ihre Renteninformation mit — in einem Gespräch klären wir Lücke, Schicht und Weg gemeinsam, ungebunden und verständlich.
Häufige Fragen zur Strecke
Wie gehe ich meine Altersvorsorge Schritt für Schritt an?
In vier Entscheidungen: Erst die Versorgungslücke realistisch berechnen (am besten mit dem Wert aus der Renteninformation), dann die passende Schicht nach Berufsstatus und Förderung bestimmen, dann die Wege mit identischen Annahmen fair vergleichen — und erst am Ende ein konkretes Angebot anfordern. Genau in dieser Reihenfolge führt diese Seite durch.
Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?
Nein. Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser; die Eingaben liegen nur in der aktuellen Browser-Sitzung und werden beim Schließen verworfen. Erst wenn Sie am Ende selbst das PDF hochladen oder die E-Mail absenden, verlassen Daten Ihr Gerät.
Warum soll ich den Wert aus meiner Renteninformation eintragen statt schätzen zu lassen?
Die Schätzung setzt Ihr heutiges Einkommen als Lebensdurchschnitt an — bei typischen Karriereverläufen überschätzt das die gesetzliche Rente, und die Lücke wirkt kleiner als sie ist. Der Wert aus der Renteninformation (Zeile „Regelaltersrente") ist die maßgebliche Zahl; für Kammerberufe gilt die Mitteilung des Versorgungswerks, für Beamte die Versorgungsauskunft.
Welche Schicht der Altersvorsorge ist die richtige für mich?
Das hängt an vier Fragen: Sind Sie angestellt, verbeamtet, im Versorgungswerk oder selbstständig? Wie hoch ist Ihr Grenzsteuersatz? Haben Sie Kinder? Zahlt Ihr Arbeitgeber einen Zuschuss? Daraus ergibt sich eine Prüf-Reihenfolge — zum Beispiel Basisrente bei hohem Steuersatz ohne Arbeitgeber, betriebliche Altersvorsorge bei echtem Zuschuss. Schritt 3 dieser Seite erstellt Ihre persönliche Reihenfolge mit Begründung.
Ist der Weg mit der höchsten Netto-Rente im Vergleich automatisch der beste?
Nein. Der Vergleich zeigt, was bei gleicher Netto-Belastung im Modell hinten herauskommt — aber Garantien, Flexibilität, Hinterbliebenen-Schutz und Ihre Liquidität stecken nicht in dieser einen Zahl. Deshalb wählt die Seite bewusst nichts für Sie vor; die Wahl treffen Sie, und im Angebot wird sie fachlich geprüft.
Kann ich das Altersvorsorgedepot schon abschließen?
Noch nicht: Die Produkte kommen voraussichtlich ab dem 01.01.2.027 auf den Markt. Bis dahin können Sie sich über diese Seite vormerken lassen — wir prüfen dabei auch Ihre Förderberechtigung und melden uns, sobald konkrete Angebote möglich sind.
Was kostet mich die Beratung?
Das Gespräch und das Angebot kosten Sie nichts. Als ungebundener Versicherungsmakler werde ich bei Abschluss über die im Produkt einkalkulierte Vergütung bezahlt — das Angebot weist die Kosten des Produkts transparent aus, und Sie entscheiden ohne Druck.